{"id":15646,"date":"2026-09-22T19:01:09","date_gmt":"2026-09-22T17:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=15646"},"modified":"2026-09-23T18:17:24","modified_gmt":"2026-09-23T16:17:24","slug":"apertura-madrid","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/09\/22\/apertura-madrid\/","title":{"rendered":"Apertura Madrid"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">Bereits zum 17. Mal er\u00f6ffnete das Galeriewochenende <em>Apertura Madrid<\/em> die kulturelle Saison in der spanischen Hauptstadt. Zu sehen sind die mannigfaltigen Ausstellungen noch bis Ende Oktober.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Sommer ist die Zeit f\u00fcr Urlaub und Erholung. Die warme Jahreszeit weckt Sehns\u00fcchte und Fernweh nach einem Platz an der Sonne. Dass diese Sehns\u00fcchte und deren touristische Umsetzungen durchaus \u00f6konomische und politische Dimensionen haben, beweist Irene de Andr\u00e9s, die 1986 auf den Balearen geboren wurde, mit ihrer mehrteiligen Installation &#8222;Por un lugar en el sol&#8220;, die in der Galerie Juan Sili\u00f3 in Madrid zu sehen ist. In einem Prozess der k\u00fcnstlerischen Forschung zeichnet sie Entwicklungen von spanischen Gegenden nach, in denen der Tourismus die Haupteinnahmequelle darstellt. Sie zeigt so den Prozess der Industrialisierung und Kommodifizierung des Urlaubs, auch f\u00fcr einfache Arbeiter. Die zwischen 2024 und 2026 entstandenen Arbeiten st\u00fctzen sich auf Archivmaterial sowie Werbe- und Dokumentarbilder. Das Werk ist unterteilt in mehrere Serien grafischer Arbeiten und zwei Videoinstallationen, die sich der vergangenen und gegenw\u00e4rtigen Inszenierungen dieser Urlaubsorte widmen. Die bekannten Plastikst\u00fchle, auf denen man sitzend die Videos sehen kann, wecken direkt Erinnerungen an eigene Urlaube in der Kindheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch die hei\u00dfesten Sommer finden ein Ende und in den St\u00e4dten beginnt der regul\u00e4re Alltag. Sp\u00e4testens im September erwacht auch das kulturelle Leben wieder. In der spanischen Hauptstadt markiert das Galeriewochenende <em>Apertura<\/em> den Beginn der Ausstellungssaison. Das Gallery Weekend gibt es schon seit 17 Jahren und 2026 ist es mit 60 teilnehmenden Galerien die bis jetzt gr\u00f6\u00dfte Ausgabe. Veranstaltet wird das Galeriewochenende von <em>Arte Madrid<\/em>, dem gemeinn\u00fctzigen Verband der Galerien f\u00fcr moderne und zeitgen\u00f6ssische Kunst. Er vereint die Galerien, die die Werke von mehr als 500 nationalen und internationalen K\u00fcnstlern vertreten. Gemeinsam pr\u00e4sentieren diese nun ihre neuen Ausstellungen und laden die \u00d6ffentlichkeit ein, K\u00fcnstler:innen aus unterschiedlichen Generationen, neue Projekte und Konzepte zu entdecken. Die tats\u00e4chlich n\u00fctzliche Arte Madrid-App lotst den interessierten Flaneur dabei durch die Stra\u00dfen der Metropole, denn in Madrid gibt es mehrere Viertel, in denen sich Galerien h\u00e4ufen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"751\" height=\"1024\" data-id=\"15654\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/elena-blasco-sin-titulo-2026-751x1024.jpg\" alt=\"Elena Blasco, Sin t\u00edtulo, 2026\" class=\"wp-image-15654\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/elena-blasco-sin-titulo-2026-751x1024.jpg 751w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/elena-blasco-sin-titulo-2026-220x300.jpg 220w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/elena-blasco-sin-titulo-2026-768x1047.