{"id":2235,"date":"2023-02-09T23:36:01","date_gmt":"2023-02-09T21:36:01","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=1482"},"modified":"2026-08-14T22:00:02","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:02","slug":"was-ich-hier-schon-immer-und-von-anfang-an-mache-ist-fotografieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2023\/02\/09\/was-ich-hier-schon-immer-und-von-anfang-an-mache-ist-fotografieren\/","title":{"rendered":"&#8222;Was ich hier schon immer und von Anfang an mache, ist Fotografieren!&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">Anne Schwalbe in Werben an der Elbe.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die in Berlin geborene K\u00fcnstlerin Anne Schwalbe f\u00e4hrt seit 20 Jahren nach Werben und fotografiert Landschaften, die Elbe, die sie umgebende Natur, G\u00e4rten. Vor einigen Jahren kaufte sie sich in der kleinsten Hansestadt an der Elbe ein etwa 200 Jahre altes Pfarrwitwenhaus, das sie saniert und von dem aus sich allem voran ihre Bildfindungen vollziehen. Wie sich ihr Leben im Pendeln zwischen Berlin und Werben gestaltet und welche Unterschiede und Vorteile sie f\u00fcr sich und ihre Arbeit auf dem Land sieht, erz\u00e4hlte sie bei einem Besuch in Werben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"725\" height=\"1024\" data-id=\"884\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-725x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-884\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-725x1024.jpg 725w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-212x300.jpg 212w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-768x1085.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-1087x1536.jpg 1087w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau.jpg 1241w\" sizes=\"(max-width: 725px) 100vw, 725px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"725\" height=\"1024\" data-id=\"884\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-725x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-884\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-725x1024.jpg 725w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-212x300.jpg 212w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-768x1085.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-1087x1536.jpg 1087w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau.jpg 1241w\" sizes=\"(max-width: 725px) 100vw, 725px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"725\" height=\"1024\" data-id=\"884\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-725x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-884\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-725x1024.jpg 725w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-212x300.jpg 212w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-768x1085.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau-1087x1536.jpg 1087w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/vg-bildkunst-grau.jpg 1241w\" sizes=\"(max-width: 725px) 100vw, 725px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Anne Schwalbe, Elbe (rosa), 2004\/2015, \u00a9 Anne Schwalbe. <strong>Middle<\/strong>: Anne Schwalbe, Silberblatt, 2018, \u00a9 Anne Schwalbe. <strong>Right<\/strong>: Anne Schwalbe, Kies, 2004, \u00a9 Anne Schwalbe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Saure Gurken und Zanderbacken: Der Weg nach Werben<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anne Schwalbes Weg zur Fotografie ist eng verbunden mit dem Ort Werben. Durch eine Klassenfahrt im Juni 2003 im Kontext ihres nur kurz zuvor aufgenommenen Studiums der Fotografie bei Werner Mahler an der Berliner Fotoschule &#8222;fas \u2013 Fotografie am Schiffbauerdamm&#8220; entdeckte die K\u00fcnstlerin die Hansestadt Werben im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, und zwar durch die Initiative ihres Lehrers Mahler: Eine Woche lang durften seine Studierenden in dem Haus des befreundeten Restaurators Bernd Dombrowski leben und den Ort an der Elbe fotografisch erkunden. Diese Reise war aufgrund der Landschaft und der Atmosph\u00e4re des Ortes ein Initialmoment f\u00fcr Anne Schwalbe und einige ihrer Kommiliton:innen, die bereits im Winter sowie