{"id":2343,"date":"2025-02-16T15:37:17","date_gmt":"2025-02-16T14:37:17","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=7696"},"modified":"2026-08-14T22:00:03","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:03","slug":"fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/","title":{"rendered":"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">Zur Position des amerikanischen K\u00fcnstlers Fareed Armaly<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Akademie der K\u00fcnste, Berlin, wird in diesem Jahr keinen K\u00e4the-Kollwitz-Preis vergeben. Der amerikanische K\u00fcnstler Fareed Armaly lehnt ab. Obwohl, wie er in einem zweiseitigen Antwortschreiben an den Akademie-Pr\u00e4sidenten Manos Tsangaris im August letzten Jahres betont, diese Auszeichnung f\u00fcr ihn aus verschiedenen Gr\u00fcnden von besonderer Bedeutung sei: Als Anerkennung seines Lebenswerks, vergeben von einer der \u00e4ltesten Institutionen ihrer Art in Europa; weil die Zusammensetzung der Jury \u2013 Ay\u015fe Erkmen, Mona Hatoum, und Eran Schaerf \u2013 die Ver\u00e4nderungen in der Kunst reflektiere, seit er Ende der 1980er-Jahre in Westdeutschland zu arbeiten begann; und weil die Arbeit der Namensgeberin K\u00e4the Kollwitz von Empathie f\u00fcr diejenigen getragen sei, die keine Macht und keine Stimme haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Heute werde ich mit dem K\u00e4the-Kollwitz-Preis ausgezeichnet in einem historisch prek\u00e4ren Moment, der von einem verst\u00f6renden Trend der Zensur gepr\u00e4gt ist&#8220;, kommt Armaly auf der zweiten Seite seines Antwortschreibens zur Sache. &#8222;Seit mehreren Jahren ist eine stark politisierte, reaktion\u00e4re Wende in der offiziellen Kulturpolitik festzustellen, die darauf abzielt, diejenigen, die sich f\u00fcr die Rechte der Pal\u00e4stinenser nach internationalem Recht einsetzen, zum Schweigen zu bringen. Dies hat zu einer l\u00e4nger werdenden Liste von Absagen gef\u00fchrt \u2013 Ehrungen, Buchpreise, Ausstellungen, Lehrvertr\u00e4ge, Einladungen zu Diskussionen und Vortr\u00e4gen.&#8220; Armaly spricht von einem &#8222;Gespenst der Lackmustests und Treueschw\u00fcre&#8220; und f\u00e4hrt fort: &#8222;In einem solchen Kontext der Einsch\u00fcchterung scheinen liberale Kulturinstitutionen eine Haltung der Selbstgerechtigkeit und Selbstzensur einzunehmen.&#8220; Resultat sei eine &#8222;st\u00e4ndige Entmenschlichung der Pal\u00e4stinenser&#8220;, denen &#8222;ihre Handlungsmacht und ihre Stimme verdunkelt und entzogen werden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geht, um es kurz zu machen, um zehntausende Menschenleben, um die Sprengkraft mehrerer Hiroshima-Bomben auf einer Fl\u00e4che kleiner als K\u00f6ln, aber doppelt so dicht bev\u00f6lkert, um die Vernichtung nahezu der gesamten Bebauung und Infrastruktur, des Ackerlandes und eines reichen Kulturerbes, mit Waffen, die zu einem nicht unbedeutenden Teil auch aus Deutschland kommen. Und um ein gespenstisches Schweigen, da jede Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleichgesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf Nachfrage verweist Armaly auf das <em>Archive of Silence<\/em>, eine Liste von mehr als 200 Absagen seit dem 7.&nbsp;Oktober 2023. Es beginnt allerdings schon fr\u00fcher: 2020 war Achille Mbembe eingeladen, die Er\u00f6ffnungsrede der Ruhrtriennale zu halten. F\u00fcnf Jahre zuvor hatte der kamerunische Historiker noch den Geschwister-Scholl-Preis erhalten. Nun beschuldigte ihn Felix Klein, der Beauftragte der Bundesregierung, des Antisemitismus, weil er mit der BDS-Bewegung sympathisiere. BDS hei\u00dft <em>Boykott, Divestment and Sanctions<\/em> und versteht sich als gewaltfreie Alternative des Widerstands gegen die israelische Besatzung. Zu den Unterst\u00fctzerinnen z\u00e4hlen die Philosophin Judith Butler, die nicht mehr in Deutschland auftritt, weil sie die Meinungsfreiheit hier nicht gew\u00e4hrt sieht, und die kanadische Autorin Naomi Klein, die im Online-Gespr\u00e4ch mit dem Kulturzentrum Oyoun in Berlin-Neuk\u00f6lln sagt: &#8222;I\u2019m one of the first Jews to be censored by Germany.&#8220; Der Berliner Senat hatte Oyoun die Mittel gestrichen, weil dort eine Veranstaltung der <em>J\u00fcdischen Stimme f\u00fcr einen gerechten Frieden in Nahost <\/em>stattgefunden hatte. J\u00fcdinnen und Juden, die f\u00fcr einen gerechten Frieden eintreten, so die verquere Logik, sind Antisemiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer in Deutschland israelische Kriegsverbrechen anprangert oder Menschenrechte f\u00fcr Pal\u00e4stinenser einfordert, ohne zuvor den Angriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 durch Adjektive wie heimt\u00fcckisch oder hinterh\u00e4ltig zu kennzeichnen, riskiert in Deutschland seinen Job. Darauf wollten es Tsangaris und sein Stellvertreter Anh-Linh Ngo wohl nicht ankommen lassen. Sie betonen, die Akademie wende sich &#8222;gegen jede Art von Zensur und Selbstzensur, zu der auch die Cancel-Culture, Boykott-Aufrufe und politische Beeinflussung z\u00e4hlen.