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/elena-blasco-sin-titulo-2026-1126x1536.jpg 1126w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/elena-blasco-sin-titulo-2026-1502x2048.jpg 1502w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/elena-blasco-sin-titulo-2026-scaled.jpg 1877w\" sizes=\"(max-width: 751px) 100vw, 751px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"825\" height=\"1024\" data-id=\"15669\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/JuanCastillo_Ni-nombres-2019-edited-825x1024.jpg\" alt=\"Juan Castillo, Ni nombres, 2019\" class=\"wp-image-15669\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/JuanCastillo_Ni-nombres-2019-edited-825x1024.jpg 825w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/JuanCastillo_Ni-nombres-2019-edited-242x300.jpg 242w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/JuanCastillo_Ni-nombres-2019-edited-768x953.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/JuanCastillo_Ni-nombres-2019-edited-1238x1536.jpg 1238w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/JuanCastillo_Ni-nombres-2019-edited.jpg 1321w\" sizes=\"(max-width: 825px) 100vw, 825px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Elena Blasco, Sin t\u00edtulo, 2026. Zeichnung \/ Mischtechnik, \u00d6lstift und Collage. <strong>Right<\/strong>: Juan Castillo, Ni Nombres, 2029.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Formale Freiheit und transgenerationaler Dialog<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein solcher Cluster ist gleich hinter dem Museo Reina Sof\u00eda im multikulturellen und historischen Viertel Lavapi\u00e9s zu finden, wo sich an der Calle del Doctor Fourquet mehrere Galerien aneinanderreihen. Nur ein paar H\u00e4user neben der Juan Sili\u00f3 Galeria, in der Irene de Andr\u00e9s den Sommer seziert, befindet sich der Espacio Minimo. Hier zeigt Elena Blasco, die 1950 in Madrid geboren ist, ihre bunten Bildwelten und R\u00e4ume, bei denen Hoch- und Popul\u00e4rkultur durch eine bewusst ironische, fast kindliche Sichtweise miteinander verschmelzen. Unter dem Titel \u201eMix. La donna \u00e8 mobile\u201c wird eine Auswahl von Installationen aus der fr\u00fchen Schaffensphase der K\u00fcnstlerin sowie neuere Werke gezeigt, die die Galerie in eine Art Showroom verwandeln, der wie ein abstrakter Hybrid zwischen h\u00e4uslicher Sph\u00e4re und dem Atelier einer K\u00fcnstlerin changiert. Die Inszenierung offenbart eine best\u00e4ndige \u00c4sthetik und ein beeindruckendes \u0152uvre, das sich durch formale Freiheit auszeichnet und eine breite Palette an Techniken und Texturen aufweist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl der Fokus bei diesem Gallery-Weekend auf zeitgen\u00f6ssischer Kunst liegt, werden auch Positionen pr\u00e4sentiert, die schon einen Platz in der Kunstgeschichte gefunden haben. Direkt an der R\u00fcckseite des Museo Reina Sof\u00eda liegt die Galerie Maisterra, die sich als Plattform zur F\u00f6rderung spanischer Kunst sieht und einen Schwerpunkt auf den Dialog zwischen den Generationen legt. Maisterra zeigt imposante abstrakte Bilder des spanischen Malers Miguel \u00c1ngel Campano, der 2018 verstorben ist. Seine Malerei vermengt den Stil unterschiedlicher historischer Avantgarden, er nutzt Abstraktion wie Figuration. Er wurde 1996 mit dem &#8222;Premio Nacional de Artes Pl\u00e1sticas&#8220; ausgezeichnet und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Erneuerung der spanischen Malerei in den 80er Jahren. Die Ausstellung wirkt fast wie eine kleine Retrospektive, es werden Bilder aus den sp\u00e4ten 1970er-Jahren gezeigt, das neueste ist aus dem Jahr 2006. Obwohl sich der Maler den Logiken eines einzigen Stils, den Regeln des Marktes und der Vermarktung verweigerte, erkennt man doch eine konzeptuelle Konsequenz, die alle Bilder