{"id":2457,"date":"2026-01-16T12:15:12","date_gmt":"2026-01-16T11:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=11152"},"modified":"2026-08-14T22:00:05","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:05","slug":"der-kuenstler-als-ethnologe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/","title":{"rendered":"Der K\u00fcnstler als Ethnologe"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"wp-block-heading\">Oliver Gathers experimentelle Feldforschungen zwischen Kunst und Wissenschaft.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oliver Gather erwartet uns schon in seinem im ersten Stock eines D\u00fcsseldorfer Hinterhofs gelegenen Atelier. In den lichten R\u00e4umen finden sich zahlreiche Modelle von Miniatur-Hochsitzen oder aber in Beton gegossene Wohnmobile. Meist sind es Studien, Vorstufen, Begleitprodukte oder Dokumentationen, die als Relikte im Studio verbleiben, da sich die eigentliche Arbeit von Gather zumeist im Au\u00dfenraum abspielt, sich immateriell in k\u00fcnstlerischen Sozialstudien manifestiert. Gather versteht sich entsprechend mehr als Ethnologe anstatt als K\u00fcnstler, wenn er R\u00e4ume und Kommunikationsstrukturen anhand von ortspezifischen Installationen, Performances oder filmischen Milieustudien eingehender k\u00fcnstlerischer Analyse unterzieht. Nach zahlreichen Lehrauftr\u00e4gen an unterschiedlichen Hochschulen lehrt Gather derzeit im Fachgebiet &#8222;Kultur-\u00c4sthetik-Medien&#8220; an der Hochschule D\u00fcsseldorf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oliver Gather wurde 1963 in D\u00fcsseldorf geboren, studierte von 1985 bis 1992 Freie Kunst\/ Bildhauerei an der D\u00fcsseldorfer Kunstakademie bei Ulrich R\u00fcckriem und Tony Cragg, absolvierte sein Studium als Meistersch\u00fcler bei letzterem. Schon fr\u00fch verlie\u00df Gather jedoch den musealen Ausstellungsraum, widmete sich R\u00e4umen au\u00dferhalb etablierter Kunstinstitutionen oder unterzog solche innerhalb k\u00fcnstlerischer Feldforschung einer neuen Betrachtung. Bereits im Jahr 1993 sollte Gather dem Kunstverein D\u00fcsseldorf eine Jahresgabe zur Verf\u00fcgung stellen. Statt einer Jahresgabe in Form eines zum Verkauf stehenden Objektes legte Gather den Fokus auf Kommunikation anhand eines gemeinsamen Erlebnisses. So bot er in ungew\u00f6hnlicher Geste einen Gutschein zum Spinatessen an. Das gemeinsame Abendessen hielt er nicht im Kunstverein selbst ab, sondern verlegte es in die K\u00fcchenabteilung eines Gebrauchtm\u00f6bellagers. Dessen Verkaufsr\u00e4ume befanden sich in einem vormaligen Luftschutzbunker in Flingern, den Gather kurzerhand zum Restaurant umfunktionierte. Alle Teilnehmer:innen erhielten eine Mahlzeit mit wahlweise einem Glas Wasser oder Milch, woraufhin man zusammen speiste \u2013 ein laut Gather unvergessliches Erlebnis.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aneignung kunstfremder R\u00e4ume<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Kunstkontext fremde R\u00e4ume galt weiterhin Gathers Augenmerk, sodass er zwischen 2005 und 2009 gemeinsam mit Rebekka Reich die Intervention &#8222;NOMAD CITY PASSAGE&#8220; realisierte. Innerhalb des Projekts luden die K\u00fcnstler:innen zu ungew\u00f6hnlichen Campingtouren im st\u00e4dtischen Raum ein. Beginnend mit Gathers Heimatstadt okkupierten die tempor\u00e4ren Zeltlager anschlie\u00dfend Linz und K\u00f6ln. Gather erz\u00e4hlt von der Besetzung des Museum Kunstpalast, des Medienhafens, der Shopping-Mall Sevens, eines Tennisclubs und einer Golfplatz-Rennbahn in D\u00fcsseldorf. Der Ablauf folgte dabei stets den gleichen Regeln: Nachmittags wurde eine Rezeption installiert, abends trafen die G\u00e4ste ein, worauf ihnen Zelt, Luftmatratze, Handtuch, Taschenlampe und Nachtlekt\u00fcre ausgeh\u00e4ndigt wurden. Zusammen mit dem jeweiligen Ortseignern kl\u00e4rten die K\u00fcnstler:innen das Publikum vor dem Zubettgehen \u00fcber die spezifische Historie des jeweiligen Ortes auf. In Linz breitete sich die nomadische Lagerst\u00e4tte auf Schaupl\u00e4tze am Stadtrand wie Schule, Kletterhalle, Wohnsiedlung, Wasserwerk oder Baumarkt aus, komplettierte ein gemeinsames Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Morgen das ungew\u00f6hnliche Ereignis. In K\u00f6ln wurden dagegen Hochhaussehns\u00fcchte mit den nomadischen Wurzeln des Menschen kombiniert, indem sonst unzug\u00e4ngliche oberste Etagen vom Funkhaus Wallrafplatz, Hansahaus, Hochhauskomplex der Fachhochschule K\u00f6ln, K\u00f6lnTriangle, Colonia-Geb\u00e4ude und K\u00f6lnturm sich \u00fcber sechs N\u00e4chte zu Zeltlagern wandelten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"769\" data-id=\"1890\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/triangel1-1024x769.