&#8220; Die von Armaly angesprochene, spezifisch deutsche Form der Cancel Culture gegen\u00fcber denen, die sich f\u00fcr die Rechte der Pal\u00e4stinenser einsetzen, erw\u00e4hnen sie mit keinem Wort und nehmen so selbst an jenem Schweigen teil, das Armaly beklagt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armaly ist anderen Diskursen und Loyalit\u00e4ten verpflichtet. Als amerikanischer K\u00fcnstler mit pal\u00e4stinensischen und libanesischen Eltern, Verwandten und Bekannten teilt er die Kritik internationaler K\u00fcnstler:innen, wie sie sich vor einem Jahr im Boykottaufruf <em>Strike<\/em> <em>Germany<\/em> artikulierte: gegen einen McCarthyismus der deutschen Politik, gegen die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), die Kritik an Israel als Antisemitismus bezeichnet, und einen damit verbundenen strukturellen Rassismus. &#8222;Um meine Stimme als K\u00fcnstler zu behalten&#8220;, schreibt Armaly, &#8222;muss ich diesen Preis ablehnen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"792\" height=\"1024\" data-id=\"1281\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Armaly-The-reOrient-cover-2023-792x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1281\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Armaly-The-reOrient-cover-2023-792x1024.jpg 792w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Armaly-The-reOrient-cover-2023-232x300.jpg 232w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Armaly-The-reOrient-cover-2023-768x993.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Armaly-The-reOrient-cover-2023-1189x1536.jpg 1189w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Armaly-The-reOrient-cover-2023.jpg 1211w\" sizes=\"(max-width: 792px) 100vw, 792px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" data-id=\"1282\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-THE-reOrient-1989_2021-BOOK-DETAIL-img-rights-ARMALY-bkweb-1024x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1282\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-THE-reOrient-1989_2021-BOOK-DETAIL-img-rights-ARMALY-bkweb-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-THE-reOrient-1989_2021-BOOK-DETAIL-img-rights-ARMALY-bkweb-300x300.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-THE-reOrient-1989_2021-BOOK-DETAIL-img-rights-ARMALY-bkweb-150x150.jpg 150w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-THE-reOrient-1989_2021-BOOK-DETAIL-img-rights-ARMALY-bkweb-768x767.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-THE-reOrient-1989_2021-BOOK-DETAIL-img-rights-ARMALY-bkweb-100x100.jpg 100w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-THE-reOrient-1989_2021-BOOK-DETAIL-img-rights-ARMALY-bkweb-120x120.jpg 120w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-THE-reOrient-1989_2021-BOOK-DETAIL-img-rights-ARMALY-bkweb.jpg 1275w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"1283\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-The-reOrient-1989_2021-img-rights-ARMALY-bk4x3we-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1283\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-The-reOrient-1989_2021-img-rights-ARMALY-bk4x3we-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-The-reOrient-1989_2021-img-rights-ARMALY-bk4x3we-300x225.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-The-reOrient-1989_2021-img-rights-ARMALY-bk4x3we-768x576.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-The-reOrient-1989_2021-img-rights-ARMALY-bk4x3we.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: The (re)Orient, Cover mit Ausschnitt aus Edweard Muybridge: Animal Locomotion Studies, Tafel 359, Detail. <strong>Middle<\/strong>: Buchumschl\u00e4ge aus Fotokopien von Reiseberichten aus der Biblioth\u00e8que Nationale, Paris. <strong>Right<\/strong>: The (re)Orient, Version Museum f\u00fcr moderne Kunst (mumok), Wien, 2021; in der L\u00fcnette: Vivant Denon, Ruines d&#8217;Hieraconpolis, Tafel 54 aus: Voyage dans la Basse et la Haute \u00c9gypte, pendant les campagnes du g\u00e9n\u00e9ral Bonaparte, 1802, Detail.