{"id":12973,"date":"2026-06-11T17:40:44","date_gmt":"2026-06-11T15:40:44","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=12973"},"modified":"2026-08-14T22:00:06","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:06","slug":"aus-dem-depot-ins-rampenlicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/06\/11\/aus-dem-depot-ins-rampenlicht\/","title":{"rendered":"Aus dem Depot ins Rampenlicht"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">In der Ausstellung &#8222;Natur und Antike. Der Romantiker Friedrich Nerly&#8220; spannt die Kunsthalle Bremen einen weiten Bogen von der r\u00f6mischen Antike bis zum Urban Sprawl unserer Tage.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wellig ausgelegter Kunstrasen voller Stolperfallen, dahinter ein Fu\u00dfballtor und ein Flutlichtmast sowie einer dieser Swimmingpools, die man zu Beginn der Saison an geeigneter Stelle aufbaut, um sie am Ende des Sommers wieder einzumotten: Diese Fotografie eines kleinen Sportplatzes in der r\u00f6mischen Peripherie mit dem Titel &#8222;Via del Quadraro (1)&#8220; w\u00e4re an Banalit\u00e4t kaum zu \u00fcberbieten, w\u00e4re da nicht ein diagonal den Bildraum zerschneidendes Aqu\u00e4dukt aus antiker Zeit. Der 1961 geborene Berliner Fotok\u00fcnstler Hans-Christian Schink hat diese Aufnahme im Jahr 2014 w\u00e4hrend eines Stipendiums in der Villa Massimo in Rom gemacht. Sie ist Teil seiner Serie &#8222;Aqua Claudia&#8220;. Schink dokumentiert darin die \u00dcberbleibsel der gleichnamigen antiken Wasserleitung, die im Jahr 52 n. Chr. unter Kaiser Claudius eingeweiht wurde. Die imposanten Ruinen dieses einst 69 Kilometer langen Bauwerks werden heute vielerorts von gesichtslosen Zweckbauten, Stromtrassen und Verkehrsanlagen bedr\u00e4ngt. Schinks mit der analogen Gro\u00dfbildkamera aufgenommene Fotografien zeigen die unkontrollierte Zersiedelung und Zerst\u00f6rung von Natur- und Kulturlandschaften in der Umgebung der italienischen Hauptstadt, kurzum das, was in der Geografie als Urban Sprawl bezeichnet wird. Die stets menschenleeren Aufnahmen entstanden kurz vor Sonnenaufgang mit langen Belichtungszeiten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"819\" data-id=\"12993\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_011_via-del-quadraro1_serie-aquaclaudia_2014_23cm-1024x819.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12993\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_011_via-del-quadraro1_serie-aquaclaudia_2014_23cm-1024x819.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_011_via-del-quadraro1_serie-aquaclaudia_2014_23cm-300x240.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_011_via-del-quadraro1_serie-aquaclaudia_2014_23cm-768x614.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_011_via-del-quadraro1_serie-aquaclaudia_2014_23cm-1536x1228.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_011_via-del-quadraro1_serie-aquaclaudia_2014_23cm-2048x1638.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"819\" data-id=\"12992\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_010_via-del-quadraro2_serie-aquaclaudia_2014_23cm-1024x819.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12992\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_010_via-del-quadraro2_serie-aquaclaudia_2014_23cm-1024x819.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_010_via-del-quadraro2_serie-aquaclaudia_2014_23cm-300x240.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_010_via-del-quadraro2_serie-aquaclaudia_2014_23cm-768x614.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_010_via-del-quadraro2_serie-aquaclaudia_2014_23cm-1536x1228.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schink_010_via-del-quadraro2_serie-aquaclaudia_2014_23cm-2048x1638.