{"id":2335,"date":"2025-01-08T18:00:44","date_gmt":"2025-01-08T17:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=7365"},"modified":"2026-08-14T22:00:03","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:03","slug":"die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/","title":{"rendered":"Die arme Kunst im Tempel des Geldes"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">In der Pariser Bourse de Commerce feiert die Pinault Collection die Arte Povera \u2013 grandios inszeniert von der ehemaligen Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erde, Kohle, Altkleider, Zweige, Holz, Jutes\u00e4cke, Bindf\u00e4den oder gar Kartoffeln: Die K\u00fcnstler:innen der Arte Povera vollf\u00fchrten Mitte der 1960er Jahre eine radikale Abkehr von den tradierten Materialien der Bildenden Kunst. Statt mit \u00d6l oder Acryl auf Leinwand zu malen, mit Tusche auf Papier zu aquarellieren oder skulpturale Werke in Bronze oder Marmor zu schaffen, wendeten sie sich banalen Stoffen zu, die zuvor nicht als kunstw\u00fcrdig gegolten hatten. Die Stra\u00dfe, die Natur, Eisenwaren- und Kohlenhandlungen, Elektrofachgesch\u00e4fte, Baustoffhandlungen, Betonsteinwerke oder die Altkleidersammlung gen\u00fcgten ihnen, um sich mit vielf\u00e4ltigen Materialien einzudecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese transformierten sie in mal entwaffnend poetische, mal technisch aufwendige und maschinell-prozedurale Werke. Das lag nicht etwa an Geldmangel, sondern eher an einer rebellischen Haltung, die die Grundfesten des als kommerzialisiert empfundenen, etablierten Kunstsystems ersch\u00fcttern und in Frage stellen wollte. Nicht zuletzt war die Arte Povera auch eine europ\u00e4ische Gegenbewegung zum Triumph der amerikanischen Pop Art.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bourse de Commerce in Paris pr\u00e4sentiert das Ph\u00e4nomen Arte Povera noch bis zum 20. Januar in einer gro\u00dfen \u00dcbersichtsausstellung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kuratorin der sehenswerten Schau ist die US-amerikanisch-italienische Ausstellungsmacherin Carolyn Christov-Bakargiev, die sp\u00e4testens seit der Ver\u00f6ffentlichung ihres 220 Seiten dicken Standardwerks zur Arte Povera 1999 im Londoner Phaidon Verlag weltweit als eine der wichtigsten Expert:innen f\u00fcr die Str\u00f6mung gilt. 2012 erlangte sie als Leiterin der von der Kritik und vom Publikum \u00fcberwiegend positiv aufgenommenen dOCUMENTA (13) in Kassel weitere internationale Bekanntheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bakargiev hat mehr als 250 historische und zeitgen\u00f6ssische Werke und Dokumente f\u00fcr die Ausstellung ausgew\u00e4hlt. Die Schau wartet auf mit den 13 aus ihrer Sicht emblematischsten Vertreter:innen der Arte Povera: Gilberto Zorio, Emilio Prini, Jannis Kounelis, Marisa Merz, Mario Merz, Michelangelo Pistoletto, Alighiero Boetti, Giuseppe Penone, Giovanni Anselmo, Pier Paolo Calzolari, Luciano Fabro, Pino Pascali und Giulio Paolini.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erstaunlicherweise alles M\u00e4nner bis auf eine Frau: n\u00e4mlich Marisa Merz, die Ehefrau der Turiner Arte Povera-Ikone Mario Merz. Parallel dazu werden 13 zeitgen\u00f6ssische Positionen gezeigt, darunter K\u00fcnstler:innen wie David Hammons, William Kentridge, Agnieszka Kurant oder Theaster Gates. Doch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"696\" height=\"1024\" data-id=\"1220\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-carolyn-christov-bakargiev-696x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1220\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-carolyn-christov-bakargiev-696x1024.jpg 696w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-carolyn-christov-bakargiev-204x300.jpg 204w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-carolyn-christov-bakargiev-768x1130.