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1890\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/triangel1-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/triangel1-300x225.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/triangel1-768x577.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/triangel1-1536x1154.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/triangel1.jpg 1709w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"697\" data-id=\"1892\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GWPtitel-1024x697.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1892\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GWPtitel-1024x697.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GWPtitel-300x204.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GWPtitel-768x523.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GWPtitel-1536x1045.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/GWPtitel.jpg 1772w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Oliver Gathers und Rebecca Reichs &#8222;Nomad City Passage&#8220;, Lagerplatz auf dem Triangel Hochhaus, K\u00f6ln. <strong>Right<\/strong>: Oliver Gather und Andrea Knobloch, &#8222;Gasthof Worringer Platz&#8220;, Glashaus f\u00fcr Ausstellungen, Performances, Lesungen und Filmvorf\u00fchrungen am Worringer Platz in D\u00fcsseldorf. Beide Fotos: Christian Ahlborn.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Verlagerung des intimsten Raumes, des Schlafplatzes, an einen \u00f6ffentlichen oder semi-\u00f6ffentlichen Ort sollte sich f\u00fcr das Publikum anhand des archaischen Aktes der Besetzung die gesamte Wahrnehmung von st\u00e4dtischer Architektur ver\u00e4ndern. Die durchl\u00e4ssige Membran des Zeltes lie\u00df stets Kontakt zur sonst eher als anonym wahrgenommenen Umgebung zu, f\u00fchrte zur Aneignung urbaner Architektur \u00e4hnlich naturnaher Orte. Die Neubesetzung ungew\u00f6hnlicher Orte setzte sich im gemeinsam mit Andrea Knobloch zwischen 2013 und 2020 betriebenen &#8222;Gasthof Worringer Platz&#8220; fort. Kein ganz einfaches Unterfangen, gilt der Worringer Platz in direkter N\u00e4he zum D\u00fcsseldorfer Hauptbahnhof doch seit jeher als No-Go-Area. Ohne einen Ausstellungsraum war der Gasthof darauf angewiesen, gem\u00e4\u00df dem eigenen Namen an anderen Stellen auf dem Platz zu gastieren. Als Ausgangspunkt fungierte allein ein auf dem Platz aufgestelltes Glashaus, das dauerhaft bespielt werden konnte. Mit Ausstellungen, Performances, Lesungen und Filmvorf\u00fchrungen wurden innerhalb vielf\u00e4ltiger Kooperationen die als schwierig geltenden sozialen R\u00e4ume auf dem Worringer Platz erschlossen. Nach Ende des Projektes f\u00fchrten die K\u00fcnstler:innen Evelyn M\u00f6cking und Christoph G\u00f6rke das Glashaus unter dem Namen &#8222;Palace&#8220; weiter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Garten als Spiegel b\u00fcrgerlicher Werte<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie wird der eigene Raum wahrgenommen und benutzt? Methodisch greift Gather auf eine Praxis von &#8222;Wohnen \u2013 Abschreiten \u2013 Sortieren&#8220; zur\u00fcck. Der Garten ist dabei ein sich durch sein Oeuvre ziehendes Motiv. So besch\u00e4ftigte er sich 2016\/17 mit Vorg\u00e4rten an der Schnittstelle zwischen \u00f6ffentlich und privat. Insbesondere den Formschnitt von Buchsb\u00e4umen als Spiegel b\u00fcrgerlicher Werte unterzog er einer eingehenden Untersuchung. An der Barbarastra\u00dfe in Ibbenb\u00fcren dokumentierte Gather die B\u00fcsche und kleinen B\u00e4ume innerhalb einer zeichnerischen Bestandsaufnahme mit Pinsel, Feder und Farben. Die Siedlung weist eine bewegte Geschichte auf, wurde in den 1950er-Jahren als Bergmannsiedlung gegr\u00fcndet. Zun\u00e4chst pflanzten die Bewohner:innen vornehmlich Obstb\u00e4ume an, sp\u00e4ter dominierten Tannenreihen hinter J\u00e4gerz\u00e4unen und heute finden sich akkurat in Form geschnittene Buchsb\u00e4ume.