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Selbst- und Fremdbilder<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei ist Armaly kein K\u00fcnstler-Aktivist wie Nan Goldin, Kollwitz-Preistr\u00e4gerin 2022, die zur Er\u00f6ffnung ihrer Retrospektive <em>vor<\/em> dem Eingang der Neuen Nationalgalerie sprechen musste, um ihre Kritik an Israel und Deutschland nicht in die heiligen Hallen der Kunst eindringen zu lassen. Er definiert sich auch nicht als Pal\u00e4stinenser, sondern als Amerikaner \u2013 wenn es jemand genau wissen will: in Deutschland lebender Amerikaner pal\u00e4stinensisch-libanesischer Abstammung. Seine &#8222;Bindestrich-Identit\u00e4t&#8220; resultiert freilich nicht aus einer Addition arabischer und amerikanischer Elemente. Vielmehr ist Armalys Erfahrung gepr\u00e4gt von Differenz: davon, aufgrund seines Namens als <em>anders<\/em> eingeordnet zu werden \u2013 vergleichbar etwa mit der Lage junger Afrodeutscher, die st\u00e4ndig mit der Frage konfrontiert werden, woher sie den &#8222;eigentlich&#8220; k\u00e4men, auch wenn sie im Schwarzwald oder in der L\u00fcneburger Heide geboren und aufgewachsen sind. Mit Stuart Hall sucht er nach <em>Routes<\/em> statt <em>Roots<\/em>, Wegen in die Zukunft statt Wurzeln in der Vergangenheit. Ihn interessiert, wie sich Selbst- und Fremdbilder konstituieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau dies war Thema seiner ersten gr\u00f6\u00dferen Einzelausstellung <em>The (re)Orient<\/em> 1989 in der Galerie Sylvana Lorenz in Paris, in der er, auf den Spuren von Edward Sa\u00efd, der Konstruktion des Orient und damit des Ost-West-Gegensatzes nachging. Als ehemaliger Assistent Joseph Kosuths sensibilisiert f\u00fcr die Mechanismen der Bezeichnung, vermied er, wie noch das Cover von Sa\u00efds 1978 erschienenem Buch, das Problem an der Oberfl\u00e4che orientalistischer Klischees in der Malerei des 19. Jahrhunderts zu verorten. Er wollte das Verh\u00e4ltnis von Bilddarstellungen und Machtverh\u00e4ltnissen grundlegender reflektieren. 1989 war, als zentraler Bestandteil von Fran\u00e7ois Mitterands <em>Grands Projets<\/em>, die gl\u00e4serne Pyramide von Ieoh Ming Pei als neuer Eingang in den Louvre er\u00f6ffnet worden. Der Louvre sollte das gr\u00f6\u00dfte Museum der Welt werden \u2013 wie schon 1802 unter Vivant Denon, dem ersten Direktor des Museums in den R\u00e4umen des ehemaligen K\u00f6nigsschlosses: Hier beginnt die Geschichte des modernen Museums. Im selben Jahr erschien auch Denons illustrierter Reisebericht <em>Voyage dans la Basse et la Haute Egypte<\/em>, gefolgt von \u00dcbersetzungen ins Englische und Deutsche und vierzig weiteren Auflagen. Entstanden war diese erste Beschreibung der alt\u00e4gyptischen St\u00e4tten in Wort und Bild auf Napoleons \u00c4gyptenfeldzug 1798. Auf einer Tafel stellt sich der Autor selbst beim Zeichnen der Ruinen von Hieraconpolis dar. Den zentralen Teil dieses Stichs: der Zeichner und die Ruine vor der aufgehenden Sonne, brachte Armaly in der L\u00fcnette \u00fcber dem Eingang der Galerie Lorenz an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>(re)Orient<\/em> spielt mit der Doppelbedeutung von <em>Orient<\/em> und <em>orientieren<\/em>: &#8222;You\u2019re running through the Louvre&#8220;, hei\u00dft es im gedruckten F\u00fchrer, einem wichtigen Teil des Projekts, zu einer ersten, wiederkehrenden Videoprojektion aus Jean-Luc Godards Film <em>Bande \u00e0 part<\/em>, in der tats\u00e4chlich Schauspieler durch den Louvre rennen. &#8222;No, you\u2019re not&#8220;, sch\u00e4rft der Text die Wahrnehmung, Teil eines mehrfach gefilterten Darstellungs- und Wahrnehmungsprozesses zu sein: &#8222;You identify: people running through the Louvre. You identify: actors playing &#8218;running through the Louvre.'&#8220; Armalys Exponate sind nicht autonome Kunstwerke im <em>White Cube<\/em> der Galerie. Sie sind Anhaltspunkte, um mit Hilfe des F\u00fchrers die Wahrnehmung zu Stichworten wie <em>Wahrheit<\/em>, <em>Beschreibung, Beobachtung, Erinnerung,<\/em> <em>Zeitlosigkeit<\/em> neu zu justieren: sich zu re-orientieren. Die Galerie ist <em>Kamera<\/em> im griechisch-arabisch-lateinischen Wortsinn: ein Apparat der Bildproduktion. Sie wirft Licht auf die Objekte und damit auf das Thema, den Orient, der sich durch die Bilddarstellungen erst konstituiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Zeitpunkt der Ausstellung war gekennzeichnet vom epochalen Umbruch von einer bipolaren zu einer multipolaren Weltordnung. Im M\u00e4rz 1989 hatte in Berlin das Haus der Kulturen der Welt er\u00f6ffnet, von Mai bis August im Centre Pompidou in Paris die Ausstellung <em>Magiciens de la terre<\/em> stattgefunden, die erstmals den Kanon der westlichen Gegenwartskunst auf andere Weltregionen erweiterte, wobei beide an einem Konzept regional begrenzter Kulturen festhielten. Wenige Tage nach dem Ende der Ausstellung fiel die Berliner Mauer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Darstellung des Orient als eines zeitlosen <em>Anderen<\/em> geht einher mit einer epistemischen Gewalt. Es ist der Westen, der definiert, was der Osten ist. Dies resultiert auch in physischer Gewalt. Eine Granath\u00fclse aus dem Besitz der Familie, in die zwei Pyramiden und eine Lkw-Kolonne eingraviert sind, erinnerte als Objekt und Bild an den Ersten Weltkrieg. Ein Fundst\u00fcck: eine aufgeschlagene Doppelseite des Katalogs der Firma Letraset zeigte links ein Portr\u00e4t Napoleons, rechts eine Landkarte des Libanon und das Bild eines amerikanischen Milit\u00e4rhubschraubers. 