miteinander verbindet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trotzige Zuversicht zwischen Autowerkst\u00e4tten und Handwerksbetrieben<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem man das innerst\u00e4dtische Viertel Lavapi\u00e9s erkundet hat, lockt eine Gegend, die noch nicht vollst\u00e4ndig gentrifiziert ist. In Carabanchel finden sich zwischen Autowerkst\u00e4tten und Handwerksbetrieben eine Reihe von Galerien und Ateliers, die industrielle Hallen neu nutzen und so die Ver\u00e4nderung des Bezirks zu einem K\u00fcnstlerviertel und Szene-Barrio vorantreiben. VETA geh\u00f6rt mit ihren 1.200 Quadratmetern in einer postindustriellen Halle zu den spektakul\u00e4rsten und bekanntesten Galerien des Viertels. Aktuell werden dort gro\u00dfformatige Bilder von Abraham Lacalle gezeigt, der 1962 in Almer\u00eda geboren wurde. Er ist f\u00fcr seinen lebendigen, ausdrucksstarken Umgang mit Farbe und seine komplexen figurativen Landschaften bekannt. Unter dem Titel &#8222;Frontera&#8220; sind aktuell dicht komponierte Dschungelbilder zu sehen, bei denen die Grenzen zwischen naturalistischer Repr\u00e4sentation und Surrealit\u00e4t, Erinnerung und Fiktion geradezu fiebrig verschwimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein paar Gehminuten entfernt, dominiert Schwarz den ebenfalls beeindruckenden Ausstellungsraum. Hier zeigt die Galerie Sabrina Amrani eine imposante Ausstellung des 1977 in Antananarivo, Madagaskar geborenen K\u00fcnstlers Jo\u00ebl Andrianomearisoa. &#8222;I Have No Regret For The Past And This Is Not The End Of The World&#8220; ist traurig und lakonisch, humorvoll, poetisch und apathisch zugleich. Die Ausstellung vereint eine Auswahl von Werken, die zwischen 1996 und 2026 entstanden sind, und zeichnet drei\u00dfig Jahre des k\u00fcnstlerischen Schaffens nach. Der K\u00fcnstler nutzt unterschiedliche Ausdrucksmittel, Sprache und Zeichnung, Papier und Textil, skulpturale Objekte und architektonische Eingriffe. Dabei konstruiert er eine emotionale Landschaft, in der er pers\u00f6nliche Erfahrungen offenbart und so nachvollziehbar macht. Die Ausstellung wirkt melancholisch ohne nostalgisch zu sein, der K\u00fcnstler schafft es, intime Traumata in kollektiv erfahrbare Gef\u00fchle zu \u00fcbersetzen und generiert so eine Spannung der trotzigen Zuversicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" data-id=\"15660\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ago_n.Perros-y-chacales_2025_Porcelan-a-madera-y-cemento_145x140x413cm-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-15660\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ago_n.Perros-y-chacales_2025_Porcelan-a-madera-y-cemento_145x140x413cm-1024x1024.png 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ago_n.Perros-y-chacales_2025_Porcelan-a-madera-y-cemento_145x140x413cm-300x300.png 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ago_n.Perros-y-chacales_2025_Porcelan-a-madera-y-cemento_145x140x413cm-150x150.png 150w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ago_n.Perros-y-chacales_2025_Porcelan-a-madera-y-cemento_145x140x413cm-768x768.png 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ago_n.Perros-y-chacales_2025_Porcelan-a-madera-y-cemento_145x140x413cm-100x100.png 100w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ago_n.Perros-y-chacales_2025_Porcelan-a-madera-y-cemento_145x140x413cm-120x120.png 120w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Ago_n.Perros-y-chacales_2025_Porcelan-a-madera-y-cemento_145x140x413cm.png 1254w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"864\" height=\"1024\" data-id=\"15659\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/04_Opera-Gallery-Madrid_Anselm-Reyle_Photo-by-Enrique-Palacio-864x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15659\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/04_Opera-Gallery-Madrid_Anselm-Reyle_Photo-by-Enrique-Palacio-864x1024.jpg 864w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/04_Opera-Gallery-Madrid_Anselm-Reyle_Photo-by-Enrique-Palacio-253x300.jpg 253w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/04_Opera-Gallery-Madrid_Anselm-Reyle_Photo-by-Enrique-Palacio-768x911.