{"id":2278,"date":"2024-04-13T12:46:43","date_gmt":"2024-04-13T10:46:43","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=4814"},"modified":"2026-08-14T22:00:03","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:03","slug":"verhaengnisvolle-tueren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2024\/04\/13\/verhaengnisvolle-tueren\/","title":{"rendered":"Verh\u00e4ngnisvolle T\u00fcren"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Recherchen von <em>Forensic Architecture<\/em> zu Hanau und Oury Jalloh im W\u00fcrttembergischen Kunstverein<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In zweierlei Hinsicht ist die Ausstellung <em>Three Doors<\/em> selbst f\u00fcr die Verh\u00e4ltnisse des W\u00fcrttembergischen Kunstvereins, wo politische Themen und multimediale Pr\u00e4sentationen an der Tagesordnung sind, doch ungew\u00f6hnlich: Zum einen sind die Dinge, die da in akribischer Feinarbeit zusammengetragen wurden und nun in Form von wandgro\u00dfen Diagrammen, Videos und Modellen im Ausstellungsraum zu sehen sind, nicht \u00e4sthetische Objekte, sondern eigentlich Beweismaterial, wie es in Gerichtsverfahren zum Einsatz kommt und dort auch schon gezeigt wurde. Das ist die Arbeitsweise der Gruppe <em>Forensic Architecture<\/em> und ihres Ablegers <em>Forensis<\/em> in Berlin. Zum anderen ist schon bei der Er\u00f6ffnung die Atmosph\u00e4re ganz anders als sonst, weil vier Angeh\u00f6rige der Opfer der rassistisch motivierten Morde von Hanau und der Bruder des 2005 im Polizeigewahrsam in Dessau ermordeten Oury Jalloh (eigentlich Diallo) anwesend sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Begriff Forensik bezeichnet die verschiedenen von Gerichten und Staatsanwaltschaften zur Aufkl\u00e4rung von Verbrechen herangezogenen wissenschaftlichen Disziplinen und Verfahren. <em>Forensic Architecture<\/em> betreiben, wie Robert Trafford und Dimitra Andritsou hervorheben, die die Untersuchungen in beiden F\u00e4llen geleitet haben, eine Gegen-Forensik. Das hei\u00dft, sie werden t\u00e4tig, wenn die Ermittlungsbeh\u00f6rden die F\u00e4lle nicht mit gen\u00fcgend Nachdruck verfolgen, vorzeitig einstellen, wom\u00f6glich vertuschen, T\u00e4ter aus den eigenen Reihen decken oder sich f\u00fcr nicht zust\u00e4ndig erkl\u00e4ren. Eyal Weizman, Professor f\u00fcr r\u00e4umliche und visuelle Kulturen am Goldsmiths College der Universit\u00e4t London, hat die Gruppe 2010 gegr\u00fcndet. Weizman ist Architekt, geboren und aufgewachsen in Israel. Aber er verwendet sein Fachwissen ganz anders als andere Architekten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Eyal Weizman und die Gruppe <em>Forensic Architecture<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz nach der Jahrtausendwende, nicht lange nach seinem Studienabschluss in London, fertigte Weizman mit seinem damaligen Partner Rafi Segal eine Studie zu den israelischen Siedlungen im Westjordanland an. Sie h\u00e4tte 2002 auf dem Welt-Architekturkongress in Berlin gezeigt werden sollen, doch der israelische Architektenverband zog sie wieder zur\u00fcck. Mit Sandi Hilal und Alessandro Petti versuchte Weizman ab 2007 in der Gruppe <em>Decolonizing Architecture Art Research<\/em> (DAAR), eine Zukunft Pal\u00e4stinas nach dem Ende der Besatzung und jenseits einer Zwei-Staaten-L\u00f6sung zu imaginieren. Auch <em>Forensic Architecture<\/em> hat vielfach zu Themen in Israel\/Pal\u00e4stina gearbeitet, zuletzt auch zum aktuellen Geschehen in Gaza, unter anderem zu israelischen Angriffen auf Krankenh\u00e4user und der weitgehenden Zerst\u00f6rung arch\u00e4ologischer St\u00e4tten, vor allem des antiken Hafens Anthedon, an denen 2007 noch ein arch\u00e4ologisches Museum unter der Schirmherrschaft der Unesco geplant war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large w3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"581\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/policeresponse_6-1024x581.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-799\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/policeresponse_6-1024x581.