26 Karten in einem \u00e4hnlichen Stil addierten sich zu einem Bild des b\u00fcrgerkriegsgeplagten Beirut. Es handelt sich um ein Myriorama: erfunden im Jahr 1802, in dem auch Denons <em>Voyage<\/em> erschien, um den Blick junger Bildungsreisender auf die antiken St\u00e4tten zu schulen. In immer neuen Permutationen lassen sich die Karten zu wechselnden Landschaftbildern zusammensetzen: Ein sarkastischer Kommentar zu den t\u00e4glichen, aus immer gleichen Stereotypen zusammengesetzten Medienbildern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das &#8222;(re)&#8220; im Titel der Ausstellung l\u00e4sst sich in zwei Richtungen lesen: Einmal als eben jene Reiteration des immer Gleichen, die auch ein weiteres Exponat ansprach: eine gro\u00dfe Scheibe, auf der im Kreis herum 48 Buchumschl\u00e4ge angeordnet waren. Auf dem R\u00fccken stand immer &#8222;Voyage&#8220;, im Stil von Denons Bericht. Die Vorderseite zeigte Cover und Einzelseiten von Reiseberichten aus zwei Jahrhunderten, fotokopiert aus der Biblioth\u00e8que Nationale: Ein Blatt zeigt eine schematische Darstellung des von 1921 bis 1938 stark gewachsenen syrisch-libanesischen Au\u00dfenhandels. <em>Le Voyage du g\u00e9n\u00e9ral de Gaulle en Syrie et au Liban<\/em> steht, ganz in napoleonischem Duktus, auf einem Bericht aus dem Jahr 1942. <em>Bienvenue au Liban<\/em>, gr\u00fc\u00dft ein Prospekt zur <em>Ann\u00e9e Touristique 1955<\/em>. Es endet im Jahr der Ausstellung mit einem gek\u00fcrzten Reprint der <em>Description de l\u2019\u00c9gypte<\/em>, erschienen 1809 in 23 B\u00e4nden auf den Spuren von Denons Reisebericht, nun neu herausgegeben vom <em>Institut du monde arabe<\/em>: einem weiteren von Mitterands <em>Grand Projets<\/em>. Die Geschichte dreht sich im Kreis. Die arabische Welt selbst betrachtet sich durch die Linse des Orientalismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die andere Lesart des &#8222;(re)&#8220; w\u00e4re, die Blickrichtung zu \u00e4ndern. Gleich zu Beginn des Ausstellungsf\u00fchrers erinnert Armaly an den Marsch f\u00fcr Gleichheit und gegen Rassismus von Marseille nach Paris im Jahr 1983. Ein weiteres Exponat war die Tafel 359 der <em>Animal Locomotion Series<\/em> des Fotografen Edweard Muybridge. Die Bewegungsstudie zeigt einen mehr oder minder nackten Mann, der sich mit einem Gewehr mit aufgesetztem Bajonett von links nach rechts bewegt: wie immer bei Muybridge vor einem dunklen Grund mit hellem Quadratraster. Die klassische Tradition der Aktdarstellung, die wissenschaftliche Vermessung der Welt und milit\u00e4rische Aggression verbinden sich zu einem Sinnbild des europ\u00e4ischen Mannes. Wer am hinteren Ende der Ausstellung angelangt war und sich umdrehte, sah sein eigenes Bild in einer Reihe von Spiegeln. Sie trugen auf der R\u00fcckseite das Raster der Muybridge-Fotos, am unteren Rand aber arabische statt lateinischer Zahlen: Eine Erinnerung daran, dass die Bewegungsrichtung von links nach rechts nicht naturgegeben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nummer 359 hat als einzige der 781 Tafeln von Muybridge eine Fehlstelle, die Armaly auf dem Cover seiner k\u00fcrzlich erschienenen Publikation zu dem Projekt in den Mittelpunkt r\u00fcckt. Das Buch erschien anl\u00e4sslich des Ankaufs, eigentlich einer Rekonstruktion der Arbeit durch das Museum moderner Kunst (mumok) in Wien. Armalys Projekt hat auch nach 35 Jahren nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Wie eine Karikatur auf die Umwidmung des Louvre in ein Museum wirkt etwa die Rekonstruktion des Berliner Stadtschlosses mit Geldern eines gesichert antisemitischen Gro\u00dfspenders zur Ausstellung kolonialer Raubg\u00fcter, die nun, nach den Empfehlungen von Felwine Sarr und B\u00e9n\u00e9dicte Savoy an den franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten, schrittweise restitutiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue, Wiener Version von <em>(re) Orient<\/em> enth\u00e4lt einen Beitrag von Akram Zaatari. Ein Foto aus dem Jahr 1990 zeigt das zerst\u00f6rte Cinema Rivoli in Beirut. &#8222;Orient&#8220; steht in nicht mehr intakter Leuchtschrift \u00fcber der Fassade. Im Mittelpunkt stehen drei B\u00fccher: In einer kleinen, franz\u00f6sisch-amerikanischen Dokumentation unter dem Titel <em>Beirut City Center<\/em> halten renommierte Fotografen den Zustand der Stadt nach dem Ende des B\u00fcrgerkriegs fest. Aber es sind keine Menschen zu sehen. F\u00fcr den Blick von au\u00dfen spielen die Bewohner der Stadt offenbar keine Rolle. Um dem