{"id":2286,"date":"2024-06-06T15:17:55","date_gmt":"2024-06-06T13:17:55","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=5408"},"modified":"2026-08-14T22:00:03","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:03","slug":"ueberraschende-verwandtschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2024\/06\/06\/ueberraschende-verwandtschaften\/","title":{"rendered":"\u00dcberraschende Verwandtschaften"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der deutsch-deutsche Bilderstreit in der R\u00fcckschau<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine erste Begegnung mit Kunst aus der DDR kann ich genau datieren. Sie fand im Sommer 1983 statt, als die Ausstellung &#8222;Zeitvergleich \u2013 Malerei und Grafik aus der DDR&#8220; im Lenbachhaus in M\u00fcnchen Station machte. Davor war diese in mehrerlei Hinsicht ungew\u00f6hnliche Ausstellung schon in Hamburg, Stuttgart und D\u00fcsseldorf zu sehen, danach noch in N\u00fcrnberg und Hannover. Sie hatte vier sehr unterschiedliche Verantwortliche, war einerseits vom Staatlichen Kunsthandel der DDR, andererseits von der Galerie Brusberg in Hannover organisiert; \u00fcber die Exponate entschieden ferner Uwe M. Schneede, Leiter des Kunstvereins in Hamburg, sowie Axel Hecht, Chefredakteur des Kunstmagazins &#8222;art&#8220;. Zu sehen waren Werke von dreizehn K\u00fcnstlern (ja, nur von M\u00e4nnern): von Willi Sitte, dem langj\u00e4hrigen Pr\u00e4sidenten des Verbands Bildender K\u00fcnstler der DDR, bis hin zu Au\u00dfenseitern wie Gerhard Altenbourg und Carlfriedrich Claus. Ausdr\u00fccklich sollte also ein plurales Bild der Kunst in der DDR gezeichnet werden, aber nat\u00fcrlich ging es von Seiten der DDR auch um au\u00dfenpolitische und \u00f6konomische Interessen. So war ein Teil der ausgestellten Werke sogar zum Verkauf vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mich, damals 16 und mit noch wenig Seherfahrung, waren Altenbourg und Werner T\u00fcbke am aufregendsten, aber auch Volker Stelzmann und Sighard Gille beeindruckten mich: Spielarten von technischer Akribie und ikonografischer Finesse, die ich aus der damaligen Kunst in Westdeutschland, die entweder abstrakt oder von den Neuen Wilden gepr\u00e4gt war, so nicht kannte. Es gab also einen Exotismus-Faktor und entsprechend gro\u00dfe Neugier. Dazu kam, dass die Ausstellung in einer der k\u00e4ltesten Phasen des Kalten Kriegs stattfand: als der NATO-Doppelbeschluss umgesetzt wurde, ein Atomkrieg sehr real schien und das Lebensgef\u00fchl vieler meiner Generation mit der Losung &#8218;No Future&#8216; knapp und klar umschrieben war. Da zu sehen, dass es auch &#8218;auf der anderen Seite&#8216; \u00c4ngste gab, die sich in vielerlei Bildentw\u00fcrfen \u00e4u\u00dferten, war tr\u00f6stlich, gar ein Zeichen der Hoffnung, es k\u00f6nnte vielleicht doch M\u00f6glichkeiten der Verst\u00e4ndigung und des Aufeinander-Zugehens geben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"725\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/vg-bildkunst-grau-quer-2-1024x725.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-885\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/vg-bildkunst-grau-quer-2-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/vg-bildkunst-grau-quer-2-300x212.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/vg-bildkunst-grau-quer-2-768x543.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/vg-bildkunst-grau-quer-2-1536x1087.