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"755\" data-id=\"1893\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-01-1024x755.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1893\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-01-1024x755.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-01-300x221.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-01-768x566.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-01.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"806\" data-id=\"1895\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-06-1024x806.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1895\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-06-1024x806.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-06-300x236.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-06-768x605.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-06.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"14182\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-02-1024x755.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14182\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"14172\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-09-1024x806.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14172\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"755\" data-id=\"1894\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-10-1024x755.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1894\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-10-1024x755.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-10-300x221.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-10-768x566.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-10.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"14174\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/buchsbaumanalyse-12-1024x807.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14174\"\/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Bestandsaufnahme: Oliver Gathers Aquarelle dokumentieren im Rahmen seines Projekts &#8222;Wohnen &#8211; Abschreiten &#8211; Sortieren&#8220; Buchsbaumvarianten auf der Grenzlinie zwischen &#8222;privat&#8220; und &#8222;\u00f6ffentlich&#8220; &#8211; Vorg\u00e4rten in der Barbarastra\u00dfe in Ibbenb\u00fcren.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sobald ein:e Nachbar:in mit der Neugestaltung des erweiterten Lebensraumes beginnt, l\u00e4sst sich beobachten, wie innerhalb k\u00fcrzester Zeit die anderen Anwohner:innen folgen und sich dem scheinbaren nachbarschaftlichen Diktat f\u00fcgen, um dieses innerhalb der selbst gesteckten Grenzen noch \u00fcbertreffen zu wollen. Gather schaute mit dem Blick des k\u00fcnstlerischen Forschers auf die Vorg\u00e4rten, kartierte die Kuben, Kegeln und Kugeln mit gewissenhafter Genauigkeit, fertigte einen ganzen Sommer lang transparente Aquarelle an. Die minimalistisch anmutende Formschnittkunst scheint zu diesem Zeitpunkt allerdings schon am Ende ihrer Bl\u00fcte angelangt zu sein. Vielleicht folgt als n\u00e4chstes der sich zunehmender Beliebtheit erfreuende Steingarten? Aus Gathers k\u00fcnstlerischer Analyse resultierte eine Publikation, welche die Aquarelle nach Hausnummern sortiert. Am Ende des schmalen Buches finden sich umkommentierte, gesammelte Aussagen von Bewohner:innen wie &#8222;Wer im Berg arbeitet, will ja vielleicht zuhause etwas haben, das immer gr\u00fcn ist&#8220;, &#8222;Wir m\u00f6gen Geometrie und Ordnung&#8220; oder &#8222;Das war schon so, als wir kamen. Und das bleibt auch&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zwischen Zeitverlust und Kontemplation<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Absurdit\u00e4t des Allt\u00e4glichen offenbart sich auch im Soundst\u00fcck mit Performance &#8222;TEMPUS FUGIT&#8220; aus dem Jahr 2017. Dieses beinhaltete eine Meditation auf konzentrisch angeordneten Knieb\u00e4nken, angeleitet vom Sound aufgenommener Stauansagen. Nicht die gew\u00f6hnliche Ansage von Staus findet sich jedoch auf die Schallplatten gebannt, sondern nur die Ansage des jeweiligen &#8222;Zeitverlustes&#8220;. Denn 2017 gaben die Rundfunksender