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/04_Opera-Gallery-Madrid_Anselm-Reyle_Photo-by-Enrique-Palacio-1295x1536.jpg 1295w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/04_Opera-Gallery-Madrid_Anselm-Reyle_Photo-by-Enrique-Palacio.jpg 1437w\" sizes=\"(max-width: 864px) 100vw, 864px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Sandra Val, Perros y chacales, 2025. Porzellan, Holz und Zement. <strong>Right<\/strong>: Anselm Reyle, Ohne Titel, 2025.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Peripherie und Zentrum<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um die Verbindung von Pers\u00f6nlichem und Allgemeinen geht es auch bei Juan Castillo, der in der Galerie Memoria in Carabanchel ausstellt. Juan Castillo (Antofagasta in Chile, 1952 \u2013 Stockholm, 2025) entwickelte ein k\u00fcnstlerisches Schaffen, das sich \u00fcber mehr als vierzig Jahre erstreckte und sich einer grundlegenden Frage widmete: In welcher Beziehung stehen Menschen zu den Orten, in denen sie leben, und zu den Bildern, die diese Orte repr\u00e4sentieren. Zu sehen sind Zeichnungen, die Portraits, schematische Karten und Linien verbinden sowie poetische Schriftz\u00fcge. &#8222;Tu rostro es el paisaje&#8220; deutet bereits im Titel auf eine Beziehung zwischen dem K\u00f6rper und dem Gel\u00e4nde hin, die komplex ist, wie einer der Aphorismen illustriert: &#8222;Keine Karte kann deinem Gesicht gerecht werden.&#8220; Die Galerie Memoria betreibt in Madrid zwei Standorte. Neben der Halle in Carabanchel gibt es auch einen Raum im Zentrum der Stadt. Hier ist das Projekt &#8222;Ver\u00e1s&#8220; zu sehen. Es ist das Ergebnis einer Idee, die der Poet Ra\u00fal Zurita seit \u00fcber zwei Jahrzehnten gehegt hatte. Er wollte ein Gedicht mit Licht auf die Klippen im Norden Chiles schreiben. Memoria zeigt nun die Dokumentation dieser ephemeren Intervention. Bilder einer Schrift, die nur wenige Stunden auf einem Felsen existierte, bevor sie mit Anbruch des Tages verschwand.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bleiben im Zentrum der Stadt und k\u00f6nnen bei Espacio Valverde die verspielten und modularen Skulpturen und Installationen von Sandra Val erkunden. Unter dem Titel &#8222;Juguemos al gato en un toro&#8220; zeigt die im Jahr 1979 in Tarragona in Katalonien geborene K\u00fcnstlerin Objekte, die wie Spielfiguren aus einer anderen Zeit wirken. Scheinbar entweder aus einer l\u00e4ngst vergangenen Epoche oder aus der fernen Zukunft kommend, haben wir keine Anleitung f\u00fcr die Spiele, die wir mit diesen Figuren spielen sollen. Sie sind Verweise auf Systeme, die sich uns nicht erschlie\u00dfen wollen. Es ist ein neues Kapitel in der fortlaufenden Auseinandersetzung der K\u00fcnstlerin mit symbolischen Ordnungen, durch die Kulturen im Laufe der Geschichte Raum, Zeit und Wissen strukturiert und Bedeutung konstruiert haben. In den eleganten R\u00e4umen des Espacio Valverde in einer Altbauwohnung werden diese Objekte zu formsch\u00f6nen Artefakten unserer fremder Logiken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" data-id=\"15662\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Retrato-de-La-Chola-Poblete.