{"id":2380,"date":"2025-05-30T10:14:14","date_gmt":"2025-05-30T08:14:14","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=8869"},"modified":"2026-08-14T22:00:04","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:04","slug":"zensur-zensur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/","title":{"rendered":"Zensur! Zensur?"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">Abgesagt und nun doch: eine Gespr\u00e4chsreihe der Villa Stuck zum Thema Absagen und Zensur.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war wie ein Nachtrag zum Kafka-Jahr, ein Jahr nach der gro\u00dfen Ausstellung der Villa Stuck zum 100. Todestag des Autors: Am 5. M\u00e4rz hatte im Interimsquartier des M\u00fcnchner Museums der erste Termin einer Gespr\u00e4chsreihe zum Thema <em>Absagen, Zensur und Boykott<\/em> <em>in Deutschland<\/em> stattfinden sollen, die eigentlich schon ab Januar geplant war. &#8222;Die Grenzen von Rede- und Kunstfreiheit stehen derzeit auf dem Pr\u00fcfstand&#8220;, hie\u00df es in der Ank\u00fcndigung. &#8222;Absagen, Boykott, Zensur, Verhaltensklauseln und Proteste haben massive Auswirkungen auf den Kulturbereich, doch das Reden dar\u00fcber f\u00e4llt schwer.&#8220; Geplant als dritter Teil eines Projekts der kubanischen K\u00fcnstlerin Tania Bruguera unter dem Titel <em>The Condition of No<\/em>, im Anschluss an eine Ausstellung der K\u00fcnstlerin und ein Filmfestival \u00fcber China, gab die Villa Stuck dann jedoch am Abend vor dem Termin bekannt: &#8222;Nachdem die Stadt M\u00fcnchen gegen die Rednerliste interveniert hatte, wollten das Museum und die Kuratoren diese Intervention nicht akzeptieren und sagten deshalb die gesamte Reihe ab.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zensur in Kuba und China: das \u00fcberrascht nicht. Aber in Deutschland? Angeblich hatte die Stadtverwaltung moniert, einer der Teilnehmer h\u00e4tte einen Aufruf im Rahmen der Kampagne <em>Boycott, Divestment and Sanctions<\/em> (BDS) unterschrieben. Dabei handelte es sich offenbar um den Historiker Aziz al-Asmeh, Professor emeritus der <em>Central European University Wien<\/em>, der tats\u00e4chlich einen Aufruf von 400 Philosophieprofessoren zum akademischen und kulturellen Boykott Israels vom 31. Oktober 2023 unterzeichnet hatte. Doch auf Nachfrage des Deutschlandfunks (dlf) wollte das Kulturreferat davon nichts wissen: &#8222;Warum auf der Homepage der Villa Stuck auf die Stadt M\u00fcnchen und den so genannten BDS-Beschluss Bezug genommen wird, verwundert uns sehr&#8220;, so die schriftliche Antwort, &#8222;insbesondere auch deshalb, da diesem Beschluss keine rechtliche Au\u00dfenwirkung mehr zukommt.&#8220; M\u00fcnchen hatte bereits 2017, zwei Jahre vor dem Bundestag, eine BDS-Resolution verabschiedet, die jedoch vom Bundesverwaltungsgericht 2022 f\u00fcr unwirksam erkl\u00e4rt worden war. Auf R\u00fcckfrage des dlf pr\u00e4zisierte Michael Buhrs, der Direktor der Villa Stuck, es sei nicht unbedingt um BDS gegangen, aber die Stadt habe gegen einen der Teilnehmer &#8222;aktiv interveniert&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Gespr\u00e4chen zwischen Stadt und Museum wurden Zensur und Absage dann doch vermieden. Die ersten drei Diskussionsrunden \u2013 mit al-Asmeh gleich zu Beginn \u2013 haben inzwischen stattgefunden, zwei weitere sind Anfang Juli geplant.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-4 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"765\" height=\"1024\" data-id=\"1490\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Photo_Tania_Bruguera_300dpi_130_174mm-1-765x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1490\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Photo_Tania_Bruguera_300dpi_130_174mm-1-765x1024.jpg 765w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Photo_Tania_Bruguera_300dpi_130_174mm-1-224x300.jpg 224w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Photo_Tania_Bruguera_300dpi_130_174mm-1-768x1029.