Verkehrsstaumeldungen nicht mehr in Kilometern an, sondern in vermeintlich verlorener Zeit. Gather schnitt die Staunachrichten mehrerer Monate zusammen. Innerhalb des finalen Soundst\u00fccks steigert sich der &#8222;Zeitverlust&#8220; von zehn Minuten bis am Ende auf &#8222;m\u00f6glicherweise mehrere Stunden&#8220;. Die Ansagen flie\u00dfen redundant und rhythmisch ineinander, werden nur von wenigen zus\u00e4tzlichen Informationen wie Hinweise auf Hindernisse auf der Fahrbahn unterbrochen. Nach 28 Minuten herrscht Stille unter den Teilnehmer:innen der Meditation. Sie waren genauso zum Stillstand gezwungen wie die vom Stau betroffenen Fahrzeugf\u00fchrer:innen. Nur dass sie im Gegensatz zu den Fahrer:innen die vermeintlich angehaltene Zeit nicht als Verlust begriffen, sondern sie f\u00fcr sich nutzbar zu machen wussten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"1898\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0577k-scaled-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1898\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0577k-scaled-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0577k-scaled-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0577k-scaled-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0577k-scaled-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0577k-scaled-1.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"772\" height=\"1024\" data-id=\"1900\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0580-2k-scaled-1-772x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1900\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0580-2k-scaled-1-772x1024.jpg 772w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0580-2k-scaled-1-226x300.jpg 226w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0580-2k-scaled-1-768x1018.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0580-2k-scaled-1-1159x1536.jpg 1159w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0580-2k-scaled-1-1545x2048.jpg 1545w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0580-2k-scaled-1.jpg 1931w\" sizes=\"(max-width: 772px) 100vw, 772px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"1901\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0582-2k-scaled-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1901\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0582-2k-scaled-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0582-2k-scaled-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0582-2k-scaled-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0582-2k-scaled-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG_0582-2k-scaled-1.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"640\" data-id=\"13347\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8035-1-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13347\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8035-1-1.jpg 480w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8035-1-1-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"481\" height=\"617\" data-id=\"1896\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8038.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1896\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8038.jpg 481w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8038-234x300.jpg 234w\" sizes=\"(max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"640\" data-id=\"1902\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8039.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1902\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8039.jpg 480w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img_8039-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">In der oberen Reihe zeigen die Fotografien Hochsitzmodelle, die Oliver Gather im Rahmen einer Ausstellung im Kunstverein Battenberg im Jahr 2020 zeigte. Fotos: Christian Ahlborn. Darunter eine Auswahl aus der Aquarell-Serie &#8222;Kontemplative Hochsitze&#8220;.