{"id":2242,"date":"2023-03-24T11:20:13","date_gmt":"2023-03-24T09:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=1974"},"modified":"2026-08-14T22:00:02","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:02","slug":"erbauungskunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2023\/03\/24\/erbauungskunst\/","title":{"rendered":"Erbauungskunst"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">Refik Anadols &#8222;Machine Hallucinations&#8220; im Kunstpalast D\u00fcsseldorf.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Refik Anadol ist l\u00e4ngst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Seit er an verschiedenen t\u00fcrkischen und amerikanischen Hochschulen seine Ausbildung absolviert hat, die aus ihm statt eines bildenden K\u00fcnstlers genauso gut einen Designer h\u00e4tte machen k\u00f6nnen, ist er immer wieder an die \u00d6ffentlichkeit getreten. Bereits 2010 war er zum ersten Mal in Deutschland \u2013 damals noch als Teilnehmer einer Gruppenausstellung im Marta Herford, die sich unter dem vielsagenden Titel &#8222;Spagat&#8220; dem Ziel verschrieb, einen \u00dcberblick \u00fcber die &#8222;gerade entstehende und extrem aufregende, bisher total \u00fcbersehene und unbekannte Istanbuler Design-Szene&#8220; zu liefern. Ungef\u00e4hr ab der Mitte des vergangenen Jahrzehnts bewegte er sich zunehmend auf internationalem Parkett, nun nicht l\u00e4nger im Design-, sondern immer h\u00e4ufiger in anderen Zusammenh\u00e4ngen, wozu auch der Kunstbetrieb geh\u00f6rte. Nach und nach statt U also gelegentlich auch E, wobei sich U gerade in Deutschland 2017 noch einmal lautstark meldete, denn in diesem Jahr wurde Refik Anadol f\u00fcr seine Arbeit &#8222;Infinity Room&#8220; mit dem German Design Award geehrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies alles vor Augen, darf man sich zun\u00e4chst wundern, dass es \u00fcber die Ausstellung im D\u00fcsseldorfer Kunstpalast in der Tagespresse hie\u00df, sie sei die &#8222;vierte Station&#8220; des K\u00fcnstlers, nach den Shows in Davos (Weltwirtschaftsforum), Los Angeles (Grammy-Verleihung) und New York (Museum of Modern Art). Na klar, so ger\u00e4t D\u00fcsseldorf zwar in eine Reihe mit Orten von weltweitem Bekanntheitsgrad und der Kunstpalast in die N\u00e4he eines &#8222;early adopters&#8220;, aber falsch ist es dennoch. Es sei denn, man nimmt die &#8222;vierte Station&#8220; als eine Art von Mimikry, hinter der die \u00dcberraschung verschwinden kann, die \u2013 auch das ist klar \u2013 die Begegnung mit Refik Anadols Schaffen durchaus hervorrufen kann.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" data-id=\"276\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ao_23-110-29-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-276\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ao_23-110-29-683x1024.jpg 683w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ao_23-110-29-200x300.jpg 200w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ao_23-110-29-768x1151.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ao_23-110-29-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ao_23-110-29-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ao_23-110-29-scaled.jpg 1708w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"657\" data-id=\"277\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Refik-Anadol_Credit-Efsun-Erki-1024x657.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-277\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Refik-Anadol_Credit-Efsun-Erki-1024x657.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Refik-Anadol_Credit-Efsun-Erki-300x192.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Refik-Anadol_Credit-Efsun-Erki-768x492.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Refik-Anadol_Credit-Efsun-Erki-1536x985.