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Photo_Tania_Bruguera_300dpi_130_174mm-1-1147x1536.jpg 1147w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Photo_Tania_Bruguera_300dpi_130_174mm-1-1529x2048.jpg 1529w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Photo_Tania_Bruguera_300dpi_130_174mm-1.jpg 1535w\" sizes=\"(max-width: 765px) 100vw, 765px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"731\" height=\"1024\" data-id=\"1492\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Aziz-al-Asmeh-731x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1492\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Aziz-al-Asmeh-731x1024.jpg 731w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Aziz-al-Asmeh-214x300.jpg 214w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Aziz-al-Asmeh-768x1076.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Aziz-al-Asmeh-1096x1536.jpg 1096w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Aziz-al-Asmeh.jpg 1142w\" sizes=\"(max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"707\" height=\"1024\" data-id=\"1493\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Susan-Neiman-707x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1493\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Susan-Neiman-707x1024.jpg 707w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Susan-Neiman-207x300.jpg 207w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Susan-Neiman-768x1113.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Susan-Neiman-1060x1536.jpg 1060w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Susan-Neiman.jpg 1104w\" sizes=\"(max-width: 707px) 100vw, 707px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"689\" data-id=\"1491\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Eyal-Weizman-portrait_RBA-3-1024x689.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1491\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Eyal-Weizman-portrait_RBA-3-1024x689.jpeg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Eyal-Weizman-portrait_RBA-3-300x202.jpeg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Eyal-Weizman-portrait_RBA-3-768x517.jpeg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Eyal-Weizman-portrait_RBA-3.jpeg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Tania Bruguera, Aziz al-Asmeh, Susan Neiman und Eyal Weizman<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gr\u00fcnde, Hintergr\u00fcnde<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ausgangspunkt des Projekts, so Bruguera, zu Beginn des Auftaktgespr\u00e4chs aus Boston zugeschaltet, war die Documenta 15, zu der sie mit ihrem Kollektiv <em>Instar <\/em>eingeladen war. <em>Instar<\/em> ist ein Akronym f\u00fcr <em>Instituto de Artivismo Hannah Arendt<\/em>, hei\u00dft aber auch <em>dr\u00e4ngen<\/em>. Bruguera dr\u00e4ngt auf Ver\u00e4nderungen. Das Kollektiv hatte sie 2015 gegr\u00fcndet, nachdem sie in Havanna mit anderen 100 Stunden aus Hannah Arendts <em>Elemente und Urspr\u00fcnge totaler Herrschaft<\/em> gelesen und dies, da sie unter Hausarrest stand, \u00fcber Lautsprecher in den Stra\u00dfenraum \u00fcbertragen hatte. Die Beh\u00f6rden versuchten sie mit Presslufth\u00e4mmern zu \u00fcbert\u00f6nen. Sie wurde kurzzeitig verhaftet. Sie habe Erfahrungen aus erster Hand mit Zensur, erkl\u00e4rte Bruguera nun. Gewisse Elemente der Documenta-Debatte erinnerten sie an die Verh\u00e4ltnisse in Kuba, ebenso die Vorg\u00e4nge im <em>Hamburger Bahnhof<\/em>, Berlin, wo sie die Lesung 2024 wiederholt hatte, bis sie von Pal\u00e4stina-Aktivisten gest\u00f6rt wurde und das Museum die Performance absagte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In beiden F\u00e4llen ging es um die umstrittene Frage des Antisemitismus. Der Bundestag hat sich 2017 auf die Arbeitsdefinition der <em>International Holocaust Remembrance Alliance<\/em> (IHRA) festgelegt, erweitert jedoch um den Satz: &#8222;Dar\u00fcber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als j\u00fcdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.