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kontemplation spielte in der zwischen 2019 und 2021 entwickelten Installation &#8222;HOCH SITZEN&#8220; ebenfalls eine bestimmende Rolle. In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Battenberg konstruierte Gather eine &#8222;Waldskulptur&#8220; in einem Waldst\u00fcck bei Laisa, bestehend aus zwei sich unmittelbar gegen\u00fcberstehenden, spiegelbildlich angeordneten Hochsitzen. Daf\u00fcr arbeitete er eng mit der \u00f6rtlichen J\u00e4gerschaft zusammen, drang in einen sonst meist verborgenen, eigent\u00fcmlich wirkenden sozialen Kosmos ein. Die nach au\u00dfen gerichteten Hochsitze wandelten sich bei Gather zu Innenschau bef\u00f6rdernden Kapseln. Den scheinbaren Widerspruch zwischen Naturverbundenheit und Jagd verhandelte zus\u00e4tzlich ein den Aufbau dokumentierender Film, welcher Gathers Changieren zwischen pers\u00f6nlicher N\u00e4he und professioneller Distanz eindr\u00fccklich veranschaulicht. Der Film feierte bei den Kurzfilmtagen in Oberhausen 2021 Premiere und wurde mit einer Auszeichnung pr\u00e4miert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Stellenausschreibung: Schmuckeremit:in<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein ganz besonderes Projekt realisierte Gather zwischen 2022 und 2024 in Pulheim, im Pendlereinzugsgebiet von K\u00f6ln. In den letzten 20 Jahren entstanden in Pulheim zahlreiche Eigenheimviertel, vom &#8222;Maler-&#8220; \u00fcber das &#8222;Planetenviertel&#8220; bis zum &#8222;Edelsteingarten&#8220;. Gather entschied sich nach Vorbesichtigung f\u00fcr die Siedlung &#8222;Edelsteingarten&#8220; und befragte in einer breit angelegten Studie die Anwohner:innen. Was sind die Sehns\u00fcchte und Tr\u00e4ume der Menschen in dem noch jungen Wohnviertel? Innerhalb seiner Recherche stie\u00df Gather sodann auf eine historische Stellenanzeige, in der ein englischer Adeliger aus dem 18. Jahrhundert einen Schmuckeremiten suchte. Daraufhin startete auch Gather einen Aufruf im <em>Kunstforum International<\/em>, in welchem sich K\u00fcnstler:innen um die Stelle als Schmuckeremit:in bewerben konnten. Daf\u00fcr sollten die Interessierten eine die Sehns\u00fcchte der Bewohner:innen adressierende Intervention entwickeln. Historisch gesehen waren Schmuckeremiten integraler Bestandteil englischer Landschaftsg\u00e4rten im 18. und 19. Jahrhundert. Sie sollten keine Gartenarbeit aus\u00fcben, sondern die k\u00fcnstlichen G\u00e4rten im Sinne eines Landschaftsgem\u00e4ldes beleben und schm\u00fccken. In Vertretung des vielbesch\u00e4ftigten Besitzers kam ihnen die Rolle des einfachen, gutm\u00fctigen Eremiten zu. In Stellenanzeigen aus der Zeit wurden diesbez\u00fcglich strenge Regulation f\u00fcr Kleidung, Verhalten und Aufenthaltsort aufgef\u00fchrt, zugleich entwickelte sich die T\u00e4tigkeit \u00fcber die Zeit zur gefragten Dienstleistung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"738\" height=\"1024\" data-id=\"1906\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/anzeige-schmuckeremit-1-738x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1906\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/anzeige-schmuckeremit-1-738x1024.jpg 738w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/anzeige-schmuckeremit-1-216x300.jpg 216w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/anzeige-schmuckeremit-1-768x1066.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/anzeige-schmuckeremit-1-1107x1536.jpg 1107w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/anzeige-schmuckeremit-1.jpg 1311w\" sizes=\"(max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"738\" height=\"1024\" data-id=\"1904\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Rueckseite-Eremit-3-738x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1904\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Rueckseite-Eremit-3-738x1024.jpg 738w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Rueckseite-Eremit-3-216x300.jpg 216w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Rueckseite-Eremit-3-768x1066.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Rueckseite-Eremit-3-1107x1536.jpg 1107w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Rueckseite-Eremit-3.jpg 1311w\" sizes=\"(max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"738\" height=\"1024\" data-id=\"1905\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Vorderseite-Eremit-3-738x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1905\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Vorderseite-Eremit-3-738x1024.jpg 738w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Vorderseite-Eremit-3-216x300.jpg 216w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Vorderseite-Eremit-3-768x1066.