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/vg-bildkunst-grau-quer-2.jpg 1754w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ausstellungsansicht &#8222;Zeitvergleich, Malerei und Grafik aus der DDR&#8220;, 8. Juni 1983 bis 31. Juli 1983, Lenbachhaus M\u00fcnchen. Links im Bild ist eine Arbeit Willi Sittes zu erkennen. Fischer, Roland: Ausstellungsansicht Zeitvergleich, Lenbachhaus M\u00fcnchen 1983. \u00a9 VG Bild-Kunst, Bonn 2024. Sitte, Willi: Ausstellungsansicht Zeitvergleich, Lenbachhaus M\u00fcnchen 1983. \u00a9 VG Bild-Kunst, Bonn 2024.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">So weit nicht von einander entfernt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im R\u00fcckblick erscheint diese Ausstellung umso wichtiger. Denn im Wissen darum, wie respektlos und erniedrigend nach der Wende von westlicher Seite wiederholt mit Kunst aus der DDR umgegangen wurde, wirkt sie als Gegenbeispiel, ja vermittelt eine Idee davon, wie die deutsch-deutsche Kunstgeschichtsschreibung nach 1990 deutlich besser h\u00e4tte verlaufen k\u00f6nnen. Geradezu provokant vers\u00f6hnlich ist etwa ein Essay von G\u00fcnter Grass im Katalog von &#8222;Zeitvergleich&#8220;. Darin betont er, in Ost und West h\u00e4tte die Kunst angefangen, &#8222;sich zu gleichen&#8220;, da auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs &#8222;Schwerter nicht zu Pflugscharen werden d\u00fcrfen&#8220;. Jeweils also bilde sich &#8222;grenzenloses Erschrecken&#8220; ab, wobei er den K\u00fcnstlern aus der DDR attestiert, &#8222;deutscher&#8220; zu malen. Sie tr\u00fcgen &#8222;schwerer und ausfluchtloser an der deutschen Vergangenheit&#8220;, ihre Kunst sei daher existenzieller und radikaler; sie h\u00e4tten Dix und Beckmann als gro\u00dfe Referenzfiguren, im Westen seien hingegen eher, wie bei den Neuen Wilden, die Grass guthie\u00df, Kirchner und Nolde der Ma\u00dfstab.<sup>1<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Rezensionen der Ausstellung wurde ebenfalls auf \u00c4hnlichkeiten von Ost und West hingewiesen. So schrieb Peter Sager in der ZEIT: &#8222;&#8218;Zeitvergleich&#8216;: Eine Angst geht um in Deutschland, und sie findet gemeinsame Chiffren, vergleichbare Bilder. Mattheuers panischer &#8218;Albtraum&#8216; und Helmut Middendorfs apokalyptischer &#8218;Flugzeugtraum&#8216;; Rainer Fettings &#8218;Kreuzigung&#8216; (West) und Volker Stelzmanns &#8218;Kreuzabnahme&#8216; (Ost); Immendorffs &#8218;Caf\u00e9 Deutschland&#8216; und Heisigs deutsche Szenen: Das ist so weit nicht voneinander entfernt, wie Stil- und Systemkritiker auf beiden Seiten wohl annehmen m\u00f6chten.<sup>2<\/sup> In der FAZ diagnostizierte Eduard Beaucamp eine &#8222;\u00fcberraschende Verwandtschaft&#8220; der Kunst in Ost und West \u2013 und zwar &#8222;in der malerischen Unrast, in einer ebenso angstvollen wie aggressiven Expression und in schweifenden Versuchen, dem Lebensgef\u00fchl wieder Ausdruck zu geben, daf\u00fcr R\u00e4ume zu erschlie\u00dfen und Identifikationsfiguren zu erfinden.&#8220; Und wie Grass sah auch er die Kunst aus der DDR als \u00fcberlegen an, erkannte eine &#8222;F\u00e4higkeit zum Bild&#8220;, die der Kunst im Westen &#8222;abhanden gekommen&#8220; sei, da sie sich &#8222;auf weiten Strecken in formalen Strategien&#8220; sowie in einem &#8222;Autonomiedenken verstieg[en]&#8220; habe.