&#8220; Das bedeutet in der Praxis, dass jede Kritik an Israel als Antisemitismus ausgelegt werden kann. In \u00e4hnlicher Weise setzt die 2019 vom Bundestag verabschiedete BDS-Resolution jeden Aufruf zum R\u00fcckzug von Gesch\u00e4ften mit Waren aus dem Westjordanland, zum Boykott von Waffenlieferungen an Israel oder von akademischen und kulturellen Einrichtungen mit dem Boykott j\u00fcdischer Gesch\u00e4fte in der NS-Zeit gleich. Der Berliner Kultursenator Joe Chialo wollte dar\u00fcber hinaus vor einem Jahr die Vergabe von F\u00f6rdermitteln mittels einer so genannten Antidiskriminierungsklausel an ein Bekenntnis zu Israel im Sinne des Bundestags binden, zog diese dann jedoch wieder zur\u00fcck. Ende 2024 kam noch die Resolution <em>Nie wieder ist jetzt: J\u00fcdisches Leben in Deutschland sch\u00fctzen, bewahren und st\u00e4rken<\/em>, kurz Antisemitismus-Resolution dazu, die angesichts der asymmetrischen Verh\u00e4ltnisse im Gazastreifen \u2013 die Opferzahlen auf pal\u00e4stinensischer Seite sind mindestens 50 mal so hoch wie auf israelischer \u2013 einseitig nur antiisraelische Angriffe verurteilt und sanktionieren will und sich dabei unter anderem auf die Debatte um die Documenta 15 beruft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Sie w\u00e4re niemals in der Lage gewesen, das Projekt allein durchzuf\u00fchren,<strong> <\/strong>gestand Bruguera, da sie die deutschen Verh\u00e4ltnisse nicht ausreichend kenne. Hier kommt Florian Malzacher ins Spiel, Dramaturg und Kurator, der mit ihr schon lange zusammenarbeitet. Er hat bereits an der Ruhrtriennale 2020 mitgewirkt, die nach Antisemitismus-Vorw\u00fcrfen gegen den kamerunischen Historiker Achille Mbembe verschoben wurde, ist also mit der Thematik vertraut. Malzacher hat 2021 unter dem Titel <em>The Art of Assembly<\/em> eine Vortrags- und Diskussionsreihe ins Leben gerufen, die das Potenzial von Versammlungen auf der &#8222;Suche nach alternativen Formen des Zusammenkommens, des Argumentierens und Entscheidens, des Verhandelns von Gemeinschaft und Gesellschaft&#8220; ausloten will, mit Roland Wenninger von der Villa Stuck die Gespr\u00e4chsreihe konzipiert und am 3. Mai die erste Runde moderiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Grenzen der Freiheit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Freiheit der Rede ist immer begrenzt, unter anderem durch Umgangsformen und H\u00f6flichkeitsregeln&#8220;, er\u00f6ffnete al-Asmeh die erste Gespr\u00e4chsrunde, die unter dem Titel stand: <em>Wo sind die Grenzen?<\/em> Nun aber sei es der Staat, der die Redefreiheit begrenze. In Deutschland gesch\u00e4hen &#8222;sehr seltsame, surreale Dinge&#8220;, so der Historiker, der als Beispiel Claudia Roths Reaktion bei der Preisverleihung der Berlinale f\u00fcr den Film <em>No Other Land<\/em> nannte, die nur dem israelischen, nicht dem pal\u00e4stinensischen Filmemacher Beifall zollen wollte. Die Art, wie Deutsche arabischer Herkunft behandelt w\u00fcrden, sei &#8222;an der Grenze der Humanit\u00e4t&#8220;. Eine &#8222;j\u00fcdisch-christliche Zivilisation&#8220;, wie sie neuerdings gegen den Islam in Stellung gebracht wird, habe es nie gegeben, tats\u00e4chlich sei der Antisemitismus im christlichen Abendland entstanden. Die Art, wie politische Interessengruppen und die Presse Vorverurteilungen ausspr\u00e4chen, erinnert ihn an den Iran, &#8222;nicht an ein freies Deutschland&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Al-Asmeh erkl\u00e4rt das mit J\u00fcrgen Habermas. Da ein reiner Verfassungspatriotismus zu wenig Identifikationspotenzial biete, sei das wesentliche Element, um nach dem Krieg eine neue, bundesdeutsche Identit\u00e4t zu definieren, die Abgrenzung zur DDR gewesen, die aber nach dem Ende des Kalten Krieges entfiel. Somit blieb nur die Shoah, ein &#8222;singul\u00e4res Ereignis&#8220; wie Habermas im Historikerstreit der 1980er-Jahre hervorgehoben hatte. Antizionismus mit Antisemitismus und Kritik an Israel gleichzusetzen, sei jedoch ein &#8222;kindisches Framing&#8220;. Deutschland untergrabe im Bund mit den USA internationale Standards und bringe die Stimmen der Pal\u00e4stinenser zum Schweigen. &#8222;Deutschland steht zum dritten Mal in der Geschichte auf der falschen Seite eines Genozids&#8220;, rief der Historiker aus: nach dem Genozid an den Herero und Nama und der Shoah nun im Fall der israelischen Angriffe auf Gaza.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Philosophin Susan Neiman, Direktorin des Einstein-Forums Potsdam, erkl\u00e4rte sich mit al-Asmeh weitgehend einig. Als sie 1982 nach Berlin kam, so die amerikanische J\u00fcdin, sei von Erinnerungskultur noch wenig zu sp\u00fcren gewesen. 