entgegenzuwirken, hat Zaatari 1997 mit anderen die <em>Arab Image Foundation<\/em> gegr\u00fcndet, wie er in Armalys Publikation ausf\u00fchrt. Weitere Beitr\u00e4ge aus den Jahren 1990 bis 2023 beleuchten die Entstehungsgeschichte von Peis Pyramide und den Louvre Abu Dhabi, dazu Themen wie <em>Inag(in)ing Geography<\/em> und <em>The Orient and Other Others<\/em>, erg\u00e4nzt um ein Interview mit dem Psychologen Robert K. Beshara zu seinem Buch <em>Freud and Said. Contrapuntal Psychoanalysis as Liberation Praxis<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"792\" height=\"1024\" data-id=\"1284\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-ORPHEE-1990-Cover-2025-792x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1284\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-ORPHEE-1990-Cover-2025-792x1024.jpeg 792w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-ORPHEE-1990-Cover-2025-232x300.jpeg 232w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-ORPHEE-1990-Cover-2025-768x993.jpeg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/ARMALY-ORPHEE-1990-Cover-2025.jpeg 961w\" sizes=\"(max-width: 792px) 100vw, 792px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"746\" data-id=\"1285\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Mirror-from-_Orphee_-Cocteau-1950-1024x746.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1285\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Mirror-from-_Orphee_-Cocteau-1950-1024x746.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Mirror-from-_Orphee_-Cocteau-1950-300x218.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Mirror-from-_Orphee_-Cocteau-1950-768x559.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Mirror-from-_Orphee_-Cocteau-1950.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" data-id=\"1286\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/fareed-armaly-orphee-1990-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1286\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/fareed-armaly-orphee-1990-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/fareed-armaly-orphee-1990-300x200.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/fareed-armaly-orphee-1990-768x512.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/fareed-armaly-orphee-1990.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Orph\u00e9e 1990, Cover: Personaleingang Maison de la Culture et de la Communication (MCC), Saint-\u00c9tienne, mit Handabdr\u00fccken aller am Bau Beteiligten. <strong>Middle<\/strong>: Standbild aus: Jean Cocteau, Orph\u00e9e mit dem dreiteiligen Spiegel, durch den Orpheus in die Unterwelt eintaucht. <strong>Right<\/strong>: Maison de la Culture et de la Communication (MCC), Saint-\u00c9tienne, Vorraum mit Blick in den unzug\u00e4nglichen Ausstellungsraum. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Frage der Institutionen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem Band ist Armaly wieder da angelangt, wo er Ende der 1980er-Jahre angefangen hat: beim Publizieren. Waren es damals zwei Musikzeitschriften, die keine waren, da sie jeweils nur einmal erschienen, so wendet er sich heute mangels gr\u00f6\u00dferer Auftr\u00e4ge, von denen seine gro\u00dfen, wichtigeren Arbeiten immer abh\u00e4ngig waren, erneut seinen ersten Ausstellungen zu. Das zweite Buch, <em>Orph\u00e9e 1990<\/em>, steht kurz vor dem Erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Orph\u00e9e 1990<\/em> war Armalys erste Ausstellung in einer Kulturinstitution: der <em>Maison de la Culture et de la Communication <\/em>(MCC) in Saint-\u00c9tienne in der Region Rh\u00f4ne-Alpes. Es war zugleich eine Ausstellung <em>\u00fcber<\/em> diese Institution, gegr\u00fcndet Ende der 1960er-Jahre als Teil des gro\u00df angelegten Kulturhaus-Programms des Ministers f\u00fcr kulturelle Angelegenheiten Andr\u00e9 Malraux, der im ganzen Land Tempel der Hochkultur einrichten wollte. Wie eine moderne Akropolis thront das volumin\u00f6se brutalistische Geb\u00e4ude, auf einem H\u00fcgel im Zentrum der Stadt. Urspr\u00fcnglich erbaut f\u00fcr Kulturveranstaltungen aller Art, dient der Bau nur noch als Oper: mit einem Saal mit 1.200 Pl\u00e4tzen, erstaunlich gro\u00df f\u00fcr eine Stadt von damals 200.000 Einwohnern. Die Er\u00f6ffnung, als Haus f\u00fcr Kultur und Freizeit, fand im Februar 1969 statt, kurz vor Ende der Amtszeit Malraux\u2018, den die Verh\u00e4ltnisse vor Ort in den einzelnen Kommunen wenig interessierten. In der 68er-Zeit gerieten<em> die Maisons de la Culture<\/em> weiter in die Kritik. Solche Widerspr\u00fcche waren es, die Armaly interessierten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Personaleingang, Titelmotiv von Armalys Publikation, haben alle Beteiligten, vom Architekten bis zum einfachen Arbeiter, ihre