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-carolyn-christov-bakargiev-1044x1536.jpg 1044w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-carolyn-christov-bakargiev.jpg 1359w\" sizes=\"(max-width: 696px) 100vw, 696px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"682\" height=\"1024\" data-id=\"1221\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-vue-du-parvis-de-la-bourse-de-commerce-pinault-collection-paris-2024-682x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1221\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-vue-du-parvis-de-la-bourse-de-commerce-pinault-collection-paris-2024-682x1024.jpg 682w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-vue-du-parvis-de-la-bourse-de-commerce-pinault-collection-paris-2024-200x300.jpg 200w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-vue-du-parvis-de-la-bourse-de-commerce-pinault-collection-paris-2024-768x1152.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-vue-du-parvis-de-la-bourse-de-commerce-pinault-collection-paris-2024-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-vue-du-parvis-de-la-bourse-de-commerce-pinault-collection-paris-2024.jpg 1333w\" sizes=\"(max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Portr\u00e4t der Kuratorin Carolyn Christov-Bakargiev. Mit freundlicher Genehmigung des Castello di Rivoli Museo d\u2019Arte Contemporanea (Rivoli-Turin). Foto: Sebastiano Pellion. <strong>Right<\/strong>: Eingang der Bourse de Commerce mit Giuseppe Penones Installation &#8222;&#8220;Idee di Pietra&#8220; (2010), Foto: Bourse de Commerce \/ Pinault Collection.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Von der Markthalle zum Privatmuseum<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Ausstellungskonzept verdankt sich nicht zuletzt auch den architektonischen und institutionellen Rahmenbedingungen des Ausstellungsortes. Daher ein kurzer historischer Abriss. Die heutige Bourse de Commerce wurde im 18. Jahrhundert urspr\u00fcnglich als Markthalle f\u00fcr Getreide gebaut. Im zweiten Stock des imposanten Rundbaus im Pariser Hallenviertel befanden sich riesige Getreidespeicher. Nach einem Umbau 1888\/89 wurde der Bau dann als Warenb\u00f6rse wiederer\u00f6ffnet. Diese existierte bis 1998. Von 2016 bis 2021 hat der f\u00fcr seine minimalistischen Sichtbetonbauten bekannte japanische Architekt Tadao And\u014d die Bourse im Auftrag des Pariser Unternehmers und Kunstsammlers Fran\u00e7ois Pinault zu einem eleganten Museum mit 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfl\u00e4che umgebaut. Die Stadt Paris hatte Pinault zuvor f\u00fcr 50 Jahre die Nutzungsrechte \u00fcbertragen. Zustande gekommen ist die Ausstellung nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass Pinault selbst ein begeisterter Sammler der Arte Povera ist. Allein in seiner Kollektion befinden sich 150 Arte Povera-Werke.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Rotunde als &#8222;Establishing Shot&#8220; und programmatisches Zentrum<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christov-Bakargiev macht sich zun\u00e4chst die Weite der gro\u00dfen Rotunde zu Nutze, um hier im Erdgeschoss eine \u00dcbersicht \u00fcber zentrale Werke der 13 ausgew\u00e4hlten Arte Povera-K\u00fcnstler:innen zu pr\u00e4sentieren. Ihre Methode \u00e4hnelt dabei dem &#8222;Establishing Shot&#8220; im klassischen Hollywood-Kino. Die Er\u00f6ffnungsszene, an die sich die Besucher:innen beim weiteren Rundgang immer wieder erinnern werden, f\u00fchrt mit eindr\u00fccklichen Beispielen in den Kosmos der &#8222;Armen Kunst&#8220; ein. In einer kreisrunden Anordnung wird jeweils ein Schl\u00fcsselwerk pr\u00e4sentiert. Bereits hier wird das au\u00dferordentlich breite visuelle Spektrum der Arte Povera ersichtlich. Da l\u00e4sst etwa Mario Merz \u2013 jupitergleich \u2013 einen gewaltigen Blitz in Form eines wei\u00dfen Neonstabes in vier gew\u00f6hnliche Strohballen fahren. Der Transformationsk\u00fcnstler Pier Paolo Calzolari ist mit seiner ersten eisgefrorenen Skulptur vertreten: Ein von Frostkristallen \u00fcberzogener metallener K\u00fchlstab liegt auf einem Viereck aus Kunstrasen, w\u00e4hrend ein vor sich hinratterndes K\u00fchlaggregat am Rand die n\u00f6tige K\u00e4lte produziert. Von Marisa Merz wiederum ist nur eine ganz kleine und filigrane Arbeit ausgestellt: &#8222;Scarpette&#8220; (1975). Es handelt sich um zwei aus Kupferdraht geflochtene, an  Unterwasserorganismen erinnernde Damensch\u00fchchen. Ein ber\u00fchmtes Foto im Ausstellungskatalog zeigt die mit den Schuhen bekleidetet K\u00fcnstlerin in R\u00fcckenansicht vor einem ge\u00f6ffneten Fenster, wie sie auf eine n\u00e4chtliche Gasse hinausschaut.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"575\" data-id=\"1218\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-establishing-shot-1024x575.