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Hans-Christian Schink, Via del Quadraro (1), aus der Serie Aqua Claudia, 2014. 178 x 211 cm. Kunsthalle Bremen \u2013 Der Kunstverein in Bremen, Geschenk Claus H. Wencke, 2025. Foto: Hans-Christian Schink. <strong>Right<\/strong>: Hans-Christian Schink, Via del Quadraro (2), aus der Serie Aqua Claudia, 2014. 51 x 60 cm. Leihgabe des K\u00fcnstlers. Foto: Hans-Christian Schink.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wiederentdeckung eines deutschen Romantikers<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser C-Print mit den imposanten Ma\u00dfen 178 x 211 cm und eine ganze Reihe weiterer Aufnahmen von Schink sind jetzt in einer sehr besonderen Ausstellung zu sehen, die eigentlich einem viel \u00e4lteren K\u00fcnstler gewidmet ist: dem deutschen Romantiker Friedrich Nerly (1807-1878). Die Schau &#8222;Natur und Antike. Der Romantiker Friedrich Nerly in Rom&#8220; in der Kunsthalle Bremen versammelt rund 160 Arbeiten, darunter Gem\u00e4lde, \u00d6lstudien, Zeichnungen, Aquarelle und Fotografien. Neben Werken von Nerly sind auch Arbeiten seiner Zeitgenossen wie etwa Carl Blechen, Johann Wilhelm Schirmer und Carl Spitzweg zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausstellung konzentriert sich auf die sechs pr\u00e4genden Jahre, die Nerly zu Beginn seiner dauerhaften \u00dcbersiedlung von Deutschland nach Italien in Rom verbracht hat. Von hier jedoch stie\u00df er auch zu zahlreichen anderen markanten Orten vor, um diese k\u00fcnstlerisch, zun\u00e4chst in Form von Zeichnungen und Aquarellen, zu erfassen. Dieses umfangreiche Material diente ihm schlie\u00dflich zur Ausformulierung teils au\u00dferordentlich erfindungsreicher, aus vielen unterschiedlichen Landschaftselementen und Perspektiven zusammengesetzter Gem\u00e4lde. Neben den von Rom nicht allzu weit entfernten Zielen Tivoli und Olevano reiste Nerly auch weiter s\u00fcdlich die K\u00fcste entlang bis nach Neapel und Sizilien.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von der Depotleiche zur Ikone<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zentrum der Ausstellung in der Kunsthalle Bremen steht das 1836 entstandene und erst vor wenigen Jahren frisch restaurierte Gem\u00e4lde &#8222;Campagnalandschaft mit Aqua Claudia&#8220;. Darauf zu sehen ist ein Motiv, das lange Zeit kaum als bildw\u00fcrdig betrachtet wurde: n\u00e4mlich die relativ einsam in der Landschaft stehenden \u00dcberreste dieser gigantischen Wasserleitung aus r\u00f6mischer Zeit, mithin also weder ein Tempel noch ein Palast oder eine Kirche, sondern ein Bauwerk der Daseinsvorsorge. Im heutigen Sprachgebrauch w\u00fcrde man gar von &#8222;kritischer Infrastruktur&#8220; sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Soviel Wert Nerly auf die sorgf\u00e4ltige malerische Inszenierung des \u00fcberwiegend aus lokalem Tuffstein zusammengef\u00fcgten Bauwerks legt, so sehr ist ihm offenbar auch bewusst, dass er dem Publikum etwas mehr narratives Futter bieten muss, um dessen Aufmerksamkeit zu erheischen. Er macht das in Form einer Genredarstellung. Wie die Ausstellung anhand einer Reihe \u00e4lterer Bleistiftstudien eindrucksvoll unter Beweis stellt, hat Nerly schon in den Jahren zuvor Hirten und mit langen Lanzen bewaffnete Stierj\u00e4ger in der r\u00f6mischen Campagna gezeichnet. Aber auch architektonische Details, wie einen Mosaikfu\u00dfboden mit floralen Verschlingungen. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, all diese Elemente in ein gro\u00dfes Gem\u00e4lde zu integrieren. Zu sehen sind denn auch im Zentrum des Bildes zwei recht wild dreinblickende Gesellen, die aus dem Pferdesattel heraus mit langen Lanzen zwei Stiere gef\u00fcgig machen. Unterst\u00fctzt werden sie dabei von zwei z\u00e4hnefletschenden Jagdhunden. Nerly nimmt sich aber noch eine weitere Freiheit, indem er unterschiedliche Perspektiven aus denen heraus er die Wasserleitung gesehen hat, zu einem harmonischen Gesamteindruck amalgamiert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"848\" data-id=\"12998\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/khb_nerly_aquaclaudia_1648-2018-2_abb1_waehrendschmutzabnahme_23cm-1024x848.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12998\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/khb_nerly_aquaclaudia_1648-2018-2_abb1_waehrendschmutzabnahme_23cm-1024x848.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/khb_nerly_aquaclaudia_1648-2018-2_abb1_waehrendschmutzabnahme_23cm-300x249.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/khb_nerly_aquaclaudia_1648-2018-2_abb1_waehrendschmutzabnahme_23cm-768x636.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/khb_nerly_aquaclaudia_1648-2018-2_abb1_waehrendschmutzabnahme_23cm-1536x1273.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/khb_nerly_aquaclaudia_1648-2018-2_abb1_waehrendschmutzabnahme_23cm-2048x1697.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"793\" data-id=\"12999\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_campagnalandschaft-aquaclaudia_oelstudie_angermuseumerfurt_23cm-1024x793.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-12999\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_campagnalandschaft-aquaclaudia_oelstudie_angermuseumerfurt_23cm-1024x793.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_campagnalandschaft-aquaclaudia_oelstudie_angermuseumerfurt_23cm-300x232.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_campagnalandschaft-aquaclaudia_oelstudie_angermuseumerfurt_23cm-768x595.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_campagnalandschaft-aquaclaudia_oelstudie_angermuseumerfurt_23cm-1536x1189.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_campagnalandschaft-aquaclaudia_oelstudie_angermuseumerfurt_23cm-2048x1586.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Friedrich Nerly, Campagnalandschaft mit Aqua Claudia, 1836.  Kunsthalle Bremen \u2013 Der Kunstverein in Bremen. Notgesicherte Leinwand vor der Restaurierung durch B\u00f6rries Brakebusch. Foto: Kunsthalle Bremen. <strong>Right<\/strong>: Friedrich Nerly, Campagnalandschaft mit Aqua Claudia, 1833\/35. \u00d6l auf Leinwand, 55 x 71,5 cm. Angermuseum Erfurt. Foto: Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Restauratorische Meisterleistung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gem\u00e4lde befindet sich seit dem Jahr 1953 in der Sammlung der Kunsthalle Bremen. Die vom Keilrahmen abgespannte Leinwand lag aufgerollt im Depot. Auf Grund seines desolaten Zustandes wurde das Bild seit mindestens 150 Jahren nicht mehr ausgestellt. In die Sammlung des Bremer Museums gelangte das Werk durch einen Ankauf, den der damalige Direktor der Kunsthalle aus dem Besitz der Ururgro\u00dfnichte des K\u00fcnstlers t\u00e4tigte. Unter den erworbenen 550 Zeichnungen und Aquarellen Nerlys befand sich eben auch die aufgerollte Leinwand der Campagnalandschaft. Besonders die Oberfl\u00e4che war stark besch\u00e4digt. Allein die Gesamtl\u00e4nge der Risse betrug 3,5 Meter. Erst in den Jahren 2017\/18 wurde das Bild dann in der Werkstatt des D\u00fcsseldorfer Restaurators B\u00f6rries Brakebusch in mehr als 300 Arbeitsstunden aufwendig restauriert und zur\u00fcck in den Originalzustand versetzt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Genese eines popul\u00e4ren Bildsujets<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Idee, rund um dieses au\u00dfergew\u00f6hnliche Gem\u00e4lde eine Ausstellung zu entwickeln, ist