2019 erschien ihr Buch <em>Learning from the Germans<\/em> \u00fcber die ihrer Meinung nach vorbildliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Wie sich das deutsche T\u00e4tervolk nun mit dem Opfervolk identifiziere, das wiederum mit Israel gleichgesetzt werde, h\u00e4lt sie jedoch f\u00fcr &#8222;wirklich bizarr&#8220;. Neiman geh\u00f6rt zu den Begr\u00fcndern der <em>Initiative<\/em> <em>GG 5.3 Weltoffenheit<\/em>, die sich gegen einen politischen Missbrauch des Antisemitismus-Vorwurfs und die BDS-Resolution des Bundestags ausspricht \u2013 die von der AfD in den Bundestag eingebracht wurde, wie Neiman hervorhob. Daraufhin h\u00e4tten sich die anderen Parteien beeilt, ihr nachzueifern: um nicht antisemitischer als die Rechtsradikalen zu erscheinen. Sie habe lange gez\u00f6gert, erkl\u00e4rte die Philosophin weiter, in Bezug auf Gaza den Begriff Genozid zu verwenden. Doch die israelische Zeitung <em>Ha\u2019aretz<\/em>, <em>Al Jazeera<\/em>, sogar die <em>New York Times<\/em> lieferten gen\u00fcgend Belege: &#8222;Echte Kinder werden von echten Waffen get\u00f6tet&#8220;, so Neiman w\u00f6rtlich, &#8222;oder durch den Entzug von Nahrungsmitteln.&#8220; Um sich zu \u00fcberzeugen, dass der Begriff Apartheid angebracht sei, reiche es allerdings aus, sich f\u00fcnf Minuten im Westjordanland aufzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Logik des Mobbing<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die deutsche Antisemitismus-Debatte, so al-Asmeh, folge einer Logik des Mobbing. In der zweiten Gespr\u00e4chsrunde zum Thema Kulturinstitutionen beleuchteten Margarita Tsomou und, aus London zugeschaltet, Eyal Weizman genauer, was das bedeutet. Die Skandalisierung \u2013 Tsomou, Dramaturgin am Theater <em>Hebbel am Ufer<\/em> (HAU) in Berlin, sprach von einer <em>Moral Panic<\/em> \u2013 folge einem klaren Drehbuch. Es werde eine Bedrohung f\u00fcr die \u201emoral righteous people\u201c, die anst\u00e4ndigen Menschen inszeniert, und zwar, wie sie sp\u00e4ter pr\u00e4zisierte, von Antideutschen wie den <em>Ruhrbaronen<\/em> oder dem <em>Kasseler B\u00fcndnis gegen Antisemitismus<\/em>: ein Blog einer Person, bei dem man sich fragen m\u00fcsse, ob es sich um einen bezahlten Vollzeitjob handle. Teile der j\u00fcdischen Gesellschaft s\u00e4hen jede Kritik an Israel als Gefahr f\u00fcr die j\u00fcdische Gemeinschaft. Aber: &#8222;Diese Menschen sind weder Juden, noch Israelis. Aber sehr laut.&#8220; Diese <em>Moral Panic<\/em>, so Tsomou, verst\u00e4rkt durch die verschiedenen Echokammern, steigere sich dann zu einer D\u00e4monisierungskampagne in den Medien. Hochschulen und Kulturinstitutionen st\u00fcnden unter Generalverdacht: ein Symptom einer autorit\u00e4ren Wende.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eyal Weizman, Begr\u00fcnder der Rechercheagentur <em>Forensic Architecture<\/em>, im vergangenen Jahr mit dem <em>Right Lievelihood Award<\/em>, den so genannten Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet, f\u00fchrte diese Logik des Mobbing an der eigenen Arbeit vor Augen. &#8222;Deutschland war wichtig f\u00fcr mich&#8220;, betont der israelische Architekt, der im Ausstellungshaus <em>Kunst-Werke<\/em> in Berlin 2003 erstmals seinen f\u00fcr den Weltarchitekturkongress des Vorjahres konzipierten, dann aber vom israelischen Architektenverband wieder abgesagten Beitrag zu den Siedlungen im Westjordanland vorgestellt hat. 2021 habe sich Claudia Roth an ihrem ersten Amtstag als Kulturstaatsministerin in der Ausstellung von <em>Forensic Architecture<\/em> zum NSU-Komplex im Maxim-Gorki-Theater gezeigt und fotografieren lassen. Im selben Jahr gr\u00fcndete Weizman den Berliner Ableger <em>Forensis<\/em>, benannt nach der gleichnamigen Ausstellung 2014 im Haus der Kulturen der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch nun erh\u00e4lt Forensis keine \u00f6ffentliche F\u00f6rderung mehr \u2013 was in erster Linie die F\u00e4lle von Polizeigewalt, der deutschen Kolonialgeschichte im heutigen Namibia und die Arbeit zur Migration betr\u00e4fe, wie Weizman feststellte. Nur noch zwei Mitarbeiter seien \u00fcbrig. Was ist passiert? Eine Autorin der <em>Tageszeitung<\/em> (taz) zog im Januar 2024 die Recherchen zu einem israelischen Angriff auf ein Krankenhaus in Gaza in Zweifel. Ohne Belege, sagt Weizman. Die Arbeit der Gruppe bestehe darin, im Auftrag der Opfer von Menschenrechtsverletzungen Beweise zu sammeln. Diese k\u00f6nnten jederzeit angefochten werden, wie vor Gericht. &#8222;Aber daf\u00fcr braucht es Beweise&#8220;, insistierte Weizman. Die habe die <em>taz<\/em> nicht geliefert. Mit fatalen Folgen: &#8222;Das zerst\u00f6rt unsere Arbeit in Deutschland.