im Folgejahr mehrmals nach Werben zur\u00fcckkehrten, um dort ein Fotografie-Projekt umzusetzen, das im Sommer 2004 in eine Ausstellung in der Salzkirche und im Stadtgebiet mit einhergehender Publikation m\u00fcndete. Manche fotografierten Menschen in ihrem Alltag, machten Portr\u00e4ts im Schwimmbad. Anne Schwalbe hatte bereits da schon Landschaften fotografiert. So etwa einen Kiesberg im Winternebel nach der Erneuerung des Deiches im Zuge des Hochwasser-Sommers an der Elbe 2002. Oder die Texturen damals noch leerstehender H\u00e4user, in denen sie Schichten jahrzehntealter Tapeten aufnahm \u2013 schon lange sind diese H\u00e4user nun verkauft oder saniert. Schwalbe, die 1974 in Berlin geboren wurde, lernte 1999 zu fotografieren und machte in dieser Zeit Bilder mit einer analogen Kleinbildkamera auf Schwarz-Wei\u00df-Film. Zu Beginn ihrer Zeit an der Fotoschule kaufte sie sich die zwei\u00e4ugige analoge Mittelformatkamera &#8222;Yashica Mat 124-G&#8220;, mit der sie heute noch auf Farbfilm fotografiert und die sie seither begleitet. Schwalbes Studien f\u00fchrten sie \u00fcber die &#8222;fas&#8220; an die Berliner &#8222;Ostkreuzschule f\u00fcr Fotografie&#8220;, und neben Ute Mahler und Werner Mahler z\u00e4hlte auch Arno Fischer zu ihren Lehrer:innen. W\u00e4hrend dieser Zeit brachten die mehrfachen Aufenthalte in der kleinsten Hansestadt an der Elbe ein intensives Kennenlernen des Ortes, seiner Landschaft und Menschen mit sich. Es ist dieses Gef\u00fcge, das sich mit Schwalbes Begeisterung f\u00fcr die Natur in und um Werben herum verbindet und das sie dazu bewegt (hat), wiederzukommen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"177\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-a_OnArt_Werben14323-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-177\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-a_OnArt_Werben14323-768x1025.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-a_OnArt_Werben14323-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-a_OnArt_Werben14323-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-a_OnArt_Werben14323.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"178\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-b_OnArt_Werben14325-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-178\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-b_OnArt_Werben14325-768x1025.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-b_OnArt_Werben14325-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-b_OnArt_Werben14325-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-b_OnArt_Werben14325.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"179\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-c_OnArt_Werben14324-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-179\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-c_OnArt_Werben14324-768x1025.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-c_OnArt_Werben14324-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-c_OnArt_Werben14324-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/A-Reihe-c_OnArt_Werben14324.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Alle Fotos: Stephan Lucius Lemke<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lehm in die H\u00e4nde nehmen \u2013 ein Haus nahe der Elbe (er-)finden<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fr\u00fch aufzustehen und noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck mit dem Fahrrad loszufahren, durch Felder, \u00fcber den Deich, entlang solit\u00e4r stehender B\u00e4ume \u2013 um zu sehen, zu finden, um auf das Wasser des Flusses zu schauen und auf die weiten Wiesen: Das fing in Werben an und ist noch heute Teil von Anne Schwalbes fotografischer Bildfindung. Bei einer ihrer Fahrten mit dem Rad, die sie unternahm, als sie 2012 aus Faszination f\u00fcr den Ort ein Stipendium der VG Bild-Kunst f\u00fcr einen Forschungsaufenthalt in Werben beantragt und erhalten hatte, entdeckte sie das Haus, das sie 2014 kaufte und in dem wir Ende Januar 2023 sitzen und miteinander sprechen. Dabei sagt Anne Schwalbe, dass sich ganz klar mit dem Ort ihr Interesse f\u00fcr das Haus und f\u00fcr das permanentere Dasein in Werben entwickele: &#8222;Ich habe das Haus gekauft ohne einen Plan, ich wusste einfach: Ich will hierhin.