Dorothee Hansen, der stellvertretenden Direktorin der Kunsthalle Bremen und Kuratorin der Schau, dann im Jahr 2019 w\u00e4hrend eines Studienaufenthalts in Rom gekommen. Hansen gelingt mit der wissenschaftlich hochpr\u00e4zise untermauerten Ausstellung dreierlei. Einerseits r\u00fcckt sie die Bedeutung eines bisher selten ausgestellten Deutsch-R\u00f6mers in den Fokus der Aufmerksamkeit, was f\u00fcr die Fachwelt und das breite Publikum eine kleine Sensation darstellt. Andererseits untersucht sie \u2013 ausgehend von Nerly \u2013 die Genese eines seit den sp\u00e4ten 1820er Jahren popul\u00e4ren Bildsujets. Dabei beschr\u00e4nkt sie sich keineswegs nur auf Nerly und Zeitgenossen, sondern sp\u00fcrt dem Motiv und seiner Rezeptionsgeschichte bis in die popkulturelle Gegenwart einer Netflix-Serie nach. Im letzten Raum der Schau ist eine kurze Videosequenz aus der Serie \u201eRipley\u201c (2024) zu sehen, in welcher der Protagonist Tom Ripley ein Mordopfer unterhalb der Aqua Claudia deponiert. Und drittens erzeugt Dorothee Hansen mit der Schau Aufmerksamkeit f\u00fcr ein gerade in Zeiten des Klimawandels und der Erderw\u00e4rmung virulentes Thema. Sinkende Grundwasserspiegel und die gleichzeitig zu beobachtende Strategie multinationaler Lebensmittelkonzerne wie zum Beispiel Nestl\u00e9, den Zugriff auf die lebenswichtige Ressource Wasser zu privatisieren und kommerziell auszubeuten, erzeugen einen schwer zu durchbrechenden Teufelskreis, der dem Menschenrecht auf sauberes und bezahlbares Wasser zuwiderl\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" data-id=\"13009\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_aquaedukt-des-claudius_angermuseumerfurt_23cm-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13009\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_aquaedukt-des-claudius_angermuseumerfurt_23cm-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_aquaedukt-des-claudius_angermuseumerfurt_23cm-300x212.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_aquaedukt-des-claudius_angermuseumerfurt_23cm-768x543.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_aquaedukt-des-claudius_angermuseumerfurt_23cm-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_aquaedukt-des-claudius_angermuseumerfurt_23cm-2048x1448.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"710\" data-id=\"13010\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_tempel-der_junolaciniaii_angermuseumerfurt-1024x710.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13010\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_tempel-der_junolaciniaii_angermuseumerfurt-1024x710.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_tempel-der_junolaciniaii_angermuseumerfurt-300x208.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_tempel-der_junolaciniaii_angermuseumerfurt-768x532.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_tempel-der_junolaciniaii_angermuseumerfurt-1536x1064.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_tempel-der_junolaciniaii_angermuseumerfurt.jpg 1987w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Friedrich Nerly, Aqu\u00e4dukt des Claudius mit Blick auf den Monte Cavo, um 1833. Bleistift, Pinsel in Braun, 39,6 x 55,8 cm. Angermuseum Erfurt. Foto: Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban. <strong>Right<\/strong>: Friedrich Nerly, Tempel der Juno Lacinia II in Agrigent, 1835. Aquarell, 46,9 x 65,5 cm. Angermuseum Erfurt. Foto: Stadtverwaltung Erfurt, Dirk Urban.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nachlass in seltener F\u00fclle<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist eher ungew\u00f6hnlich, dass ein K\u00fcnstler des 19. Jahrhunderts fast alle seine Zeichnungen und Aquarelle ein Leben lang bei sich beh\u00e4lt und im Laufe seiner Karriere immer wieder als Vorlagematerial f\u00fcr Gem\u00e4lde verwendet. F\u00fcr die wissenschaftliche Aufarbeitung seines Werks ist das nat\u00fcrlich ein Geschenk.