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kulturinstitutionen, anlysierte Tsomou, k\u00e4me in dieser Situation eine ambivalente Doppelrolle zu: Selbst von Budgetk\u00fcrzungen bedroht, h\u00e4tten sie auch eine Verantwortung gegen\u00fcber den K\u00fcnstlern. Sie st\u00fcnden vor der Wahl: entweder die deutsche Staatsr\u00e4son einer unverbr\u00fcchlichen Treue zu Israel durchzusetzen und damit die Meinungsfreiheit einzuschr\u00e4nken; offen Widerstand zu leisten; oder aber strategische Kompromisse zu schlie\u00dfen, um die Arbeit der K\u00fcnstler weiter unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Nach Recht und Gesetz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Zuerst die Strafe, dann das Urteil&#8220;, zitierte al-Asmeh die Herz-K\u00f6nigin aus Lewis Carrolls <em>Alice im Wunderland<\/em>. Jeder Versuch, so Neiman, eine \u00c4u\u00dferung zu unterdr\u00fccken, der vor Gericht gebracht wurde, sei f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt worden. Tsomou erkl\u00e4rte, die Resolution zum Schutz j\u00fcdischen Lebens sei ein &#8222;vor-legales Instrument&#8220; und nicht bindend. Die BDS-Resolution des Bundestags bezeichnete sie als &#8222;au\u00dfer-legal&#8220;, da sie den Gleichbehandlungsgrundsatz verletze. \u00c4hnlich Joe Chialos Antidiskriminierungsklausel: &#8222;Wir haben sie angefochten und gewonnen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Deutschland bricht internationales Recht, wenn es den Genozid nicht verhindert&#8220;, so Tsomou weiter. Weizman, der auch den Internationalen Gerichtshof ber\u00e4t, stellte klar: Genozid sei ein juristisch klar definierter Begriff. 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen beschlossen, als einige der Unterzeichner noch Koloniall\u00e4nder waren, sei die <em>Konvention \u00fcber die Verhinderung un Bestrafung des V\u00f6lkermordes<\/em>, wie die UN selbst, die <em>Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte<\/em> und der Internationale Gerichtshof als Reaktion auf die Shoah entstanden. Weizman hob hervor, dass S\u00fcdafrika, &#8222;ein Staat, der kolonisiert war und Apartheid erlebt hat&#8220;, im Prozess gegen Israel die Besatzung als Apartheid bezeichnet habe: ein ebenfalls v\u00f6lkerrechtlich klar definiertes Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Israel k\u00f6nne jederzeit Gegenargumente vorbringen. Eine Expertise auf dem Gebiet der Shoah, wie sie Deutschland am zweiten Tag der Verhandlungen in Den Haag geltend machen wollte, sei dagegen irrelevant: &#8222;Der Begriff der Shoah wird dort nicht verhandelt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tsomou hat, ausgehend vom 75. Geburtstag des Grundgesetzes im Mai 2024, in der digitalen B\u00fchne des Hebbel am Ufer (HAU4) eine Diskurs- und Podcastreihe unter dem Titel <em>On Justice<\/em> ins Leben gerufen. In bisher vier Episoden diskutieren hoch qualifizierte Jurist\/innen, aber auch Expert\/innen anderer Disziplinen, aktuelle Herausforderungen f\u00fcr die Demokratie und f\u00fcr die Kunst. Sie will Kultureinrichtungen in die Lage versetzen, ihre Rechte besser zu kennen und wahrzunehmen. &#8222;Wir m\u00fcssen uns organisieren&#8220;, meinte sie: um der Gefahr einer autorit\u00e4ren Wende zu begegnen. Von Absagen und Entlassungen Betroffenen r\u00e4t sie grunds\u00e4tzlich, zu klagen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Deutsche Diskursverengung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der dritten Gespr\u00e4chsrunde \u00fcber Universit\u00e4ten und Akademien wechselte die Sprache von Englisch zu Deutsch und die Debatte verengte sich auf die in Deutschland kontroversen Themen. Gegen die Beitr\u00e4ge von Meron Mendel, Direktor der Bildungsst\u00e4tte Anne Frank in Frankfurt, und Geraldine Rauch, Pr\u00e4sidentin der Technischen Universit\u00e4t (TU) Berlin, ist nichts zu sagen, auch nicht gegen die Moderation von Elke Buhr, Chefredakteurin des Kunstmagazins <em>monopol<\/em>. Doch sofort wurde Rauch mit der Besetzung eines H\u00f6rsaals an der Freien Universit\u00e4t (FU) konfrontiert, die freilich auch auf die harte Haltung der Universit\u00e4tsleitung