Handabdr\u00fccke im Beton hinterlassen. Sie korrespondieren auf seltsame Weise mit den H\u00e4nden des Orpheus, der in Jean Cocteaus Film <em>Orph\u00e9e<\/em> aus dem Jahr 1949 einen dreiteiligen Spiegel abtastet beim Versuch auf die andere Seite zu gelangen. Zwischen diesen beiden Polen, Cocteaus Film und der <em>Maison de Culture<\/em> selbst, inszeniert Armaly ein Vexierspiel, das sich von Filmausschnitten im Eingangsbereich bis in die Rahmenwerkstatt neben dem Vorraum der Galerie in der f\u00fcnften Etage erstreckt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die andere Seite des Spiegels: Dieses Motiv, das eigentlich aus Lewis Carrolls <em>Through the Looking-Glass<\/em> stammt, hat Cocteau aus einem der <em>Sonette an Orpheus<\/em> von Rainer Maria Rilke \u00fcbernommen. Bei Cocteau ist die andere Seite des Spiegels die Unterwelt. Zugleich empf\u00e4ngt der moderne Orpheus, ein Dichter, dem die Inspiration abhanden gekommen ist, Signale aus einem Radioapparat. Armaly hat diese Szenen im Wechsel mit dem originalen Soundtrack, der an die <em>Musique concr\u00e8te<\/em> von Pierre Schaeffer und Pierre Henry erinnert, mit Aufnahmen aus dem Rundfunkarchiv von Saint-\u00c9tienne unterlegt. Weitere Monitore in der sonst nicht f\u00fcr das Publikum ge\u00f6ffneten Rahmenwerkstatt zeigten eine andere Unterwelt: die kahlen G\u00e4nge f\u00fcr die Arbeiter im Unterb\u00fchnenbereich. Auf einem Tisch lagen Lokalzeitungen aus. An den W\u00e4nden des Vorraums der Galerie hingen, sauber gerahmt, nicht eigene Werke, sondern Kinderzeichnungen. Der Ausstellungsraum selbst blieb unzug\u00e4nglich, verbarrikadiert durch eine Glast\u00fcr aus der Bauzeit des Kulturhauses, die Armaly aus dem Depot wieder hervorgeholt hat: undurchdringlich wie Cocteaus Spiegel, dessen Form in einem leeren Rahmen weiter hinten um Raum wieder auftauchte. Die hehren Ideale der Hochkultur konterkarierte die Ausstellung so immer wieder mit den gegenl\u00e4ufigen lokalen, marxistischen und p\u00e4dagogischen Ans\u00e4tzen der Nach-68er-Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn es etwas gibt, was Malraux \u2013 der auch den Begriff des <em>Mus\u00e9e imaginaire<\/em> gepr\u00e4gt hat \u2013 mit den 1968er-Studenten verbindet, so die Hervorhebung der Imagination. &#8222;Forget all you have learnt. Begin dreaming&#8220;, hei\u00dft es im Ausstellungsf\u00fchrer: eine Aufforderung, Kulturinstitutionen wie das MCC nicht als gegeben, unver\u00e4nderlich zu betrachten, sondern aus den kontr\u00e4ren Ans\u00e4tzen, die sich in ihnen verk\u00f6rpern, eigene Schl\u00fcsse zu ziehen und neue Perspektiven zu entwickeln. Diesen Ansatz hat Armaly auch in anderen Projekten verfolgt, etwa im Kunstverein M\u00fcnchen oder im Palais de Beaux-Arts in Br\u00fcssel, und am K\u00fcnstlerhaus Stuttgart zu einer Neuprogrammierung entwickelt, die seine Nachfolger:innen freilich nicht aufgegriffen haben. Ein \u00e4hnlicher Ansatz bestimmt aber auch seine Documenta-Arbeit zu Pal\u00e4stina, <em>From\/To<\/em>, urspr\u00fcnglich entwickelt f\u00fcr das Museum Witte de With in Rotterdam, und seine konzeptionelle Beteiligung an der arch\u00e4ologischen Ausstellung <em>Gaza \u2013 \u00e0 la crois\u00e9e des civilisations<\/em> 2007 im Mus\u00e9e d\u2019art et d\u2019histoire in Genf: Pal\u00e4stina und Gaza sind nicht unver\u00e4nderliche Gegebenheiten, sondern das, was wir \u2013 die Ausstellungsbesucher, eingeladenen Fotografen und Filmemacher \u2013 uns darunter vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es wirkt ein wenig ironisch, wenn Tsangaris in seiner Antwort an Armaly meint, die Akademie \u2013 eine mehr als 300 Jahre alte Einrichtung \u2013 sei keine Institution, sondern eine freie Vereinigung von K\u00fcnstlern, die nur ihrem eigenen Gewissen folgen w\u00fcrden. Die Akademie lebt im Wesentlichen von Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr Kultur und Medien. Diese hat der Documenta im November 2023, nachdem bekannt wurde, dass Ranjit Hoskot\u00e9 einen BDS-Aufruf unterzeichnet hatte, offen mit einem Entzug der F\u00f6rdergelder gedroht und damit den R\u00fccktritt der gesamten Findungskommission ausgel\u00f6st: ein unmissverst\u00e4ndliches Signal an die Kulturwelt, auf keinen Fall von der Linie der deutschen Politik abzuweichen, die BDS mit Antisemitismus gleichsetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eran Schaerf, der aus Israel stammt und seit 40 Jahren in Deutschland lebt, bedauert, dass der Pr\u00e4sident der Akademie Armaly im Alleingang geantwortet hat, statt die Jury zu konsultieren. Daf\u00fcr hat Tsangaris 20 Tage gebraucht, sechs Monate hingegen, um die Absage an die \u00d6ffentlichkeit zu tragen. Die Begr\u00fcndung der Jury, warum sie sich f\u00fcr Armaly entschieden hat, bleibt nun auf einen Absatz in der