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1218\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-establishing-shot-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-establishing-shot-300x168.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-establishing-shot-768x431.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-establishing-shot-1536x862.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-establishing-shot-2048x1150.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Ansicht der Rotunde mit Arbeiten von Mario Merz, Pier Paolo Calzolari, Marisa Merz und anderen. Foto: Nicole B\u00fcsing und Heiko Klaas.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">13 K\u00fcnstlerr\u00e4ume<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcberhinaus erhalten alle Teilnehmer:innen der Schau ihren eigenen Raum. In aller Breite zu sehen sind Michelangelo Pistolettos Spiegelbilder, Alighiero Boettis von afghanischen Frauen gestickte Textilbilder, Giuseppe Penones Installationen aus Pflanzen oder Jannis Kounellis&#8216; mit H\u00fclsenfr\u00fcchten, Mais und Kaffeebohnen gef\u00fcllte Jutes\u00e4cke, die wunderbar den Bogen zur urspr\u00fcnglichen Nutzung des Geb\u00e4udes als Getreidespeicher schlagen. Selbstverst\u00e4ndlich k\u00f6nnen auch Mario Merz&#8216; ber\u00fchmte Iglus und Neonarbeiten mit Zahlenreihen in der Fibonacci-Folge in der Ausstellung in aller Tiefe erforscht und betrachtet werden. Platz ist aber auch f\u00fcr Entdeckungen. Der weniger bekannte Emilio Prini, ein enigmatischer K\u00fcnstler, der sich am &#8222;Armen Theater&#8220; des polnischen Regisseurs Jerzy Grotowski ebenso orientierte wie am amerikanischen &#8222;Living Theatre&#8220;, \u00fcberrascht im Untergeschoss mit Knalleffekten. Mit Maschinen, die sich selbst zerst\u00f6ren, hat Prini die Logik der Wertsch\u00f6pfungsketten des Industriezeitalters immer wieder auf den Pr\u00fcfstand gestellt. In seinem K\u00fcnstlerraum in der Bourse de Commerce wird seine Installation &#8222;Perimetro d\u2019aria&#8220; (1967) gezeigt, eine unter sich immer wieder entladender Hochspannung stehende Kombination aus Neon- und Soundarbeit. Jeder in seinem Tempo: Wer normalerweise intensiv schaut, sollte zwei bis drei Stunden f\u00fcr die Ausstellung einkalkulieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Geisteshaltung \u2013 nicht Bewegung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ich betrachte die Arte Povera nicht als eine Bewegung sondern als eine Geisteshaltung&#8220;, sagt Carolyn Christov-Bakargiev. Und tats\u00e4chlich, im Gegensatz zu anderen K\u00fcnstlergruppen gab es nie so etwas wie ein Manifest oder eine gemeinsame Absichtserkl\u00e4rung. Carolyn Christov-Bakargiev schaut auf die Arte Povera aus der Perspektive von heute: &#8222;In einer Zeit, in der alles nur noch abstrahiert ist und die Technologie, mit der wir die Welt vermittelt bekommen, f\u00fcr die meisten Menschen undurchsichtig bleibt, entsteht die Notwendigkeit, zu den Grundlagen zur\u00fcckzukehren und zu betonen, warum in den Materialien verk\u00f6rpertes Leben so wichtig ist. Deshalb ist eine Ausstellung \u00fcber die Arte Povera heute so bedeutend.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Miracolo Italiano<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entstanden ist die Arte Povera Mitte der 1960er Jahre in den Gro\u00dfst\u00e4dten Turin, Mailand, Genua und Rom. Italien befand sich damals in einer Zeit starker Umbr\u00fcche. Die Folgen des Zweiten Weltkriegs und des Faschismus waren noch nicht ganz \u00fcberwunden. Gleichzeitig wurde das Land von einer enormen Modernisierungswelle, dem sogenannten &#8222;Miracolo Italiano&#8220;, erfasst, die zur Zuwanderung zahlreicher Arbeiter:innen aus dem agrarisch gepr\u00e4gten S\u00fcden, insbesondere aus Sizilien, in die industriellen Zentren des Nordens f\u00fchrte. Zum Symbol dieses Wirtschaftswunders und der Transformation Italiens zum Industrieland wurde der Fiat 500.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"853\" height=\"1024\" data-id=\"1222\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/132061-Arte-Povera--853x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1222\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/132061-Arte-Povera--853x1024.jpg 853w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/132061-Arte-Povera--250x300.jpg 250w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/132061-Arte-Povera--768x922.