<sup>3<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch ob die Ausstellung &#8222;Zeitvergleich&#8220; in der Bundesrepublik auch dann zu einer derart selbstkritischen Revision der eigenen Kunst gef\u00fchrt h\u00e4tte, wenn eine Wiedervereinigung schon als realistische Option empfunden worden w\u00e4re? Schon bald nach der Wende blickte man jedenfalls viel misstrauischer auf die Werke aus der DDR, betonte nun vor allem die Unterschiede. Zum Teil geschah das in einer Heftigkeit, die zumindest alle \u00fcberraschen musste, die das konstruktive Diskursklima rund um die &#8222;Zeitvergleich&#8220;-Ausstellung mitbekommen und diese, wie ich, als kanonbildend im Ged\u00e4chtnis behalten hatten. Pl\u00f6tzlich erfuhren etliche der K\u00fcnstler, die man dem Westen noch wenige Jahre zuvor geradezu als Vorbilder pr\u00e4sentiert hatte, scharfe Ablehnung oder fanden sich sogar in Schm\u00e4hausstellungen wieder. Am schlimmsten trieb man es 1999 in Weimar, in der Ausstellung &#8222;Aufstieg und Fall der Moderne&#8220;, die Teil des Programms der damaligen Kulturhauptstadt Europas war. Hier wurden mehrere hundert Werke von Kunst aus der DDR nicht nur zusammen mit Kunst aus der NS-Zeit pr\u00e4sentiert und dieser damit gleichgestellt, sondern zudem ohne thematische Gliederung eng an eng in mehreren Reihen vor Plastikfolie geh\u00e4ngt, wie sie sonst f\u00fcr M\u00fclls\u00e4cke verwendet wird \u2013 als habe der (westdeutsche) Kurator Achim Prei\u00df sie komplett entsorgen wollen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kunst oder nur Geschichte?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Viel h\u00e4ufiger lie\u00df man Kunst aus der DDR in den Jahrzehnten nach der Wende aber einfach verschwinden: aus ideologischer Absicht, infolge der \u00dcberzeugung, zu den Siegern der Geschichte zu geh\u00f6ren, oder vielleicht auch nur, weil es sich nicht mehr geh\u00f6rte, sie ernst zu nehmen. Uwe M. Schneede, der f\u00fcr die Auswahl von &#8222;Zeitvergleich&#8220; mitverantwortlich war und im Katalog zur Ausstellung Willi Sitte als K\u00fcnstler beschrieben hatte, der in der DDR oft angeeckt sei, vor allem aber &#8222;mit seinen Bildern, den gro\u00dfen und den kleinen, den politischen und den intimeren, den &#8218;konventionellen Sehschlitz&#8216; des sozialistischen Realismus weit ge\u00f6ffnet&#8220; habe<sup>4<\/sup>, erw\u00e4hnte ihn in seinem 2001 publizierten Buch &#8222;Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert&#8220; kein einziges Mal mehr. Und auch sonst lie\u00df er die Kunst aus der DDR, der er knapp zwei Jahrzehnte zuvor einen langen, verst\u00e4ndnisvollen, werbenden Katalog-Essay gewidmet hatte<sup>5<\/sup>, nahezu vollst\u00e4ndig unter den Tisch fallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht wenige stellten nun wie der Kurator Siegfried Gohr (im Jahr 2009) die rhetorische Frage: &#8222;Geh\u00f6rt die &#8218;DDR-Kunst&#8216; nicht eher in ein historisches Museum als in ein Kunstmuseum?&#8220;&nbsp;Sie best\u00fcnde aus &#8222;zeitgebundenen, situationsbedingten und oft epigonalen Werke[n]&#8220;. Und wegen Stimmen wie der von Beaucamp, die die Kunst aus der DDR verteidigt hatten, folgerte Gohr geh\u00e4ssig, &#8222;Kunst, die [&#8230;] ihre Autonomie einfordert&#8220;, sei im Westen wohl doch &#8222;nicht wirklich verankert&#8220;; offenbar sympathisiere man mit unfreier, im Auftrag entstandener Kunst.