Christiane Löhr im Atelier, 2022, Foto: Salvatore Mazza

Christiane Löhr, das Gewicht der Linie

Zeichnungen und Skulpturen bei Werner Klein.

Nach der erfolgreichen Einzelpräsentation Christiane Löhrs auf der Drawing Now Art Fair in Paris freuen wir uns auf die fünfte Einzelausstellung mit Zeichnungen und Skulpturen von Christiane Löhr in Köln.

Gewicht bezeichnet im Deutschen sowohl "die Schwere eines Körpers, die sich durch Wiegen ermitteln lässt" als auch die "Bedeutung, die im Verhältnis zu anderen Faktoren schwer wiegt und den Zusammenhang oder Sachverhalt beeinflusst".

Das Gewicht der Linie liegt im Falle der Arbeiten von Christiane Löhr in der raumverändernden Kraft ihrer Interventionen ob als scheinbar schwerelose Skulpturen im dreidimensionalen Raum oder als Linien im zweidimensionalen Blattraum.

Christiane Löhr ist Bildhauerin. Aus Pflanzenteilen, Samenständen oder Pferdehaaren fertigt sie Skulpturen. Ihre Skulpturen behaupten sich als Architekturen im Raum, beeinflussen, verändern ihn und entfernen sich dabei weit von jeder naturromantischen Anmutung. Sie fordern einen Perspektivwechsel der BetrachterInnen, die auch die eigene Größe neu erleben.  

In ihren Papierarbeiten benutzt Löhr Bleistift und Ölstift oder Tusche. Die feinen Bleistiftlinien (meist im Kleinformat 27 x 20 cm) durchziehen den Blattraum ebenso wie die tiefschwarzen in den Blattgrund einmassierten Ölstiftlinien (zum Teil im großen Format 153 x 195 cm). Sie segmentieren ihn, verändern das Licht in ihm. Die fließenden Tuschelinien werden selbst zum Raum, für die sich darin ganz unterschiedlich ablagernden Pigmente. Christiane Löhr schaut auf eine lange Liste nationaler und internationaler Ausstellungen zurück. 2022 waren ihre Arbeiten in der Domaine de Chaumont-sur-Loire (FR) und dem House of Art in Budweis (CZE) und 2021 im Haus am Waldsee in Berlin zu sehen.

5. November bis 10. Dezember 2022

Galerie Werner Klein, Volksgartenstraße 10, 50677 Köln, https://www.galeriewernerklein.de/