zur\u00fcckzuf\u00fchren war, w\u00e4hrend an der TU, da Rauch Verst\u00e4ndnis zeigt f\u00fcr Studierende aus Pal\u00e4stina, von denen einige auch Angeh\u00f6rige verloren h\u00e4tten, so etwas noch nicht vorgekommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland, um es kurz zu machen, sind 50.000 Todesopfer und ein restlos zerst\u00f6rter Gazastreifen kein Skandal. Wohl aber, dass die Pr\u00e4sidentin der TU einmal einen Aufruf zum Waffenstillstand in den sozialen Medien mit einem &#8222;Like&#8220; versehen hat, der vom Bild einer Demonstration in der T\u00fcrkei begleitet war, auf dem ein Plakat zu sehen war, das Benjamin Netanjahu mit einem Hakenkreuz zeigte \u2013 was Rauch auf dem Bildschirm ihres Smartphones \u00fcbersehen hatte. Ihr blieb nichts anderes \u00fcbrig, als den Canossagang anzutreten. Wie sie aus den Medien erfuhr, wurde sie daraufhin vom Zukunftsrat von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgeschlossen. Als Pr\u00e4sidentin der TU trat sie allerdings nicht zur\u00fcck, was Mendel richtig findet: &#8222;R\u00fcckgrat zeigen ist immer gut&#8220;, so der Direktor der Frankfurter Bildungsst\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mendel meint allerdings, Funktionstr\u00e4ger sollten sich grunds\u00e4tzlich jeder Bet\u00e4tigung in den sozialen Medien enthalten. Falls dies ein gut gemeinter Ratschlag war, weil einen dies in die Bredouille bringen kann, ist dagegen nichts einzuwenden. Allerdings wird oftmals beklagt, dass sich die Meinungen heute in den Echokammern der medialen Plattformen herausbilden und verst\u00e4rken. Wenn dies zutrifft, warum sollten sich Menschen, die etwas zu sagen haben, ausgerechnet hier vornehm zur\u00fcckhalten? Letztlich folgte die Debatte um Rauch genau dem von Tsomou beschriebenen Drehbuch der Skandalisierung: Sofort nach Bekanntwerden erhoben die <em>J\u00fcdische Allgemeine<\/em> und die <em>Bild<\/em>-Zeitung schwere Vorw\u00fcrfe. Josef Schuster, dem Pr\u00e4sidenten des Zentralrats der Juden, war mit Rauchs Entschuldigung noch nicht zufrieden, was Mendel wiederum nicht erw\u00e4hnt. Der Grund, warum nicht nur Pal\u00e4stinenser protestieren und H\u00f6rs\u00e4le besetzen, also der israelische Angriff auf den Gazastreifen mit den verheerenden Folgen f\u00fcr die dort lebenden Menschen, kam angesichts dieser Debatte jedoch nur am Rande zur Sprache.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gespr\u00e4chsreihe ist damit noch nicht zu Ende. Am 4. Juli diskutiert Candice Breitz, die s\u00fcdafrikanische, j\u00fcdische K\u00fcnstlerin, deren Ausstellung das Saarlandmuseum wegen ihrer \u00c4u\u00dferungen zu Gaza im vergangenen Jahr abgesagt hat, mit dem Jura-Professor Christoph M\u00f6llers von der Humboldt-Universit\u00e4t, moderiert von Bernd Scherer, dem fr\u00fcheren Intendanten des Hauses der Kulturen der Welt. Zwei Tage sp\u00e4ter wollen Tania Bruguera, Roland Wenninger und Florian Malzacher Bilanz ziehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorl\u00e4ufig l\u00e4sst sich festhalten: F\u00fcr eine Gespr\u00e4chsrunde zum Fall der Documenta, die urspr\u00fcnglich auch auf dem Programm stand, haben sich offenbar keine Teilnehmer gefunden. W\u00e4hrend Eyal Weizman am Ende der zweiten Runde meinte, statt nur zu reden, w\u00e4re es Zeit, aktiv zu werden und etwa wie einige junge deutsche Aktivisten nach Malta zu fahren, um Hilfe zu unterst\u00fctzen, wiederholte Michael Buhrs vor jeder Gespr\u00e4chsrunde sein Mantra: &#8222;Wir d\u00fcrfen nie aufh\u00f6ren, miteinander zu sprechen.&#8220; Dass die Gespr\u00e4che, zuerst abgesagt, nun doch stattfinden, gibt ihm recht. Ein Pr\u00e4zedenzfall, meint Tsomou. So etwas sei noch nicht vorgekommen.