Pressemitteilung beschr\u00e4nkt, w\u00e4hrend zu allen seitherigen Preistr\u00e4gern ausf\u00fchrliche Stellungnahmen im Netz stehen. Schaerf vermisst zudem ein Engagement des Pr\u00e4sidiums f\u00fcr die Mitglieder, die wie Candice Breitz, aber auch wie er selbst im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt von Absagen betroffen waren und sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armaly hat sich nichts vorzuwerfen. Er ist seinem Grundsatz treu geblieben, sich f\u00fcr diejenigen einzusetzen, die keine Macht und keine Stimme haben; die das Bild, das sich die Welt von ihnen macht, nicht selbst bestimmen. Von einer Institution, die zum Leiden der Pal\u00e4stinenser schweigt, wollte er sich nicht auszeichnen lassen.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Armalys Website: <a href=\"https:\/\/www.fareedarmaly.net\/\">https:\/\/www.fareedarmaly.net\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stellungnahme der Akademie: <a href=\"https:\/\/www.adk.de\/de\/presse\/pressemitteilungen.htm?we_objectID=67641\">https:\/\/www.adk.de\/de\/presse\/pressemitteilungen.htm?we_objectID=67641<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Archive of Silence: <a href=\"https:\/\/docs.google.com\/spreadsheets\/d\/1Vq2tm-nopUy-xYZjkG-T9FyMC7ZqkAQG9S3mPWAYwHw\/edit#gid=1227867224\">https:\/\/docs.google.com\/spreadsheets\/d\/1Vq2tm-nopUy-xYZjkG-T9FyMC7ZqkAQG9S3mPWAYwHw\/edit#gid=1227867224<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Position des amerikanischen K\u00fcnstlers Fareed Armaly Die Akademie der K\u00fcnste, Berlin, wird in diesem Jahr keinen K\u00e4the-Kollwitz-Preis vergeben. Der amerikanische K\u00fcnstler Fareed Armaly lehnt ab. Obwohl, wie er in einem zweiseitigen Antwortschreiben an den Akademie-Pr\u00e4sidenten Manos Tsangaris im August letzten Jahres betont, diese Auszeichnung f\u00fcr ihn aus verschiedenen Gr\u00fcnden von besonderer Bedeutung sei: Als [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1287,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[33,355,411,447,765],"autor":[1634],"class_list":["post-2343","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-features","tag-akademie-der-kuenste-berlin","tag-dietrich-heissenbuettel","tag-eran-schaerf","tag-fareed-armaly","tag-kaethe-kollwitz-preis","autor-dietrich-heissenbuettel"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben - on art Magazine<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Die Akademie der K\u00fcnste, Berlin, wird in diesem Jahr keinen K\u00e4the-Kollwitz-Preis vergeben. Der amerikanische K\u00fcnstler Fareed Armaly lehnt ab.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben - on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die Akademie der K\u00fcnste, Berlin, wird in diesem Jahr keinen K\u00e4the-Kollwitz-Preis vergeben. Der amerikanische K\u00fcnstler Fareed Armaly lehnt ab.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-02-16T14:37:17+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-08-14T20:00:03+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2280\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1281\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"19 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\"},\"headline\":\"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben\",\"datePublished\":\"2025-02-16T14:37:17+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:03+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/\"},\"wordCount\":3266,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/02\\\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg\",\"keywords\":[\"Akademie der K\u00fcnste Berlin\",\"Dietrich Hei\u00dfenb\u00fcttel\",\"Eran Schaerf\",\"Fareed Armaly\",\"K\u00e4the-Kollwitz-Preis\"],\"articleSection\":[\"Features &amp; Reviews\"],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/\",\"name\":\"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben - on art Magazine\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/02\\\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg\",\"datePublished\":\"2025-02-16T14:37:17+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:03+00:00\",\"description\":\"Die Akademie der K\u00fcnste, Berlin, wird in diesem Jahr keinen K\u00e4the-Kollwitz-Preis vergeben. Der amerikanische K\u00fcnstler Fareed Armaly lehnt ab.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/02\\\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/02\\\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg\",\"width\":2280,\"height\":1281,\"caption\":\"Portr\u00e4t Fareed Armaly.