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Refik-Anadol_Credit-Efsun-Erki-2048x1313.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" data-id=\"275\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Nature-Dreams-230307-rafik.ana_-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-275\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Nature-Dreams-230307-rafik.ana_-683x1024.jpg 683w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Nature-Dreams-230307-rafik.ana_-200x300.jpg 200w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Nature-Dreams-230307-rafik.ana_-768x1152.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Nature-Dreams-230307-rafik.ana_-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Nature-Dreams-230307-rafik.ana_-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Nature-Dreams-230307-rafik.ana_-scaled.jpg 1706w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Refik Anadol, Machine Hallucinations \u2013 Satellite Simulations: B, 2021. Foto: Anne Orthen. <strong>Middle<\/strong>: Portr\u00e4t Refik Anadol, Foto: Efsun Erkilic. <strong>Right<\/strong>: Refik Anadol, Nature Dreams &#8211; Generative Landscapes, Foto: Andreas Endermann.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Denn seine Sch\u00f6pfungen hinterlassen dort, wo sie gezeigt werden, garantiert einen ebenso starken wie positiven Eindruck. Warum das so ist und wie das funktioniert, wird verst\u00e4ndlich, wenn man den Hintergrund etwas genauer ausleuchtet, vor dem die Shows des K\u00fcnstlers stattfinden. Nehmen wir mal etwas ganz anderes, zum Beispiel die Vermeer-Ausstellung, die zurzeit alle Besucherrekorde bricht. Gewiss gibt es auch dort \u00dcberraschungen, aber innerhalb eines bekannten Framings: Es wird niemanden verbl\u00fcffen, dass es sich bei den Exponaten im Rijksmuseum um mit \u00d6lfarben hergestellte, gerahmte Tafelbilder handelt, die nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig gro\u00df sind und stilgeschichtlich der niederl\u00e4ndischen Malerei zugeordnet werden k\u00f6nnen. Bei Refik Anadol ist das anders. Die meisten kunstinteressierten Mitmenschen hatten noch nicht das Vergn\u00fcgen, eine seiner Arbeiten zu sehen, konnten allerdings irgendwo lesen, dass sie etwas mit KI zu tun haben. Aber wer wei\u00df schon, was KI ist? Und selbst wenn man das wei\u00df, ist keineswegs sichergestellt, dass der Kunstbetrieb f\u00fcr das, was Anadol uns zeigt, wenigstens eine begriffliche Schublade anbieten kann. Auch wenn seine Arbeiten bereits seit einigen Jahren in den Kunstmuseen dieser Welt gezeigt werden, bleibt es dabei, dass seine Popularit\u00e4t gar nicht so sehr mit diesem Inbegriff b\u00fcrgerlicher Kultur, sondern vielmehr mit dem verbunden ist, was wir gern als &#8222;Event&#8220; kategorisieren: einem fl\u00fcchtigen Ereignis also, zu dessen DNA die M\u00f6belmesse genauso wie die Modenschau, in jedem Fall aber die Bereitschaft, der Wille und die technische F\u00e4higkeit geh\u00f6ren, die Besucher zu \u00fcberw\u00e4ltigen. Und etwas absolut Neues anzubieten. Vergessen wollen wir auch nicht, dass wir uns bis vor Kurzem noch gar nicht sicher waren, ob Digitales \u00fcberhaupt Kunst sein kann. Dass das so ist, wissen wir mit Gewissheit erst, seit es Beeple, XCopy oder Pak dem Kunsthandel beigebracht haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Im B\u00e4llebad<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wenn man nun die Ausstellungsr\u00e4ume des Kunstpalasts betritt und tats\u00e4chlich Anadols &#8222;Machine Hallucinations&#8220; zu sehen bekommt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte die Annahme berechtigt sein, dass die Zahl der Ausstellungen, die digitale Kunstwerke zeigen, zunehmen