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.villastuck.de\/programm\/detail\/the-condition-of-no\">Zur Gespr\u00e4chsreihe auf der Website der Villa Stuck<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.hau4.de\/on-justice-eine-diskursreihe\">Die Diskursreihe <em>On Justice<\/em> im Hebbel am Ufer<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/ein-raum-fur-den-freien-diskurs\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Der Verfassungsblog mit <em>Ein Raum f\u00fcr den freien Diskurs<\/em><\/a><br><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abgesagt und nun doch: eine Gespr\u00e4chsreihe der Villa Stuck zum Thema Absagen und Zensur. Es war wie ein Nachtrag zum Kafka-Jahr, ein Jahr nach der gro\u00dfen Ausstellung der Villa Stuck zum 100. Todestag des Autors: Am 5. M\u00e4rz hatte im Interimsquartier des M\u00fcnchner Museums der erste Termin einer Gespr\u00e4chsreihe zum Thema Absagen, Zensur und Boykott [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1488,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[145,218,355,439,466,554,932,977,967,1352,1362,1382,1446,1523],"autor":[1634],"class_list":["post-2380","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-features","tag-aziz-al-asmeh","tag-boycott-divestment-and-sanctions-bds","tag-dietrich-heissenbuettel","tag-eyal-weizman","tag-florian-malzacher","tag-geraldine-rauch","tag-margarita-tsomou","tag-meron-mendel","tag-muenchen","tag-susan-neiman","tag-tania-bruguera","tag-the-condition-of-no","tag-villa-stuck","tag-zensur","autor-dietrich-heissenbuettel"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zensur! Zensur? - on art Magazine<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Projekt zum Thema Zensur der kubanischen K\u00fcnstlerin Tania Bruguera unter dem Titel &quot;The Condition of No&quot; in der M\u00fcnchner Villa Stuck.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zensur! Zensur? - on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Projekt zum Thema Zensur der kubanischen K\u00fcnstlerin Tania Bruguera unter dem Titel &quot;The Condition of No&quot; in der M\u00fcnchner Villa Stuck.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-05-30T08:14:14+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-08-14T20:00:04+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1600\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1082\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"16 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\"},\"headline\":\"Zensur! Zensur?\",\"datePublished\":\"2025-05-30T08:14:14+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:04+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/\"},\"wordCount\":2821,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/05\\\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg\",\"keywords\":[\"Aziz al-Asmeh\",\"Boycott Divestment and Sanctions (BDS)\",\"Dietrich Hei\u00dfenb\u00fcttel\",\"Eyal Weizman\",\"Florian Malzacher\",\"Geraldine Rauch\",\"Margarita Tsomou\",\"Meron Mendel\",\"M\u00fcnchen\",\"Susan Neiman\",\"Tania Bruguera\",\"The Condition of No\",\"Villa Stuck\",\"Zensur\"],\"articleSection\":[\"Features &amp; Reviews\"],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/\",\"name\":\"Zensur! Zensur? - on art Magazine\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/05\\\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg\",\"datePublished\":\"2025-05-30T08:14:14+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:04+00:00\",\"description\":\"Projekt zum Thema Zensur der kubanischen K\u00fcnstlerin Tania Bruguera unter dem Titel \\\"The Condition of No\\\" in der M\u00fcnchner Villa Stuck.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/05\\\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025\\\/05\\\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg\",\"width\":1600,\"height\":1082,\"caption\":\"Florian Malzacher, Susan Neiman, Aziz al-Asmeh und Michael Buhrs am 7. Mai bei Tania Brugueras \\\"The Condition of No\\\".\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2025\\\/05\\\/30\\\/zensur-zensur\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Start\",\"item\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Zensur! Zensur?\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"name\":\"on art Magazine\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\",\"name\":\"re-book marketing & kommunikation\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"width\":615,\"height\":65,\"caption\":\"re-book marketing & kommunikation\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/on_art_news\\\/\",\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/onartmagazine\",\"https:\\\/\\\/www.threads.com\\\/@on_art_news\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/on-art-news.bsky.social\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\",\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Frank Niederl\u00e4nder\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/author\\\/fniederlaender\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Zensur! Zensur? - on art Magazine","description":"Projekt zum Thema Zensur der kubanischen K\u00fcnstlerin Tania Bruguera unter dem Titel \"The Condition of No\" in der M\u00fcnchner Villa Stuck.