-Fotografia-por-Tomas-Wurschmidt.-Cortesia-de-la-artista-y-Travesia-Cuatro-683x1024.jpg\" alt=\"Portrait of La Chola Poblete\" class=\"wp-image-15662\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Retrato-de-La-Chola-Poblete.-Fotografia-por-Tomas-Wurschmidt.-Cortesia-de-la-artista-y-Travesia-Cuatro-683x1024.jpg 683w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Retrato-de-La-Chola-Poblete.-Fotografia-por-Tomas-Wurschmidt.-Cortesia-de-la-artista-y-Travesia-Cuatro-200x300.jpg 200w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Retrato-de-La-Chola-Poblete.-Fotografia-por-Tomas-Wurschmidt.-Cortesia-de-la-artista-y-Travesia-Cuatro-768x1152.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Retrato-de-La-Chola-Poblete.-Fotografia-por-Tomas-Wurschmidt.-Cortesia-de-la-artista-y-Travesia-Cuatro-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Retrato-de-La-Chola-Poblete.-Fotografia-por-Tomas-Wurschmidt.-Cortesia-de-la-artista-y-Travesia-Cuatro-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/Retrato-de-La-Chola-Poblete.-Fotografia-por-Tomas-Wurschmidt.-Cortesia-de-la-artista-y-Travesia-Cuatro-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"758\" height=\"1024\" data-id=\"15663\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/II_2021_Self-Portrait_Self-as-Georges-Henein-1-758x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15663\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/II_2021_Self-Portrait_Self-as-Georges-Henein-1-758x1024.jpg 758w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/II_2021_Self-Portrait_Self-as-Georges-Henein-1-222x300.jpg 222w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/II_2021_Self-Portrait_Self-as-Georges-Henein-1-768x1038.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/II_2021_Self-Portrait_Self-as-Georges-Henein-1-1137x1536.jpg 1137w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/II_2021_Self-Portrait_Self-as-Georges-Henein-1-1516x2048.jpg 1516w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/II_2021_Self-Portrait_Self-as-Georges-Henein-1.jpg 1836w\" sizes=\"(max-width: 758px) 100vw, 758px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Portr\u00e4t La Chola Poblete. Foto: Tomas Wurschmidt. <strong>Right<\/strong>: Imam Issa, Selbstportr\u00e4t als Georges Henein, 2021.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neon, Barock und Poesie<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andere, funkelnde Artefakte kann man in der Dependance der weltweit agierenden Opera Gallery in Madrid bestaunen. Indem er gleicherma\u00dfen aus dem Erbe der Abstraktion, der Pop-Art und der Bildsprache der Konsumkultur sch\u00f6pft, hat Anselm Reyle ein Werk entwickelt, das vertraute Materialien in Arbeiten von visueller und konzeptueller Komplexit\u00e4t verwandelt. Unter dem Titel &#8222;Tequila Sunrise&#8220; werden Arbeiten aus unterschiedlichen Werkgruppen gezeigt. Keramik und Chrome, Neon, Folien und andere expressive Farben, Reyle kombiniert experimentierfreudig unterschiedliche Materialien und hinterfragt so die Konventionen von Abstraktion und \u00c4sthetik. Im Kontext der exklusiven Opera Gallery funktionieren seine Arbeiten einwandfrei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine eigene Logik und Symbolik haben auch die farbintensiven Bilder von La Chola Poblete, 1989 in Argentinien geboren, in der Galerie Travesia Cuatro im Stadtteil Justicia im Zentrum der Stadt. Auch hier ist der Titel der Ausstellung Programm: &#8222;Marr\u00f3n Barroco&#8220; bezieht sich einerseits auf die Hautfarben und Gesichtsz\u00fcge der indigenen V\u00f6lker, Bauern und Migranten in S\u00fcdamerika und