Nevin Aladağ. Crossing Traces
Hans-Thoma-Kunstmuseum Bernau, 20. Juli – 5. Oktober 2025
Ob Skulpturen, auf denen sich Musik machen lässt, bildhafte Kollagen aus Teppichfragmenten oder Videoporträts von Städten, die durch Klänge charakterisiert werden – das vielseitige Werk der aus Stuttgart stammenden Künstlerin Nevin Aladağ ist international bekannt und wurde vielfach in Ausstellungen präsentiert und ausgezeichnet. 2025 erhält die in Stuttgart aufgewachsene Bildhauerin, Installations- und Performancekünstlerin den vom badenwürttembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst vergebenen Landespreis für Bildende Kunst. Die Ausstellung der Preisträgerin im Hans-Thoma- Kunstmuseum Bernau zeigt Werke, die charakteristisch für ihr bisheriges Schaffen sind: von den Teppichcollagen der Reihe Social Fabric über die skulpturalen Arbeiten Pattern Kinship und Macramé bis zu Raise the Roof, der Performance, die auf der Biennale 2017 in Venedig für Aufsehen sorgte. In allen Medien und Ausdrucksformen beschäftigt sich Aladağ in spielerischer und zugleich komplexer Weise mit Fragen nach kulturell geprägter Identität, Verschiedenheit und Zugehörigkeit, die in Bernau, einem Ort mit ausgeprägter lokaler Kultur, zu entdecken sind. Die Ausstellung wird von der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Hans-Thoma-Kunstmuseum Bernau kuratiert. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch im Kerber Verlag.


Nevin Aladağ
Nevin Aladağ (geboren 1972 in Van, Türkei) wuchs in Stuttgart auf und studierte zwischen 1993 und 2000 Bildhauerei bei Olaf Metzel an der Akademie der Bildenden Künste in München. In den vergangenen Jahren war das Werk der Künstlerin in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa, Asien sowie den USA zu sehen. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Sammlungen vertreten. Aladağ nahm 2017 an der documenta 14 in Athen und Kassel sowie an der 57. Biennale von Venedig teil. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem George Maciunas Förderpreis (2004), dem Ernst Rietschel-Kunstpreis für Skulptur (2018), sowie jüngst mit dem Landespreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg (2025) und dem Kurt Schwitters Preis (2026). Seit 2019 ist Aladağ Professorin für Skulptur in Bewegung an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.
Landespreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg 2025
Am Sonntag, 20. Juli 2025, 13.00 Uhr, wird im Kurpark Bernau im Schwarzwald der Landespreises für Bildende Kunst 2025 an die Künstlerin Nevin Aladağ verliehen.
Im Anschluss an die Verleihung wird die Ausstellung „Nevin Aladağ. Crossing Traces“ im Hans-Thoma-Kunstmuseum eröffnet. Die Ausstellung wird organisiert von der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe mit dem Hans-Thoma-Kunstmuseum Bernau.
Der Landespreis für Bildende Kunst Baden-Württemberg wird im Jahr 2025 erstmals mit neuem Namen und Format verliehen. Mit dem Preis zeichnet das Land Künstlerinnen und Künstler aus, die in Baden-Württemberg geboren sind oder einen Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens im Land haben und deren Werk einen wichtigen, überregional anerkannten Beitrag zur Entwicklung der Kunst darstellt. Ausgezeichnet werden können auch Künstlerinnen und Künstler für ihr Lebenswerk.
Hans-Thoma-Kunstmuseum
Bernau-Innerlehen
Rathausstraße 18
79872 Bernau im Schwarzwald
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