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/policeresponse_6-300x170.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/policeresponse_6-768x436.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/policeresponse_6-1536x872.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/policeresponse_6.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Forensic Architecture und FORENSIS, Rassistisches Attentat in Hanau. Die Reaktion der Polizei, 2022. (Die gr\u00fcne Linie zeigt den Weg des Hubschraubers \u00fcber Hanau in der Nacht des Attentats; die gelbe Linie zeigt den Zielort der Kamera.) Videostill. Foto: Forensic Architecture und FORENSIS.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber <em>Forensic Architecture<\/em> besch\u00e4ftigt sich nicht nur mit dem Nahen Osten, sondern mit einem breiten Spektrum von Themen weltweit. Das 25-k\u00f6pfige Team nahm unter anderem Fl\u00fcchtlings-Pushbacks im Mittelmeer unter die Lupe, die Explosion im Hafen von Beirut 2020, die amerikanisch-mexikanische Grenze, den deutschen Genozid an den Herero und Nama, die Profite europ\u00e4ischer Waffenhersteller im Zusammenhang mit saudiarabischen Luftangriffen auf Jemen sowie in verschiedenen Instanzen auch den russisch-ukrainischen Konflikt seit 2014. In Deutschland und in der Kunstwelt gelangte die interdisziplin\u00e4re Forschungsgruppe zu gr\u00f6\u00dferer Bekanntheit vor allem durch ihre Recherchen zum NSU-Mord an Halit Yozgat in einem Internetcaf\u00e9 in Kassel, die 2017 auf der Documenta 14 gezeigt wurden und die nun auch der W\u00fcrttembergische Kunstverein vorstellt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"577\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/hanau_six_month-1024x577.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-800\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/hanau_six_month-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/hanau_six_month-300x169.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/hanau_six_month-768x433.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/hanau_six_month-1536x865.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/hanau_six_month.jpg 1823w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Initiative 19. Februar Hanau, Sechs Monate nach dem 19. Februar, 2022. Videostill. Foto: Initiative 19. Februar Hanau.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber im Zentrum der Ausstellung stehen der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau am 19.&nbsp;Februar 2020, dem neun Menschen zum Opfer fielen, bevor der T\u00e4ter seine Mutter und sich selbst erschoss; und der Mord an dem Guineer Oury Jalloh im Dessauer Polizeigewahrsam 2005. In Auftrag gegeben haben die Untersuchungen die Initiative 19.&nbsp;Februar Hanau, die Anw\u00e4lte der Familie G\u00fcltekin und die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh. Zum Zustandekommen der Ausstellung ist noch zu sagen, dass diese, auf dem damaligen Stand, zuerst 2022 m Frankfurter Kunstverein gezeigt wurde und nun in enger Zusammenarbeit mit der Koordinierungsstelle Erinnerungskultur im Stuttgarter Kulturamt nach Stuttgart geholt wurde, kurzfristig erm\u00f6glicht durch einen mit gro\u00dfer Mehrheit gefassten Beschluss des Gemeinderats.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Trauer und Wut \u2013 und die Beweislage<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So kommt es, dass Emi\u015f G\u00fcrb\u00fcz, die Mutter von Sedat G\u00fcrb\u00fcz, Niculescu P\u04d1un, der Vater von Vili-Viorel P\u04d1un, Said Etris Hashemi, Bruder des get\u00f6teten Said Nesar Hashemi und selbst damals schwer verletzt, Ajla Kurtovi\u0107, die Schwester von Hamza Kurtovi\u0107 und Saliou Diallo, der Bruder von Oury Jalloh, bei der Er\u00f6ffnung anwesend sind. Und das \u00e4ndert etwas: nicht nur, weil sie unter anderen Umst\u00e4nden m\u00f6glicherweise niemals einen Kunstverein betreten h\u00e4tten; sondern vor allem, weil die Ausstellung dadurch tats\u00e4chlich zu so etwas wie einem Lern- und Gedenkort wird. Nicht nur die Angeh\u00f6rigen der Opfer haben