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/132061-Arte-Povera--1279x1536.jpg 1279w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/132061-Arte-Povera-.jpg 1666w\" sizes=\"(max-width: 853px) 100vw, 853px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"812\" height=\"1024\" data-id=\"1223\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giulio-paolini-mimesi-1975-1976-812x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1223\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giulio-paolini-mimesi-1975-1976-812x1024.jpg 812w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giulio-paolini-mimesi-1975-1976-238x300.jpg 238w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giulio-paolini-mimesi-1975-1976-768x969.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giulio-paolini-mimesi-1975-1976-1217x1536.jpg 1217w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giulio-paolini-mimesi-1975-1976.jpg 1585w\" sizes=\"(max-width: 812px) 100vw, 812px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"682\" height=\"1024\" data-id=\"1224\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giuseppe-penone-rovesciare-i-propri-occhi-1970-02-682x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1224\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giuseppe-penone-rovesciare-i-propri-occhi-1970-02-682x1024.jpg 682w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giuseppe-penone-rovesciare-i-propri-occhi-1970-02-200x300.jpg 200w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giuseppe-penone-rovesciare-i-propri-occhi-1970-02-768x1153.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giuseppe-penone-rovesciare-i-propri-occhi-1970-02-1023x1536.jpg 1023w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giuseppe-penone-rovesciare-i-propri-occhi-1970-02-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-giuseppe-penone-rovesciare-i-propri-occhi-1970-02-scaled.jpg 1706w\" sizes=\"(max-width: 682px) 100vw, 682px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Jannis Kounellis, Senza titolo (Rosa nera), 1966. Collection Damiano Kounellis (Rome). Foto: Adagp, Paris, 2024. <strong>Middle<\/strong>: Giulio Paolini, Mimesi, 1975-1976. 2 Gipsabg\u00fcsse. Pinault Collection. <strong>Right<\/strong>: Giuseppe Penone, Rovesciare i propri occhi \u2013 diapositive, 1970. Sammlung des K\u00fcnstlers. Mit freundlicher Genehmigung der Gagosian Gallery. Foto: Adagp, Paris, 2024.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Erste Galerieausstellung der Arte Povera<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gepr\u00e4gt wurde der Begriff Arte Povera von dem einflussreichen Kurator Germano Celant (1940-2020), der 1967 in Genua eine Ausstellung mit sechs der sp\u00e4teren Hauptprotagonist:innen der gerade aufkeimenden Kunstrichtung zusammenstellte. In dieser kleinen Galerieausstellung zum ersten Mal zu sehen war zum Beispiel auch die \u00fcberhaupt erste Kohleskulptur von Jannis Kounellis. Mit dieser Werkgruppe gelangte der in Italien lebende Grieche sp\u00e4ter zu gro\u00dfer Ber\u00fchmtheit. \u00dcber allem stand die Frage, angesichts der massiven Industrialisierung Italiens und des F\u00fchrungsanspruchs der amerikanischen Kunstszene, einen weniger konsumorientierten, weniger affirmativen k\u00fcnstlerischen Zugang zur Erfassung der Welt zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dazu Giuseppe Penone, einer der letzten noch lebenden Protagonisten der Gruppe, dem in der Pariser Ausstellung besonders viel Platz einger\u00e4umt wird: &#8222;Die Arte Povera hat ihre Wurzeln in der Vergangenheit, in der Vorstellung von der Einfachheit und Armut der Dinge. In den Nachkriegsjahren erlebten wir in Italien einen tiefgreifenden Wandel in der Lebensrealit\u00e4t und der sozialen Organisation. Es gab die Notwendigkeit, eine Sprache zu finden, die von verschiedenen Kulturen geteilt werden konnte. Diese Idee der Einfachheit und Radikalit\u00e4t belebte die Arte Povera.&#8220; Der Baum ist f\u00fcr Penone das Beispiel einer perfekten Skulptur. Das stellt er sogar schon mit seiner f\u00fcr jedermann sichtbaren, baumhohen Freiluftskulptur &#8222;Idee di Pietra&#8220; (2010) drau\u00dfen vor dem Eingang der Bourse de Commerce eindrucksvoll unter Beweis.