<strong> <\/strong>&#8222;Nerly hat s\u00e4mtliche Vorstufen aufbewahrt, das konnten bekritzelte Zettel, Aquarelle oder \u00d6lstudien sein. So wird sein Arbeitsprozess nachvollziehbar&#8220;, sagt Dorothee Hansen, die Nerlys Stil als &#8222;fragmentierten Realismus&#8220; bezeichnet. Die Bremer Ausstellung versammelt denn auch zahlreiche Studienbl\u00e4tter, etwa mit Darstellungen von Wasserf\u00e4llen, Fels- und Wolkenformationen, Gebirgsz\u00fcgen, Tempelruinen, undefinierbarem Buschwerk oder pr\u00e4chtigen Zypressen. Ebenso interessierte ihn aber auch die Darstellung eher diffuser Erscheinungen wie Moose und Flechten, Gischt und Nebel oder ganz einfach Licht und Schatten. In einer Art Baukastentechnik setzte Nerly erst im Atelier bestimmte, zuvor in der Landschaft gezeichnete Elemente aus Architektur, Topografie und Natur zu idealtypischen Kompositionen zusammen. Die detailverliebte Akkuratesse etwa bei der Darstellung der einzelnen Steinbl\u00f6cke, aus denen das majest\u00e4tische Aqu\u00e4dukt zusammengesetzt ist, trifft dabei auf nahezu abstrakt aufgefasste Naturstudien und formt ein harmonisches Ganzes. Dorothee Hansen liefert in der Bremer Ausstellung zahlreiche Beispiele f\u00fcr den Entstehungsprozess der Bilder, indem sie vorbereitende Arbeiten unmittelbar neben den Gem\u00e4lden pr\u00e4sentiert und so wiederkehrende Elemente sichtbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Nerly verh\u00e4lt es sich so, dass der ganz \u00fcberwiegende Teil seines Nachlasses auf nur zwei Orte verteilt ist. Der zweite gro\u00dfe Werkkomplex ist im Besitz des Angermuseums in Erfurt, der Stadt, wo der K\u00fcnstler 1807 als Sohn eines Postsekret\u00e4rs geboren wurde. Sein Geburtsname lautete Christian Friedrich Nehrlich. Den Nachnamen \u00e4nderte er erst in Italien. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erste Lehrjahre<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits im Alter von acht Jahren verliert Nerly seinen Vater und wird von seiner Familie getrennt. Ein Netzwerk von Onkeln in Hamburg und Schleswig-Holstein nimmt sich seiner an und legt die Grundlagen daf\u00fcr, dass er sein schon fr\u00fch erkanntes zeichnerisches Talent weiter ausbauen kann. In der von seinem Onkel Heinrich Joachim Herterich betriebenen &#8222;Hamb. Steindruckerei Speckter &amp; Herterich&#8220; absolviert er zun\u00e4chst eine Ausbildung zum Lithographen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"562\" data-id=\"13021\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/blechen_roemische-wasserleitung_932-1966-14_23cm-1024x562.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13021\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/blechen_roemische-wasserleitung_932-1966-14_23cm-1024x562.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/blechen_roemische-wasserleitung_932-1966-14_23cm-300x165.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/blechen_roemische-wasserleitung_932-1966-14_23cm-768x421.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/blechen_roemische-wasserleitung_932-1966-14_23cm-1536x843.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/blechen_roemische-wasserleitung_932-1966-14_23cm-2048x1124.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"631\" data-id=\"13022\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schirmer_campagna-mit-wasserleitung_mvwmwuerzburg_23cm-1024x631.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13022\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schirmer_campagna-mit-wasserleitung_mvwmwuerzburg_23cm-1024x631.