wird, dann hei\u00dft dies auch, dass wir in den Museen und in anderen Ausstellungseinrichtungen h\u00e4ufiger dunkle Grotten betreten m\u00fcssen, um der selbstleuchtenden Bildfl\u00e4chen teilhaftig zu werden, auf denen sich ein Teil der Kunst in Zukunft abspielen wird. Die Tage der Alleinherrschaft heller Rationalit\u00e4t, des <em>white cube<\/em> also, wo Kunst auf sich selbst verweisen und ihre Autonomie betonen kann, indem sie ihre Umgebung in radikaler Weise reduziert, aber eben nicht im Dunkel verschwinden l\u00e4sst, die scheinen gez\u00e4hlt zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den R\u00e4umen des Kunstpalasts, in denen insgesamt drei Arbeiten Anadols gezeigt werden, f\u00e4llt zun\u00e4chst auf, dass das Publikum jede Zudringlichkeit vermissen l\u00e4sst und sich nicht um die Bilder schart, sondern Abstand h\u00e4lt. Es dr\u00e4ngt sich eingesch\u00fcchtert an die Wand, die der Projektionsfl\u00e4che gegen\u00fcberliegt. Deutlich sind immer wieder unwillk\u00fcrliche Laute der Verbl\u00fcffung und des Erstaunens zu h\u00f6ren. Und wenn man den Blicken Richtung Projektionsfl\u00e4che folgt und sich selbst ein St\u00fcckchen in Richtung Licht dreht, dann h\u00f6rt man schon nach kurzer Zeit das eigene &#8222;Booaahhh!&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem voraus geht eine kurze Phase kognitiver Orientierung. Bewegung, das ist klar, aber ohne vorhersehbare Determinierung, in alle Richtungen, fast wahllos, w\u00fcrden sich nicht doch immer wieder wellende und schwappende Formationen bilden, wobei die Formungen st\u00e4ndig die Farben wechseln. So sucht das Auge zun\u00e4chst einen Halt, irgendeinen festen Grund und beginnt, das Sichtbare zu analysieren: Das, was bewegt wird, sind Kugeln, die sich nach Regeln, die von einem Algorithmus vorgegeben werden, zu instabilen, gleich wieder zerfallenden Gebilden verbinden und w\u00e4hrenddessen die Farbe wechseln k\u00f6nnen. Das Ganze findet in einer Art Box statt, die auf eine ihrer Seitenfl\u00e4chen gestellt und zum Publikum hin offen ist. Dass es sich um ein kastenf\u00f6rmiges Gebilde handelt, in dem die Bewegung stattfindet, ist in gewisser Weise beruhigend, denn wenn eine der Wellen \u00fcber die Grenzen des Kastens hinausschwappt, verschwindet sie an der Schnittkante einfach im Nichts. Immerhin zeigt sich hierin eine Parallele zum vertrauten Tafelbild, dessen Bildfigur ja auch hin und wieder den Bildrand \u00fcberschneiden kann, ohne uns dar\u00fcber Aufkl\u00e4rung zu verschaffen, was jenseits dieser Demarkationslinie passiert. Zumindest in dieser Hinsicht ist Refik Anadol also ein Kind europ\u00e4ischer bildnerischer Traditionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die &#8222;Datenskulptur&#8220;, von der hier die Rede ist, tr\u00e4gt den Titel &#8222;Machine Hallucinations \u2013 Satellite Simulations: B&#8220; und entstand im Jahr 2021. Wir erfahren aus dem Pressetext, dass Anadol f\u00fcr diese Arbeit zwei Millionen Bilder verwendet hat, die von verschiedenen Weltraumteleskopen erfasst und anschlie\u00dfend mit &#8222;GAN-Algorithmen&#8220; weiterverarbeitet wurden. Gewiss ist die Frage, wie und wobei diese Informationen weiterhelfen k\u00f6nnten, m\u00fc\u00dfig, denn weitergehende Erkl\u00e4rungen w\u00fcrden wahrscheinlich den zumutbaren Rahmen sprengen. Auch an anderer Stelle wird auf Erkl\u00e4rungen verzichtet: Im Kunstpalast sieht man nicht nur, sondern h\u00f6rt auch etwas \u2013 einen Klang, orgelartig schwebend, mit geringer Modulation. Vielleicht wird er von den Algorithmen ohne viel Federlesens gleich miterzeugt, m\u00f6glich ist aber auch, dass sich ein menschliches Wesen an einen Synthesizer gesetzt hat, um die Begleitmusik zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Irritierend