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Objekte statt Handlungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was sich jedoch in Form einer das Ph\u00e4nomen musealisierenden Ausstellung wie dieser im Nachhinein nur sehr begrenzt vermitteln l\u00e4sst, ist der Aktionscharakter der Arte Povera. Vielleicht noch mehr als die bis heute erhaltenen Werke, waren es die &#8222;Azioni Poveri&#8220;, die oft au\u00dferhalb der Exklusivit\u00e4t von Galerie- und Ausstellungsr\u00e4umen stattfanden, welche den Kern der Arte Povera-\u00c4ra ausmachten. Hier verschr\u00e4nkten sich performative und theatrale Strategien. Kunst und Lebenswirklichkeit verschmolzen zu einer Einheit. Wer beim legend\u00e4ren viert\u00e4gigen Event &#8222;arte povera pi\u00f9 azioni poveri&#8220; 1968 in Amalfi nicht selbst dabei war, hat es eben verpasst. Die Arte Povera-K\u00fcnstler:innen sind auf Rollschuhen durch Galerier\u00e4ume geglitten oder mit Megaphonen ausger\u00fcstet durch italienische St\u00e4dte gezogen. Und sie haben lebende Tiere in den Ausstellungskontext \u00fcberf\u00fchrt. So pr\u00e4sentierte Jannis Kounellis 1969 in der Galleria L&#8217;Attico in Rom f\u00fcr mehrere Tage zw\u00f6lf Pferde samt ihrer sich nach und nach entfaltenden Duftwolke. Die kalkuliert provokative \u00f6ffentliche Handlung war f\u00fcr die K\u00fcnstler:innen mindestens ebenso wichtig wie das Objekt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dankenswerterweise dokumentiert die Pariser Ausstellung die aktionistische Seite der Arte Povera zumindest anhand einer Reihe von Fotografien, insbesondere von Claudio Abate, der als &#8222;fotografierender Komplize&#8220; der Gruppe galt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Neuere Positionen an den Rand gedr\u00e4ngt<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entsprechend ihrem Ausstellungskonzept will Carolyn Christov-Bakargiev die Arte Povera nicht als abgeschlossenes kunsthistorisches Kapitel pr\u00e4sentieren, sondern als zentrale Periode in der Entwicklung der zeitgen\u00f6ssischen Kunst, die auch j\u00fcngere K\u00fcnstler:innen bis heute inspiriert. Das in der Sektion &#8222;After Arte Povera&#8220; anhand neuerer Arbeiten schl\u00fcssig zu vermitteln, gelingt ihr jedoch nur teilweise. Allzu sehr an den Rand gedr\u00e4ngt, teilweise nahezu versteckt, f\u00fcgen sich die Werke in den Ausstellungsparcours ein. Ein schattenspielgleiches Wandgem\u00e4lde von William Kentridge entdeckt nur, wer gezielt danach im Nebentreppenhaus sucht. Jimmie Durhams Hommage an Luciano Fabro in Form eines minimal gebogenen Balkens aus brasilianischem Hartholz k\u00f6nnte man mangels Beleuchtung fast \u00fcbersehen. Und von Theaster Gates, immerhin einem der wichtigsten afroamerikanischen Konzeptk\u00fcnstler, ist leider nur eine kleine Arbeit in einer Vitrine zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hingewiesen sei an dieser Stelle noch auf die lohnende Ausstellung &#8222;Nouvelle Perspective&#8220; mit neueren Arbeiten Michelangelo Pistolettos in den im Marais gelegenen R\u00e4umen der Pariser Niederlassung der italienischen Galleria Continua, die jedoch nur noch bis zum 11. Januar 2025 zu sehen ist.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arte Povera in der Bourse de Commerce, bis 20. Januar 2025<br>Katalog: \u00c9dition Dilecta, 352 S., franz\u00f6sisch\/englisch, 49 Euro<br><a href=\"http:\/\/www.pinaultcollection.com\/\"><u>www.pinaultcollection.com<\/u><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Pariser Bourse de Commerce feiert die Pinault Collection die Arte Povera \u2013 grandios inszeniert von der ehemaligen Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev. Erde, Kohle, Altkleider, Zweige, Holz, Jutes\u00e4cke, Bindf\u00e4den oder gar Kartoffeln: Die K\u00fcnstler:innen der Arte Povera vollf\u00fchrten Mitte der 1960er Jahre eine radikale Abkehr von den tradierten Materialien der Bildenden Kunst. Statt mit \u00d6l [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1219,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[56,120,214,246,404,559,562,563,564,687,896,940,942,984,1060,1122,1145,1151,1152],"autor":[1650],"class_list":["post-2335","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-features","tag-alighiero-boetti","tag-arte-povera","tag-bourse-de-commerce","tag-carolyn-christov-bakargiev","tag-emilio-prini","tag-gilberto-zorio","tag-giovanni-anselmo","tag-giulio-paolini","tag-giuseppe-penone","tag-jannis-kounelis","tag-luciano-fabro","tag-mario-merz","tag-marisa-merz","tag-michelangelo-pistoletto","tag-nicole-buesing-heiko-klaas","tag-paris","tag-pier-paolo-calzolari","tag-pinault-collection","tag-pino-pascali","autor-nicole-buesing-heiko-klaas"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die arme Kunst im Tempel des Geldes - on art Magazine<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die arme Kunst im Tempel des Geldes - on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"In der Pariser Bourse de Commerce feiert die Pinault Collection die Arte Povera \u2013 grandios inszeniert von der ehemaligen Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev. Erde, Kohle, Altkleider, Zweige, Holz, Jutes\u00e4cke, Bindf\u00e4den oder gar Kartoffeln: Die K\u00fcnstler:innen der Arte Povera vollf\u00fchrten Mitte der 1960er Jahre eine radikale Abkehr von den tradierten Materialien der Bildenden Kunst. Statt mit \u00d6l [&hellip;]\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-01-08T17:00:44+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-08-14T20:00:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2560\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1437\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"12 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\"},\"headline\":\"Die arme Kunst im Tempel des Geldes\",\"datePublished\":\"2025-01-08T17:00:44+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:03+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/\"},\"wordCount\":1890,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/01\\\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg\",\"keywords\":[\"Alighiero Boetti\",\"Arte Povera\",\"Bourse de Commerce\",\"Carolyn Christov-Bakargiev\",\"Emilio Prini\",\"Gilberto Zorio\",\"Giovanni Anselmo\",\"Giulio Paolini\",\"Giuseppe Penone\",\"Jannis Kounelis\",\"Luciano Fabro\",\"Mario Merz\",\"Marisa Merz\",\"Michelangelo Pistoletto\",\"Nicole B\u00fcsing &amp; Heiko Klaas\",\"Paris\",\"Pier Paolo Calzolari\",\"Pinault Collection\",\"Pino Pascali\"],\"articleSection\":[\"Features &amp; Reviews\"],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/\",\"name\":\"Die arme Kunst im Tempel des Geldes - on art Magazine\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/01\\\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg\",\"datePublished\":\"2025-01-08T17:00:44+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:03+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/01\\\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/01\\\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg\",\"width\":2560,\"height\":1437,\"caption\":\"Mario Merz, Che fare?, 1968. Wachs, Leuchtstoffr\u00f6hre in Metallgef\u00e4\u00df, 14,5 \u00d7 45 cm. Mit freundlicher Genehmigung der GAM \u2013 Galleria Civica d\u2019Arte Moderna e Contemporanea (Turin) \\\/ Fondazione Guido ed Ettore De Fornaris. Foto: Adagp, Paris, 2024.\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/01\\\/08\\\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Start\",\"item\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die arme Kunst im Tempel des Geldes\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"name\":\"on art Magazine\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\",\"name\":\"re-book marketing & kommunikation\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"width\":615,\"height\":65,\"caption\":\"re-book marketing & kommunikation\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/on_art_news\\\/\",\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/onartmagazine\",\"https:\\\/\\\/www.threads.com\\\/@on_art_news\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/on-art-news.bsky.social\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\",\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Frank Niederl\u00e4nder\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/author\\\/fniederlaender\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Die arme Kunst im Tempel des Geldes - on art Magazine","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Die arme