nach vier und mehr Jahren immer noch Schwierigkeiten, ihre Trauer und Wut zu verbergen. Wer sich die Ausstellung ansieht, das hei\u00dft mit den Mordf\u00e4llen besch\u00e4ftigt, kann, wenn er nicht vollkommen gef\u00fchllos ist, ebenfalls nicht umhin, Trauer und Wut zu empfinden: Anteilnahme mit den Angeh\u00f6rigen, deren Kinder und Geschwister abrupt aus dem Leben gerissen wurden; und Zorn auf den teils latenten, teils manifesten Rassismus, der nicht nur in den Taten, sondern auch bei den Ermittlungsbeh\u00f6rden zutage tritt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large w3\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/oj1-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-801\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/oj1-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/oj1-300x212.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/oj1-768x543.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/oj1-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/oj1-2048x1448.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Forensic Architecture und FORENSIS, Oury Jallohs Zelle. Rauchspuren, 2022. 3D-Modellierung. Foto: Forensic Architecture und FORENSIS.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die erste der im Ausstellungstitel angesprochenen drei T\u00fcren ist die der Zelle von Oury Jalloh in Dessau. Die Polizisten hatten behauptet, sie sei verschlossen gewesen, sie h\u00e4tten erst sp\u00e4ter bemerkt, dass sich der an H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen gefesselte, auf einer feuerfesten Matratze liegende Jalloh mit einem heimlich eingeschmuggelten Feuerzeug selbst angez\u00fcndet habe. Dass diese Aussage mehr als unglaubw\u00fcrdig war, hat schon der erste Richter festgestellt, der den Fall bearbeitet, die Beamten aber dennoch freigesprochen hat. <em>Forensic Architecture<\/em> haben die Zelle in Originalgr\u00f6\u00dfe nachgebaut. Anhand der von den \u00dcberwachungskameras festgehaltenen Brandspuren an den W\u00e4nden weisen sie nach, dass sich der Rauch ungehindert auf den Korridor vor der Zelle ausgebreitet hat und nicht etwa durch die Ritzen einer verschlossenen T\u00fcr. Die Beamten haben gelogen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zweite T\u00fcr ist der Notausgang der Arena Bar in Hanau. Hier kamen zwei Menschen, Hamza Kurtovi\u0107 und Said Nesar Hashemi, ums Leben, nachdem der T\u00e4ter zuvor schon sieben andere erschossen hatte, drei davon zuletzt in einem der Bar vorgelagerten Kiosk. Die Besucher der Bar haben die Sch\u00fcsse geh\u00f6rt, sind jedoch nicht zum Notausgang gerannt, wie die Aufzeichnungen der \u00dcberwachungskameras zeigen. Sie wussten, dass er abgeschlossen war, wie Zeugen mehrfach best\u00e4tigten, und zwar auf Anordnung der Polizei, die in der Bar h\u00e4ufig Razzien durchf\u00fchrte und verhindern wollte, dass jemand durch den Hinterausgang entkommt. Die Staatsanwaltschaft Hanau hat dazu ermittelt, den Fall aber 2021 eingestellt, weil &#8222;nicht mit hinreichender Sicherheit&#8220; davon ausgegangen werden k\u00f6nne, dass den beiden Opfern die Flucht durch den Notausgang gegl\u00fcckt w\u00e4re. Die Ermittlungen von <em>Forensic Architecture<\/em> ergeben, dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit alle Besucher der Bar h\u00e4tten in Sicherheit bringen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die dritte T\u00fcr ist die im Haus des T\u00e4ters und seiner Eltern, zu dem er nach den Morden zur\u00fcckkehrte. Die T\u00fcr war, nachdem die Polizei eingetroffen war, l\u00e4ngere Zeit unzureichend gesichert. <em>Forensic Architecture<\/em> haben mehrere tausend Seiten Ermittlungsakten durchgearbeitet und die Aufnahmen eines Hubschrauber ausgewertet, dessen Besatzung aber offenbar gar nicht wusste, worauf sie achten sollte. Anhand eines physischen und eines digitalen Modells des Hauses hat die Gruppe ermittelt, wer die drei Sch\u00fcsse, mit denen der T\u00e4ter seine Mutter und sich selbst t\u00f6tete, geh\u00f6rt haben m\u00fcsste. Sie stie\u00dfen auf zahlreiche Widerspr\u00fcche und Ungereimtheiten, die darin gipfeln, dass ein Sondereinsatzkommando drei Stunden vor dem Haus ausharrte, das sie erst st\u00fcrmte, als der T\u00e4ter nicht mehr am Leben war. Die Beamten m\u00fcssen die Sch\u00fcsse geh\u00f6rt haben. Wie sich ein Jahr nach dem Anschlag herausstellte, nahmen 13 der 19 Beamten an rechtsradikalen Chatgruppen teil.