<sup>6<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2017 gab es die vorerst letzte Etappe dieses \u201aBilderstreits\u2019, ausgel\u00f6st von einer Neuh\u00e4ngung in der Galerie Neuer Meister im Dresdner Albertinum. Viele &#8218;Ossis&#8216; emp\u00f6rte es, dass Hilke Wagner, Direktorin aus dem Westen, Kunst aus der DDR ins Depot verbrachte und sich am westlichen Kanon der Klassischen Moderne orientierte. Paul Kaiser, Kunsthistoriker ostdeutscher Provenienz, beklagte, man k\u00f6nne beim Rundgang durch die Museumsr\u00e4ume den Eindruck gewinnen, &#8222;dass es die DDR nie gegeben habe&#8220;.<sup>7<\/sup> Im selben Jahr fand im Albertinum aber auch die letzte Station der Wander-Ausstellung &#8222;Geniale Dilettanten&#8220; statt, die f\u00fcr diese Etappe erweitert wurde und sich gleichberechtigt den k\u00fcnstlerischen und musikalischen Subkulturen der 1980er Jahre in der Bundesrepublik und in der DDR widmete. Hier wurden endlich wieder \u00c4hnlichkeiten zwischen beiden Deutschlands sichtbar, zugleich entstand ein sehr anderes Bild von der Kunst in der DDR als ehedem bei &#8222;Zeitvergleich&#8220;, zeigte man doch etwa auch die Autoperforationsartisten, A.R. Penck oder Cornelia Schleime.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">In \u00e4hnlicher Lage wie Goya, Gr\u00fcnewald, Raffael?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausstellungen wie diese k\u00f6nnte es gerne noch h\u00e4ufiger geben. Zugleich aber w\u00e4re es sicher lohnend, sich der Kunst aus der DDR \u2013 ihren offiziellen Spielarten \u2013 nochmal neu zuzuwenden, diesmal jedoch, gerade weil sie oft im Auftrag entstand und nicht in derselben Weise autonom war wie im Westen. Denn mittlerweile gibt es ja viele neue Formen offener oder verkappter Auftragskunst, die etwa im Namen von Kurator:innen f\u00fcr Biennalen oder f\u00fcr Sammler:innen und einen nachfrageorientierten Markt entsteht; zugleich boomen politische und aktivistische Bewegungen, die Kunst instrumentell einsetzen, ebenso kooperieren K\u00fcnstler:innen gerne mit Modelabels, Designstudios, Wissenschaftsinstitutionen oder NGOs. In all diesen F\u00e4llen hat die Kunst keine absolute Stellung mehr, sondern muss sich erst mit anderen Interessen, ja mit Vorgaben und Zielen ins Benehmen setzen, die Dritte bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit aber bieten sich Vergleiche mit K\u00fcnstler:innen in der DDR an: Man kann studieren, wie sie k\u00fcnstlerische und gesellschaftspolitische Anliegen gegeneinander abgewogen und miteinander verbunden haben oder welches Selbstverst\u00e4ndnis sie aus ihrer staatstragenden Rolle gewannen. Aussagen, wie sie etwa Bernhard Heisig im Zuge der Ausstellung &#8222;Zeitvergleich&#8220; in einem SPIEGEL-Interview get\u00e4tigt hat, erscheinen dann in anderem Licht, sind nicht mehr nur von historischem Interesse. So sah er sich &#8222;in \u00e4hnlicher Lage wie Goya, Gr\u00fcnewald, Raffael&#8220;, die ihrerseits mit von au\u00dfen kommenden Anforderungen umzugehen hatten, sich daher aber auch wichtig und gebraucht f\u00fchlen konnten. Kein Au\u00dfenseiter zu sein, der auf sich allein gestellt ist, erschien Heisig ausdr\u00fccklich als Vorteil: &#8222;Ich bedarf einer Umgebung, die mich auch fordert, geistig tr\u00e4gt, die mir ein Zentrum anbietet.&#8220;<sup>8<\/sup> In ein paar Jahren gibt es also vielleicht die erste Ausstellung, die mit der These auftritt, dass Kunst aus der DDR aufschlussreicher f\u00fcr die Gegenwart ist als vieles dessen, was zeitgleich im Westen entstanden ist. Aber das f\u00fchrt dann sicher zu einem neuen &#8218;Bilderstreit&#8216;!