Kunst im Tempel des Geldes - on art Magazine","og_description":"In der Pariser Bourse de Commerce feiert die Pinault Collection die Arte Povera \u2013 grandios inszeniert von der ehemaligen Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev. Erde, Kohle, Altkleider, Zweige, Holz, Jutes\u00e4cke, Bindf\u00e4den oder gar Kartoffeln: Die K\u00fcnstler:innen der Arte Povera vollf\u00fchrten Mitte der 1960er Jahre eine radikale Abkehr von den tradierten Materialien der Bildenden Kunst. Statt mit \u00d6l [&hellip;]","og_url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/","og_site_name":"on art Magazine","article_publisher":"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","article_published_time":"2025-01-08T17:00:44+00:00","article_modified_time":"2026-08-14T20:00:03+00:00","og_image":[{"width":2560,"height":1437,"url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Frank Niederl\u00e4nder","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"Frank Niederl\u00e4nder","Estimated reading time":"12 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/"},"author":{"name":"Frank Niederl\u00e4nder","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5"},"headline":"Die arme Kunst im Tempel des Geldes","datePublished":"2025-01-08T17:00:44+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:03+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/"},"wordCount":1890,"publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg","keywords":["Alighiero Boetti","Arte Povera","Bourse de Commerce","Carolyn Christov-Bakargiev","Emilio Prini","Gilberto Zorio","Giovanni Anselmo","Giulio Paolini","Giuseppe Penone","Jannis Kounelis","Luciano Fabro","Mario Merz","Marisa Merz","Michelangelo Pistoletto","Nicole B\u00fcsing &amp; Heiko Klaas","Paris","Pier Paolo Calzolari","Pinault Collection","Pino Pascali"],"articleSection":["Features &amp; Reviews"],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/","url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/","name":"Die arme Kunst im Tempel des Geldes - on art Magazine","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg","datePublished":"2025-01-08T17:00:44+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:03+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/#primaryimage","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/250108-mario-merz-che-fare-1968-scaled.jpg","width":2560,"height":1437,"caption":"Mario Merz, Che fare?, 1968. Wachs, Leuchtstoffr\u00f6hre in Metallgef\u00e4\u00df, 14,5 \u00d7 45 cm. Mit freundlicher Genehmigung der GAM \u2013 Galleria Civica d\u2019Arte Moderna e Contemporanea (Turin) \/ Fondazione Guido ed Ettore De Fornaris. Foto: Adagp, Paris, 2024."},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/01\/08\/die-arme-kunst-im-tempel-des-geldes\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Start","item":"https:\/\/on-art.news\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die arme Kunst im Tempel des Geldes"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/on-art.news\/#website","url":"https:\/\/on-art.news\/","name":"on art Magazine","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/on-art.news\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization","name":"re-book marketing &amp; communication","url":"https:\/\/on-art.news\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","width":615,"height":65,"caption":"re-book marketing & kommunikation"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","https:\/\/www.facebook.com\/onartmagazine","https:\/\/www.threads.com\/@on_art_news","https:\/\/bsky.app\/profile\/on-art-news.bsky.social"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5","name":"Frank Niederl\u00e4nder","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","caption":"Frank Niederl\u00e4nder"},"url":"https:\/\/on-art.news\/en\/author\/fniederlaender\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2335"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2335\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15296,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2335\/revisions\/15296"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1219"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2335"},{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=2335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}