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Zensur! Zensur? - on art Magazine","og_description":"Projekt zum Thema Zensur der kubanischen K\u00fcnstlerin Tania Bruguera unter dem Titel \"The Condition of No\" in der M\u00fcnchner Villa Stuck.","og_url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/","og_site_name":"on art Magazine","article_publisher":"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","article_published_time":"2025-05-30T08:14:14+00:00","article_modified_time":"2026-08-14T20:00:04+00:00","og_image":[{"width":1600,"height":1082,"url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Frank Niederl\u00e4nder","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"Frank Niederl\u00e4nder","Estimated reading time":"16 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/"},"author":{"name":"Frank Niederl\u00e4nder","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5"},"headline":"Zensur! Zensur?","datePublished":"2025-05-30T08:14:14+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:04+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/"},"wordCount":2821,"publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg","keywords":["Aziz al-Asmeh","Boycott Divestment and Sanctions (BDS)","Dietrich Hei\u00dfenb\u00fcttel","Eyal Weizman","Florian Malzacher","Geraldine Rauch","Margarita Tsomou","Meron Mendel","M\u00fcnchen","Susan Neiman","Tania Bruguera","The Condition of No","Villa Stuck","Zensur"],"articleSection":["Features &amp; Reviews"],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/","url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/","name":"Zensur! Zensur? - on art Magazine","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg","datePublished":"2025-05-30T08:14:14+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:04+00:00","description":"Projekt zum Thema Zensur der kubanischen K\u00fcnstlerin Tania Bruguera unter dem Titel \"The Condition of No\" in der M\u00fcnchner Villa Stuck.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/#primaryimage","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/malzacher-neiman-al-asmeh-buhrs-2.jpg","width":1600,"height":1082,"caption":"Florian Malzacher, Susan Neiman, Aziz al-Asmeh und Michael Buhrs am 7. Mai bei Tania Brugueras \"The Condition of No\"."},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2025\/05\/30\/zensur-zensur\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Start","item":"https:\/\/on-art.news\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Zensur! Zensur?"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/on-art.news\/#website","url":"https:\/\/on-art.news\/","name":"on art Magazine","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/on-art.news\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization","name":"re-book marketing &amp; communication","url":"https:\/\/on-art.news\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","width":615,"height":65,"caption":"re-book marketing & kommunikation"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","https:\/\/www.facebook.com\/onartmagazine","https:\/\/www.threads.com\/@on_art_news","https:\/\/bsky.app\/profile\/on-art-news.bsky.social"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5","name":"Frank Niederl\u00e4nder","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","caption":"Frank Niederl\u00e4nder"},"url":"https:\/\/on-art.news\/en\/author\/fniederlaender\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2380"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2380\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15313,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2380\/revisions\/15313"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1488"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2380"},{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=2380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}