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schwalbe hat im Verlauf der Zeit umf\u00e4nglich Kontakte zu den Menschen im Ort aufgebaut, deren Freundlichkeit und Vielfalt sie sch\u00e4tzt. &#8222;Hier kommen sehr viele verschiedene Menschen und Ideen zusammen und dadurch passiert viel&#8220;, so die K\u00fcnstlerin. \u00dcber die Arbeit am eigenen fotografischen Werk erhielten f\u00fcr sie das Miteinanderarbeiten und der Austausch von F\u00e4higkeiten Bedeutung: Arbeitseins\u00e4tze im Zusammenhang von Hausinstandsetzungen brachten so zum Beispiel bis dahin weniger ausge\u00fcbte T\u00e4tigkeiten mit sich, wie Steine zu putzen und zu mauern. Auch in ihrem eigenen Haus, einem etwa 200 Jahre alten Pfarrwitwenhaus, das an der ehemaligen Stadtgrenze liegt, vollziehen sich ihre Tagesabl\u00e4ufe differenziert zu jenen in der Metropole Berlin, bringt die Substanz des Geb\u00e4udes Praktiken mit sich, die existenzielle Bedingungen von Menschsein, Wohnen und die Rhythmen der Natur in den Fokus r\u00fccken. Nach dem Aufstehen Holz zu hacken, ein Feuer im Ofen zu machen, damit W\u00e4rme an kalten Tagen zu erzeugen oder aber auch Wasser zu erhitzen \u2013 das sind Handlungen, die f\u00fcr viele kaum je Teil ihres Bewusstseins (geworden) sind. &#8222;Ich bin froh, diesen Prozess kennengelernt zu haben&#8220;,sagt Anne Schwalbe, w\u00e4hrend sie inmitten unseres Wortwechsels aufsteht, um ein neues Holzscheit im Ofen aufzulegen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"192\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/B-Reihe-a_OnArt_Werben14285-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-192\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/B-Reihe-a_OnArt_Werben14285-768x1025.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/B-Reihe-a_OnArt_Werben14285-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/B-Reihe-a_OnArt_Werben14285-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/B-Reihe-a_OnArt_Werben14285.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"14573\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2_b-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14573\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"14564\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/2_d-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14564\"\/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Alle Fotos: Stephan Lucius Lemke<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fotografische Bedingungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Fotografieren und das Leben in Werben haben sich parallel entwickelt, sagt Schwalbe. Umgeben von Negativen und Bildern ist sie aber nur in ihrer kleinen Atelier-Wohnung auf der Berliner Ackerstra\u00dfe. &#8222;Dass ich zwischen Berlin und Werben pendele und ich immer noch mehr in Berlin bin, h\u00e4ngt auch damit zusammen, dass mein Haus in Werben noch nicht saniert ist: In der aktuellen Situation ist die Luftfeuchtigkeit f\u00fcr meine Fotografien, Negative und B\u00fccher einfach zu hoch.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie in Werben ist eine soziale Infrastruktur mit kurzen Wegen und zwischenmenschlichem Austausch in ihrem Berliner Leben f\u00fcr sie von besonderem Wert. So f\u00fchrt auf der Ackerstra\u00dfe gleich nebenan ein Tischler seine Werkstatt, den sie schon lange kennt, der f\u00fcr ihre Bilder Rahmen anfertigt und in dessen Werkstattr\u00e4umen sie bereits einige Projekte verwirklicht hat. Im Berliner Umfeld erhalten die in Werben aufgenommenen und ausformulierten Fotografien ihre materiale Substanz, gehen in Zirkulation. Es sind vor allem die M\u00f6glichkeiten der Produktion und Archivierung von Bildern, die Schwalbe noch an die urbanen Strukturen beziehungsweise an ihr Atelier in Berlin binden. Sie ist zudem Mitglied in einer Laborgemeinschaft in Berlin-Neuk\u00f6lln: Dort im Fachlabor vergr\u00f6\u00dfert sie ihre Bilder, fertigt Handabz\u00fcge ihrer Editionen und setzt ebenfalls die gr\u00f6\u00dferen Prints ihrer Fotografien selbst um.