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schirmer_campagna-mit-wasserleitung_mvwmwuerzburg_23cm-300x185.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schirmer_campagna-mit-wasserleitung_mvwmwuerzburg_23cm-768x473.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schirmer_campagna-mit-wasserleitung_mvwmwuerzburg_23cm-1536x946.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/schirmer_campagna-mit-wasserleitung_mvwmwuerzburg_23cm-2048x1262.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Carl Blechen, R\u00f6mische Wasserleitung, um 1828\/29. \u00d6l auf Papier auf Pappe, 13 x 23,5 cm. Kunsthalle Bremen \u2013 Der Kunstverein in Bremen \/ Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland. <strong>Right<\/strong>: Johann Wilhelm Schirmer, R\u00f6mische Campagna mit Wasserleitung, 1845. \u00d6l auf Leinwand, 103 x 166,8 cm. Martin von Wagner Museum der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Illustre Bekanntschaften<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit 16 Jahren wird Nerly dann zum Z\u00f6gling von Carl Friedrich von Rumohr (1785-1843), einem bestens vernetzten holsteinischen Adeligen, Kunsthistoriker und Schriftsteller. Dieser unterrichtet ihn unter anderem im Zeichnen und in der Freiluftmalerei. Aber auch im gesellschaftlichen Umgang. Auf gemeinsamen Reisen stellt er ihn so illustren Zeitgenossen wie Johann Wolfgang von Goethe und dem d\u00e4nischen Kronprinzenpaar vor. Von Rumohr ist es auch, der Friedrich Nerly mit auf eine Reise in die Toskana nimmt. In Siena trennen sich dann im Jahr 1829 ihre Wege. Nerly reist weiter nach Rom, wo er bis 1835 lebt und arbeitet. Nach einem kurzen Intermezzo in Mailand geht er dann 1837 nach Venedig, welches bis zu seinem Tod 1878 sein st\u00e4ndiger Wohnsitz bleiben sollte.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Schnelle Anerkennung in Rom<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angekommen in Rom, hat er das Gl\u00fcck, sofort mit offenen Armen von der dortigen Kunstszene, bestehend aus K\u00fcnstlern, Gelehrten und vornehmer Gesellschaft, empfangen zu werden. Zu seinem Freundes- und Bekanntenkreis z\u00e4hlen etwa der d\u00e4nische Bildhauer Bertel Thorvaldsen und die deutschen Maler Friedrich Overbeck und Johann Christian Reinhart. Gerade erst im Januar 1829 in Rom angekommen, wird Nerly bereits am 1. Mai desselben Jahres zum Generalissimus der Ponte-Molle-Gesellschaft gew\u00e4hlt, in der sich deutsche und skandinavische K\u00fcnstler zusammenfanden. In Rom \u00e4nderte er dann auch seinen Geburtsnamen Nehrlich in Nerly, da er der Meinung war, das sei im Italienischen klangvoller. Damit erwies er sich als fr\u00fcher Vertreter einer Kulturtechnik, die man heute wohl als Personal Branding bezeichnen w\u00fcrde. Obwohl jetzt dauerhaft in Italien ans\u00e4ssig, gelingt es Nerly, wiederum durch die Vermittlung seines Mentors von Rumohr einen festen Kundenstamm n\u00f6rdlich der Alpen zu etablieren. Dazu z\u00e4hlt nicht nur das d\u00e4nische Kronprinzenpaar sondern zum Beispiel auch namhafte Hamburger Patrizier wie die Senatoren Martin Johann Jenisch und Carl Godeffroy.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"632\" data-id=\"13016\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_felsen-ueber-tal_ariccia_641-1954-11_23cm-1024x632.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13016\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_felsen-ueber-tal_ariccia_641-1954-11_23cm-1024x632.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_felsen-ueber-tal_ariccia_641-1954-11_23cm-300x185.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_felsen-ueber-tal_ariccia_641-1954-11_23cm-768x474.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_felsen-ueber-tal_ariccia_641-1954-11_23cm-1536x947.