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kunst als Forum<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Physische und digitale Architekturmodelle, Aufzeichnungen von \u00dcberwachungs- und Hubschrauberkameras, physikalische Untersuchungen zur Ausbreitung von Schall und Rauch: Dies sind, neben einer detaillierten Auswertung der Aktenlage, die Mittel, mit denen <em>Forensic Architecture<\/em> in beiden F\u00e4llen gearbeitet hat. Ihre Ergebnisse zu Hanau zeigt die Gruppe in zwei Videos und zwei wandgro\u00dfen Diagrammen, von denen eines minutengenau den Tag und sekundengenau die Stunde des Anschlags analysiert, das andere den vierj\u00e4hrigen Prozess der Aufarbeitung vor Gerichten und Untersuchungsaussch\u00fcssen. Durch Einkreisung besonders hervorgehoben sind die Momente, in denen die Untersuchungen eingestellt wurden. Die zum Auftrag an <em>Forensic Architecture<\/em> gef\u00fchrt haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gruppe arbeitet prinzipiell zu F\u00e4llen staatlicher Gewalt und Menschenrechtsverletzungen. Ihre Ermittlungen sind bereits diversen Gerichten als Beweismaterial vorgelegt worden, unter anderem dem Europ\u00e4ischen Menschenrechtsgerichtshof und dem Internationalen Strafgerichtshof, f\u00fcr den Weizman auch als technischer Berater t\u00e4tig ist. Materialien von <em>Forensic Architecture<\/em> wurden auch der Generalversammlung der Vereinten Nationen gezeigt. Was aber hat das mit Kunst zu tun? Sp\u00e4testens seit der Documenta X und 11 von Catherine David und Okwui Enwezor kann Kunst auch eine Plattform sein, um Dinge vorzustellen und zu diskutieren, die auf anderen Gebieten, nach der Theorie Niklas Luhmanns etwa den Systemen des Rechts oder der Wissenschaft, keinen Raum finden. Dazu geh\u00f6ren auch forensische Untersuchungen au\u00dferhalb des juristischen Apparats wie die nun im WKV vorgestellten Recherchen zu Kassel, Dessau und Hanau. Die Angeh\u00f6rigen der Opfer und die Initiativen zeigen sich au\u00dferordentlich dankbar, dass ihnen der Kunstverein daf\u00fcr ein Forum bietet.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00fcrttembergischer Kunstverein Stuttgart, <strong><a href=\"https:\/\/www.wkv-stuttgart.de\/programm\/2024\/ausstellungen\/three-doors\/\">Three Doors. Forensic Architecture \/ Forensis, Initiative 19. Februar Hanau, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh<\/a><\/strong>, 16. M\u00e4rz bis 1. September 2024. Der Eintritt ist frei,<strong> <\/strong>Sie k\u00f6nnen stattdessen f\u00fcr die Initiativen spenden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Recherchen von Forensic Architecture zu Hanau und Oury Jalloh im W\u00fcrttembergischen Kunstverein In zweierlei Hinsicht ist die Ausstellung Three Doors selbst f\u00fcr die Verh\u00e4ltnisse des W\u00fcrttembergischen Kunstvereins, wo politische Themen und multimediale Pr\u00e4sentationen an der Tagesordnung sind, doch ungew\u00f6hnlich: Zum einen sind die Dinge, die da in akribischer Feinarbeit zusammengetragen wurden und nun in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":798,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[469,470,671,1005,1110,1346,1466],"autor":[1634],"class_list":["post-2278","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-features","tag-forensic-architecture","tag-forensis","tag-initiative-19-februar-hanau","tag-morde-von-hanau","tag-oury-jalloh","tag-stuttgart","tag-wuerttembergischer-kunstverein","autor-dietrich-heissenbuettel"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Verh\u00e4ngnisvolle T\u00fcren - on art Magazine<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Im Zentrum der Ausstellung &quot;Three Doors. 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