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausgestellt hat die K\u00fcnstlerin ihre Bilder seit dem Kauf ihres Hauses auch in Werben: 2015 in der Salzkirche und im \u00f6ffentlichen Raum, 2019 in einem Ausstellungsraum, in dem sie neben ihren Fotografien gefundene Werkzeuge mit selbst geschnitzten Stielen zeigte. &#8222;Ich versuche, mit der Sanierung des Hauses schneller voranzukommen, um diese Prozesse insgesamt hier umsetzen zu k\u00f6nnen.&#8220; Um das Voranschreiten der Haussanierung wirtschaftlich zu st\u00fctzen, verkauft Schwalbe regelm\u00e4\u00dfig Editionen oder Publikationen, deren Erl\u00f6se ihrem Haus zuflie\u00dfen: so ihr handgemachtes Buch <em>There is a white horse in my garden<\/em>, das in fotografischen Bildern von dem Beginn ihrer Zeit mit diesem Haus erz\u00e4hlt, oder die Ansicht eines Silberblattes, die konkret dem Giebelbau des Hauses zugute kommt. Zutr\u00e4glich ist ihr der von ihr vor einigen Jahren eingerichtete Online-Shop, \u00fcber den sie ihre fotografischen Bilder als Handabz\u00fcge und in verschiedenen Druckerzeugnissen anbietet. Er er\u00f6ffnet ihr zugleich auch die Perspektive, nach abgeschlossener Sanierung des Hauses ortsunabh\u00e4ngig agieren zu k\u00f6nnen, das bedeutet, ihr Atelier und die f\u00fcr fotografische Bilder notwendigen Arbeitsmaterialien in ihr Haus unter dann geschaffenen, ad\u00e4quaten klimatischen Voraussetzungen umzusiedeln. Denn: &#8222;Wenn ich mich f\u00fcr einen Ort entscheiden m\u00fcsste&#8220;, erg\u00e4nzt Schwalbe, &#8222;w\u00fcrde ich sofort hierher gehen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"195\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-a_OnArt_Werben14334-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-195\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-a_OnArt_Werben14334-768x1025.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-a_OnArt_Werben14334-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-a_OnArt_Werben14334-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-a_OnArt_Werben14334.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"196\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-b_OnArt_Werben14355-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-196\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-b_OnArt_Werben14355-768x1025.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-b_OnArt_Werben14355-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-b_OnArt_Werben14355-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-b_OnArt_Werben14355.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"197\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-c_OnArt_Werben14346-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-197\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-c_OnArt_Werben14346-768x1025.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-c_OnArt_Werben14346-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-c_OnArt_Werben14346-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/C-Reihe-c_OnArt_Werben14346.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Alle Fotos: Stephan Lucius Lemke<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Besonderheit dessen, was zu sehen und zu teilen ist<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Blick f\u00e4llt aus dem schmalen K\u00fcchenfenster auf einen gro\u00dfen Baum hinter dem Haus, in dem eine Schar Meisen tanzt. Die ersten Knospen werden gr\u00fcn, die V\u00f6gel singen. &#8222;F\u00fcr meine Arbeit sind die Natur, die G\u00e4rten und ihre jahreszeitliche Ver\u00e4nderung total wichtig&#8220;, sagt Schwalbe. &#8222;Hier entstehen Bilder, die so in Berlin nicht entstehen w\u00fcrden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn um die Hansestadt legt sich ein Ring aus vielf\u00e4ltigen G\u00e4rten, umschlossen von der Natur, ges\u00e4umt von den blauen Wellen der Elbe \u2013 die Schwalbe &#8222;durch einen guten Fehler&#8220;, wie sie sagt, im Farblabor vor einigen Jahren in Rosa h\u00fcllte und die sie seither (wie in ihrem Haus als Posterdruck) begleiten. Sie sind zu einem ihrer beliebtesten Bilder geworden. Das Orientieren an Hell und Dunkel, das hei\u00dft an den Lichtverh\u00e4ltnissen der Jahreszeiten und der damit einhergehenden Vegetation, flie\u00dft in Anne Schwalbes Bilder