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/nerly_felsen-ueber-tal_ariccia_641-1954-11_23cm-2048x1263.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Friedrich Nerly, Bewachsene Felsen \u00fcber einem Tal, Ariccia, 1835. \u00d6l auf Papier auf Pappe, 25 x 40,5 cm. Kunsthalle Bremen \u2013 Der Kunstverein in Bremen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Signature Work mit Breitenwirkung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass Nerly bei seiner Karriereplanung durchaus strategisch agierte, beweist auch das ebenfalls in Bremen ausgestellte Gem\u00e4lde &#8222;B\u00fcffel ziehen einen Marmorblock&#8220; (1832\/1833), das Dorothee Hansen als &#8222;Signature Work&#8220; einordnet. Es zeigt den \u00e4u\u00dferst m\u00fchseligen Transport eines tonnenschweren Marmorblocks vom toskanischen Carrara nach Rom. Das Genrebild beeindruckt im malerischen Sinne durch die dramatisch aufgeladene und detailreiche Darstellung der unter der enormen Last fast zusammenbrechenden schwarzen B\u00fcffel als Zugtiere und den Bem\u00fchungen der Treiber, sich diese mit Lanzenstichen gef\u00fcgig zu machen. Die wolkenverhangene Bergkulisse im Hintergrund greift einmal mehr bei Nerly die Urgewalt der Natur auf. Einen \u00e4u\u00dferst geschickten Schachzug Nerlys stellt aber auch die Tatsache dar, dass in den Marmorblock bereits der Name seines Adressaten hinein gemei\u00dfelt wurde: \u201eXXIII\/Thorvaldsen\/Roma\u201c ist da zu lesen. Es muss sich also um den Marmorblock handeln, aus dem der in Rom t\u00e4tige d\u00e4nische Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1770-1844) sp\u00e4ter das Grabmonument f\u00fcr den verstorbenen Papst Pius VII. schaffen sollte. Indem er sich also auf subtile Art und Weise mit der Strahlkraft dieses erfolgreichen Kunst-Unternehmers und unumstrittenen Primus inter pares der deutsch-skandinavischen K\u00fcnstlerkolonie in Rom verband, erh\u00f6hte Nerly die eigene Sichtbarkeit enorm. W\u00e4hrend das Originalgem\u00e4lde von Zar Nikolaus I. erworben wurde, erwarb der offenbar geschmeichelte Thorvaldsen eine zweite Fassung f\u00fcr seine \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Privatsammlung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sp\u00e4te Jahre in Venedig<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel zu der Hauptausstellung wird im Grafischen Kabinett der Kunsthalle Bremen noch die kleine Ausstellung &#8222;Nerly in Venedig. Von Gondeln und Pal\u00e4sten&#8220; gezeigt. Neben zwei Gem\u00e4lden sind hier vor allem pittoreske Ansichten der Lagunenstadt auf Papier zu sehen, die in den 41 Jahren von Nerlys dortiger \u2013 auch kommerziell sehr erfolgreicher \u2013 T\u00e4tigkeit entstanden sind. Die nur sieben r\u00f6mischen Jahre Nerlys aber gelten als Weichenstellung f\u00fcr die sp\u00e4tere Karriere dieses vom heutigen Ausstellungsbetrieb ein wenig \u00fcbersehenen Wahl-Italieners. Ihre zentralen Werke werden nun in der Bremer Ausstellung ausf\u00fchrlich gew\u00fcrdigt. Dar\u00fcberhinaus macht die Einordnung des Motivs Aqu\u00e4dukt in den Kontext \u00e4lterer und neuerer Darstellungen, die von Radierungen Giovanni Battista Piranesis aus dem 18. Jahrhundert \u00fcber Hans-Christian Schinks eingangs erw\u00e4hnte Fotografien bis hin zu der Netflix-Serie &#8222;Ripley&#8220; reicht, die Schau auch f\u00fcr ein breiteres und j\u00fcngeres Publikum sehr sehenswert.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.kunsthalle-bremen.de\/de\/view\/exhibitions\/exb-page\/nerly\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Natur und Antike. Der Romantiker Friedrich Nerly in Rom<\/a>, Kunsthalle Bremen, bis 5. 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