ist auch, dass oberfl\u00e4chliche Recherchen im Internet gen\u00fcgen, um auf weitere Datenskulpturen Anadols zu sto\u00dfen, die ebenfalls &#8222;Machine Hallucination&#8220; hei\u00dfen, aber offenbar auf einer anderen Datenbasis als die D\u00fcsseldorfer Halluzination entstanden sind. Johann K\u00f6nig zum Beispiel hat bereits im November 2021 in seiner Berliner Galerie eine Variante pr\u00e4sentiert, von der es hei\u00dft, dass ihr nicht Weltraumbilder, sondern Naturfotografien zugrunde l\u00e4gen. Was hier als Skulptur bezeichnet wird, scheint also eine Software zu sein, die, je nachdem, mit welcher Art von Bildmaterial sie &#8222;gef\u00fcttert&#8220; wird, verschiedene Arten von Output liefern kann. Eine weitere Variante zeigte Refik Anadol in M\u00fcnchen anl\u00e4sslich der DLD 22 (Digital Life Design) im Mai des vergangenen Jahres, und wenn man an dieser Stelle weiterrecherchiert, verst\u00e4rkt das die Mutma\u00dfung, dass Kunst f\u00fcr den &#8222;Data Artist&#8220; Refik Anadol eben doch nur ein Nebenkriegsschauplatz ist. Die anderen Schaupl\u00e4tze hat er beileibe nicht hinter sich gelassen \u2013 man trifft ihn \u00fcberall dort, wo es um das Thema Zukunft geht. Der Kunstbetrieb ist nur eine von mehreren M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viele dieser M\u00f6glichkeiten sind im Internet dokumentiert. Es ist also nicht nur im D\u00fcsseldorfer Kunstpalast erkennbar, wie die Rahmenbedingungen aussehen, die Anadols Arbeiten sich selbst schaffen. Anders als die Tafelbilder Vermeers, von denen hier anfangs die Rede war, aber auch anders als viele zeitgen\u00f6ssische Kunstwerke, vertragen sie keine anderen Kunstwerke neben sich. Sie werden also nicht in R\u00e4umlichkeiten ausgestellt, die den Betrachter vor eine Wahl stellen, was ihnen eine gewisse \u00dcbermacht verleiht. Daher k\u00f6nnen Anadols Werke auf die auf einer Entscheidung beruhende Mitwirkung des Betrachters verzichten; sie sind auf seine Bereitschaft, sich einzulassen und zu versenken, nicht unbedingt angewiesen. Stattdessen k\u00f6nnen sie darauf vertrauen, dass sie, solange sie konkurrenzlos gezeigt werden, die Kraft besitzen, das Publikum in ihren Bann zu schlagen und f\u00fcr begrenzte Zeit gefangen zu setzen. Das kann man guthei\u00dfen oder auch nicht, es ist aber klar, dass diese besondere Form der Pr\u00e4sentation Tendenzen zeigt, die auch auf Sakralr\u00e4ume zutreffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei allem, was man Anadols Datenskulpturen zugutehalten kann &#8211; es bleiben Vorbehalte in Anbetracht eines Auftritts, der seine Magie dem Versprechen &#8222;Hier werden Wunder Wirklichkeit!&#8220; verdankt. Die entsprechenden Laute der Verbl\u00fcffung beim umstehenden Publikum und die sich in Bruchteilen von Sekunden einstellende Bereitschaft, sich \u00fcberw\u00e4ltigen zu lassen, ergeben so etwas wie eine zeitgem\u00e4\u00dfe Erbauungskunst, die ihre N\u00e4he zum Event nicht unterschlagen kann. Trotzdem: Es macht Spa\u00df, sich Anadols Arbeiten anzuschauen. Dass der Kunstpalast seine Aufgabe, Anadols Arbeiten zu zeigen und zur Diskussion zu stellen wahrnimmt, und trotz der mit KI verbundenen Risiken auf die \u00fcbliche f\u00fcrsorgliche Begleitmusik verzichtet, ist ein besonderes Verdienst dieser Ausstellung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachtrag: Au\u00dfer &#8222;Machine Hallucinations&#8220; werden im Kunstpalast zwei weitere Datenskulpturen Refik Anadols gezeigt: Es sind &#8222;Nature Dreams &#8211; Generative Landscapes&#8220; und das Tryptichon &#8222;Forest Pigmentations&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Refik Anadols &#8222;Machine Hallucinations&#8220; im Kunstpalast D\u00fcsseldorf. 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