andererseits auf den in der Kunstgeschichte verwurzelten Stil, der per Definition die \u00dcbertreibung als eines seiner Hauptmerkmale festlegt. Die gezeigten Arbeiten sind tats\u00e4chlich dramatisch, kontrastreich und mit Symbolik aufgeladen und spielen dabei mit Stereotypen und Exotisierung. Die Ausstellung bietet einen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber das Werk von La Chola Poblete, das von ihren Aquarellen \u00fcber Dokumentationen ihrer Performances bis hin zu unkonventionellen Materialien wie &#8222;Brotskulpturen&#8220; reicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Dependance der Galerie Carlier\/Gebauer in Madrid scheinen Skulpturen f\u00f6rmlich im Raum zu schweben. Nur an d\u00fcnnen Dr\u00e4hten befestigt ist eine Auswahl abstrahierter Tiermasken in den Raum gespannt, wobei die H\u00f6rner und Ohren nur vage Andeutungen bleiben. In gedeckten Farben und mit scheinbar perfekten Oberfl\u00e4chen wirken die Masken wie Relikte fremder Riten. Neben den Skulpturen sind auch Texte in unterschiedlichen Formen im Raum platziert. Die 1979 in Kairo geborene multidisziplin\u00e4re K\u00fcnstlerin Iman Issa bedient sich einer Vielzahl von Formen und Strategien, um die politischen und pers\u00f6nlichen Zusammenh\u00e4nge von Geschichte, Sprache und Objekt zu untersuchen. Das Ergebnis ist eine vieldeutige, poetische Inszenierung, bei der sich die architektonischen Grenzen des Ausstellungsraumes fast aufzul\u00f6sen scheinen. Aber sobald man den beruhigenden und k\u00fchlen Ausstellungsraum verl\u00e4sst, wird man wieder von der warmen und hektischen Realit\u00e4t der Gro\u00dfstadt geschluckt.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.artemadrid.com\/en\/apertura\/\">Apertura Madrid Gallery Weekend<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/irenedeandres.com\/\">Irene de Andr\u00e9s<\/a><br><a href=\"https:\/\/juansilio.com\/\">Juan Sili\u00f3 &#8211; Galer\u00eda de Arte Contempor\u00e1neo<\/a><br><a href=\"https:\/\/espaciominimo.es\/\">Espacio M\u00ednimo &#8211; Galer\u00eda de Arte Contempor\u00e1neo &#8230;<\/a><br><a href=\"https:\/\/elenablasco.com\/\">Elena Blasco<\/a><br><a href=\"https:\/\/maisterra.com\/\">maisterra.com<br><\/a><a href=\"https:\/\/vetagaleria.com\/\">Veta Galeria<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.sabrinaamrani.com\/\">Sabrina Amrani Gallery<\/a><br><a href=\"https:\/\/studiojoelandrianomearisoa.com\/\">Studio Jo\u00ebl Andrianomearisoa<\/a><br><a href=\"https:\/\/galeriamemoria.com\/es\/\">Memoria<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.repositoriojuancastillo.com\/juan-castillo-en\/\">Repositorio Juan Castillo<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.espaciovalverde.com\/\">Espacio Valverde \u2014 Galer\u00eda de arte contempor\u00e1neo en Madrid<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.sandraval.art\/en\">Sandra Val<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.operagallery.com\/contact\/madrid\">Opera Gallery Madrid<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.anselmreyle.com\/\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.anselmreyle.com\/\">Anselm Reyle<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/la.chola.poblete\/?hl=de\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/la.chola.poblete\/?hl=de\">La Chola Poblete<\/a><br><a href=\"https:\/\/travesiacuatro.com\/\">Art Gallery \u2014 Traves\u00eda Cuatro<\/a><br><a href=\"https:\/\/www.carliergebauer.com\/\">carlier | gebauer<\/a><br><a href=\"http:\/\/imanissa.com\/\">Iman Issa<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits zum 17. 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