ein. Und auch \u00fcber G\u00e4rten und das G\u00e4rtnern zu sprechen ist zu einem Bestandteil von Schwalbes Leben geworden. In Reaktion auf ihr Werbener Umfeld hat die Fotografin ihre Garten-Kolumne <em>Die G\u00e4rten der anderen<\/em> f\u00fcr das ZEIT-Magazin entwickelt, in deren Rahmen sie unter anderem ein Blumenfeld mit Cosmeen, ein aus alten Fenstern gebautes Tomatengew\u00e4chshaus oder eine kunstvoll gewachsene Rosenkohlpflanze fotografierte und in Erz\u00e4hlungen aus Bildern und Texten gebracht hat. Durch ihre hautnahe Besch\u00e4ftigung mit G\u00e4rten und dem Bodenkontakt sieht sie mitunter auch den Vorteil, der sich aus einem Leben ausschlie\u00dflich in ihrem Haus in Werben erg\u00e4be. So k\u00f6nnte sie ihren eigenen Garten konstant und gezielter bewirtschaften. &#8222;Ich habe hier verstanden, was &#8218;Der Weg ist das Ziel&#8216; bedeutet. Ich bin sehr dankbar und froh, diesen Ort hier zu haben. Er gibt mir sehr viel in verschiedenster Hinsicht: Inspiration, Freude, Nahrung \u2026 und nat\u00fcrlich Bilder!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Portrait-gross_OnArt_Werben14310-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-176\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Portrait-gross_OnArt_Werben14310-768x1025.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Portrait-gross_OnArt_Werben14310-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Portrait-gross_OnArt_Werben14310-1151x1536.jpg 1151w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Portrait-gross_OnArt_Werben14310.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto: Stephan Lucius Lemke<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Informationen zur K\u00fcnstlerin:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K\u00fcnstlerin im Netz:<br><a href=\"http:\/\/www.anneschwalbe.de\">www.anneschwalbe.de<\/a><br><a href=\"https:\/\/anneschwalbe.shop\">https:\/\/anneschwalbe.shop<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausstellungen:<br>2. Februar bis 3. Mai 2023 im Diakonissenkrankenhaus Dresden<br>27. Mai bis 1. September 2023 in der &#8222;Wasserm\u00fchle Nebeltal&#8220; in Kuchelmi\u00df<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Beitr\u00e4ge aus der Reihe &#8222;Provinz oder Metropole&#8220;:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2023\/07\/06\/restare-in-movimento\/\">Restare in movimento<\/a>: Christiane L\u00f6hr lebt in einem Weiler in der n\u00f6rdlichen Toskana. Dass Christiane L\u00f6hr in Prato lebt, war meine feste \u00dcberzeugung, seit wir uns kennen. Prato, Gro\u00dfstadt im Nordwesten von Florenz, war fr\u00fcher eines der Zentren der italienischen Textilindustrie. Deren Reste werden heute von mehr als zwanzigtausend Exilchinesen, die hier nach Paris und Mailand die drittgr\u00f6\u00dfte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2023\/08\/13\/kuenstlerinnenkolonie-auf-zeit\/\">K\u00fcnstler:innenkolonie auf Zeit<\/a>: Zu Besuch im Mecklenburgischen K\u00fcnstlerhaus Schloss Pl\u00fcschow. Es war einige Jahre vor der Wende, als der K\u00fcnstler Udo Rathke das Gutshaus Schloss Pl\u00fcschow im gleichnamigen Ort in Mecklenburg entdeckte und bald darauf dort zu leben und zu arbeiten begann. Miro Zahra, die wie Rathke in den 1980er-Jahren an der Kunsthochschule Berlin-Wei\u00dfensee studierte, erfuhr von diesem\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2023\/10\/29\/ich-kann-nicht-in-grenzen-denken-sondern-in-moeglichkeiten\/\">&#8222;Ich kann nicht in Grenzen denken, sondern in M\u00f6glichkeiten&#8220;<\/a>: Zu Besuch bei Tilo Schulz in der Uckermark Es war im Jahr 2015, als der K\u00fcnstler Tilo Schulz und seine Frau Sarah Johann, die Taschendesignerin ist und ihr eigenes Label f\u00fchrt, erstmals von Berlin in das Dorf Sch\u00f6nermark in der Uckermark fuhren. Ein Freund von ihnen hatte dort gerade ein Haus gekauft, ein Bekannter, ein\u2026<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anne Schwalbe in Werben an der Elbe. Die in Berlin geborene K\u00fcnstlerin Anne Schwalbe f\u00e4hrt seit 20 Jahren nach Werben und fotografiert Landschaften, die Elbe, die sie umgebende Natur, G\u00e4rten. 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