<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\"><sup>1<\/sup> G\u00fcnter Grass: Sich ein Bild machen, in: <em>Zeitvergleich \u2013 Malerei und Grafik aus der DDR<\/em>, Hamburg 1982, S. 11\u201313.<br><sup>2<\/sup> Peter Sager: Kunst im Ma\u00dfanzug. Die progressiven R\u00fcckz\u00fcge \u2013 ein gesamtdeutsches Ph\u00e4nomen, in: ZEIT 48\/1982, auf: https:\/\/www.zeit.de\/1982\/48\/kunst-im-massanzug\/komplettansicht.<br><sup>3<\/sup> Eduard Beaucamp: Zwei Sprachen?, in: FAZ vom 14. Mai 1983<br><sup>4<\/sup> A.a.O. (Anm. 1), S. 181.<br><sup>5<\/sup> Ebd., S. 14\u201329.<br><sup>6<\/sup> Siegfried Gohr: Die DDR-Kunst war nur ein Nebenkriegsschauplatz, in: WELT vom 2. Juni 2009, auf: https:\/\/www.welt.de\/welt_print\/article3843354\/Die-DDR-Kunst-war-nur-ein-Nebenkriegsschauplatz.html.<br><sup>7<\/sup> Paul Kaiser: Wende an den W\u00e4nden, in: S\u00e4chsische Zeitung vom 18. September 2017.<br><sup>8<\/sup> &#8222;Rembrandt hatte auch nicht immer recht&#8220;. Bernhard Heisig \u00fcber die Bedingungen der Kunst in der DDR, in: DER SPIEGEL 27\/1984, auf: https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/rembrandt-hatte-auch-nicht-immer-recht-a-1a0dcfd5-0002-0001-0000-000013508073.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\">Weitere Beitr\u00e4ge aus unserer Reihe &#8222;West-Ost-Begegnungen&#8220; finden Sie hier:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Teil 1: <a href=\"https:\/\/on-art.news\/2024\/03\/28\/der-osten-im-westen-im-osten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Jens Peter Koerver: Der Osten im Westen im Osten &#8211; Eine niederl\u00e4ndische Ausstellung zur Kunst Ostdeutschlands vor und nach 1989<\/a><br>Teil 2: <a href=\"https:\/\/on-art.news\/2024\/05\/26\/zeit-war-reichlich-vorhanden\/\">Christoph Tannert: Zeit war reichlich vorhaben &#8211; Die Br\u00fcder Lippok und die Subkultur der 1980er Jahre in der DDR<\/a><br>Teil 4: <a href=\"https:\/\/on-art.news\/2024\/06\/21\/freistaat-der-kunst\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Freya Dieckmann: Freistaat der Kunst &#8211; Das Leonhardi Museum in Dresden und seine Rolle f\u00fcr die ostdeutsche Kunst<\/a><br>Teil 5: <a href=\"https:\/\/on-art.news\/2024\/07\/19\/ich-lehne-es-ab-positiv-in-die-ddr-zurueckzuschauen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Luise Wolf: &#8222;Ich lehne es ab, positiv in die DDR zur\u00fcckzuschauen&#8220;. Andrea Pichl zeigt ab Herbst im Hamburger Bahnhof in Berlin eine Einzelausstellung \u2013 als erste K\u00fcnstlerin aus der ehemaligen DDR.<\/a><br>Teil 6: <a href=\"https:\/\/on-art.news\/2024\/08\/18\/endlager-oder-fundgrube\/\">Ingeborg Ruthe: Endlager oder Fundgrube. Das Kunstarchiv Beeskow im Museum f\u00fcr Utopie und Alltag bewahrt Kunst der fr\u00fcheren DDR<\/a><\/p>\n\n\n\n<style>\n.post-template-single-features .wp-block-group .wp-block-post-date {\n    margin-bottom: -1.5rem;\n}\n.post-template-single-features .wp-block-group .post-over-image {\n    margin-bottom: 3rem;\n}\n<\/style>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der deutsch-deutsche Bilderstreit in der R\u00fcckschau Meine erste Begegnung mit Kunst aus der DDR kann ich genau datieren. Sie fand im Sommer 1983 statt, als die Ausstellung &#8222;Zeitvergleich \u2013 Malerei und Grafik aus der DDR&#8220; im Lenbachhaus in M\u00fcnchen Station machte. 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