\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/02\\\/16\\\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Start\",\"item\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"name\":\"on art Magazine\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\",\"name\":\"re-book marketing & kommunikation\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"width\":615,\"height\":65,\"caption\":\"re-book marketing & kommunikation\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/on_art_news\\\/\",\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/onartmagazine\",\"https:\\\/\\\/www.threads.com\\\/@on_art_news\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/on-art-news.bsky.social\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\",\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Frank Niederl\u00e4nder\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/author\\\/fniederlaender\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben - on art Magazine","description":"Die Akademie der K\u00fcnste, Berlin, wird in diesem Jahr keinen K\u00e4the-Kollwitz-Preis vergeben. Der amerikanische K\u00fcnstler Fareed Armaly lehnt ab.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben - on art Magazine","og_description":"Die Akademie der K\u00fcnste, Berlin, wird in diesem Jahr keinen K\u00e4the-Kollwitz-Preis vergeben. Der amerikanische K\u00fcnstler Fareed Armaly lehnt ab.","og_url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/","og_site_name":"on art Magazine","article_publisher":"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","article_published_time":"2025-02-16T14:37:17+00:00","article_modified_time":"2026-08-14T20:00:03+00:00","og_image":[{"width":2280,"height":1281,"url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Frank Niederl\u00e4nder","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"Frank Niederl\u00e4nder","Estimated reading time":"19 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/"},"author":{"name":"Frank Niederl\u00e4nder","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5"},"headline":"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben","datePublished":"2025-02-16T14:37:17+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:03+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/"},"wordCount":3266,"publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg","keywords":["Akademie der K\u00fcnste Berlin","Dietrich Hei\u00dfenb\u00fcttel","Eran Schaerf","Fareed Armaly","K\u00e4the-Kollwitz-Preis"],"articleSection":["Features &amp; Reviews"],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/","url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/","name":"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben - on art Magazine","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg","datePublished":"2025-02-16T14:37:17+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:03+00:00","description":"Die Akademie der K\u00fcnste, Berlin, wird in diesem Jahr keinen K\u00e4the-Kollwitz-Preis vergeben. Der amerikanische K\u00fcnstler Fareed Armaly lehnt ab.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/#primaryimage","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Fareed-Armaly-PORTRAIT-\u00a9-2025-F.Armaly.-1280px-1-bearb.jpg","width":2280,"height":1281,"caption":"Portr\u00e4t Fareed Armaly."},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/02\/16\/fuer-diejenigen-die-keine-stimme-haben\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Start","item":"https:\/\/on-art.news\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"F\u00fcr diejenigen, die keine Stimme haben"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/on-art.news\/#website","url":"https:\/\/on-art.news\/","name":"on art Magazine","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/on-art.news\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization","name":"re-book marketing &amp; communication","url":"https:\/\/on-art.news\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","width":615,"height":65,"caption":"re-book marketing & kommunikation"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","https:\/\/www.facebook.com\/onartmagazine","https:\/\/www.threads.com\/@on_art_news","https:\/\/bsky.app\/profile\/on-art-news.bsky.social"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5","name":"Frank Niederl\u00e4nder","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","caption":"Frank Niederl\u00e4nder"},"url":"https:\/\/on-art.news\/en\/author\/fniederlaender\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2343"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2343\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15301,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2343\/revisions\/15301"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1287"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2343"},{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=2343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}