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Vorderseite-Eremit-3-1107x1536.jpg 1107w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Postkarte-Vorderseite-Eremit-3.jpg 1311w\" sizes=\"(max-width: 738px) 100vw, 738px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"785\" data-id=\"1908\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_Edelsteingarten_stefanieKlingemann_5H8A7068-1024x785.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1908\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_Edelsteingarten_stefanieKlingemann_5H8A7068-1024x785.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_Edelsteingarten_stefanieKlingemann_5H8A7068-300x230.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_Edelsteingarten_stefanieKlingemann_5H8A7068-768x589.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_Edelsteingarten_stefanieKlingemann_5H8A7068-1536x1178.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_Edelsteingarten_stefanieKlingemann_5H8A7068.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"785\" data-id=\"1909\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_edelsteingarten_TanjaKodlin_RamonGraefenstein_5H8A7307-1024x785.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1909\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_edelsteingarten_TanjaKodlin_RamonGraefenstein_5H8A7307-1024x785.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_edelsteingarten_TanjaKodlin_RamonGraefenstein_5H8A7307-300x230.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_edelsteingarten_TanjaKodlin_RamonGraefenstein_5H8A7307-768x589.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_edelsteingarten_TanjaKodlin_RamonGraefenstein_5H8A7307-1536x1178.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/schmuckeremit_im_edelsteingarten_TanjaKodlin_RamonGraefenstein_5H8A7307.jpg 2000w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Obere Reihe<\/strong>: Anzeige, Ank\u00fcndigungen des Ablaufs und des Castings f\u00fcr das Projekt &#8222;Schmuckeremit im Edelsteingarten&#8220;, das 2020 unter Beteiligung verschiedener K\u00fcnstler in Pulheim bei K\u00f6ln stattfand. <strong>Untere Reihe<\/strong>: Aktionen mit den K\u00fcnstler:innen Stefanie Klingemann, Tanja Kodlin und Ram\u00f2n Graefenstein. Beide Fotos: Christian Ahlborn.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sowohl der englische Landschaftsgarten als auch die relativ neue Wohnsiedlung erschaffen Illusionen von Natur, was f\u00fcr Gather das \u00fcberschneidende Moment beider auf den ersten Blick sehr unterschiedlichen Lebensbereiche darstellte. Gesucht wurde ein Schmuckeremit oder eine Schmuckeremitin, welcher oder welche die Siedlung &#8222;zur visuellen Verz\u00fcckung (\u2026) performativ komplettiert&#8220;. Die in einem bezahlten, \u00f6ffentlichen Casting auf einer Wiese in der Siedlung im August 2022 dargebotenen Performances reichten folgend von in der mexikanischen Kultur beheimateter Reinigung &#8222;La Limpa&#8220; von Alejandra Baltazares \u00fcber das Anfertigen von Hauszeichnungen von Michael Cichon bis zum Sch\u00f6nheitswettbewerb f\u00fcr Hunde von Stefanie Klingemann. Eine Jury aus Anwohner:innen, der B\u00fcrgermeisterin sowie der Kunstwissenschaftlerin Ann-Katrin G\u00fcnzel entschied sich schlie\u00dflich f\u00fcr Ram\u00f2n Graefenstein und Tanja Kodlin. Die beiden Kunstschaffenden verstanden die ausgeschriebene, ungew\u00f6hnliche Stelle als Verk\u00f6rperung des Wunsches nach \u201eOrtsungebundenheit, Freiheit und Wildheit\u201c. Mit einem Van fuhren sie in \u201eSafari\u201c durch die Siedlung, schlugen tempor\u00e4re Lager auf, zogen kurz darauf weiter. Das Gewinner:innen-Duo nahm die Stelle 2023 an, lauschte anhand von Gespr\u00e4chen mit den Bewohner:innen in die Siedlung hinein und entwickelte ortsspezifische Sound-Interventionen. Ihr Projekt spiegelte den Gegensatz zwischen der Sicherheit eines Eigenheims innerhalb klar definierter Grenzen und der Sehnsucht nach Mobilit\u00e4t wider, was beispielsweise ein Wohnmobil verspricht. Dazu finden sich auf der eigens zum Projekt angelegten Website Belegzitate aus der Bev\u00f6lkerung wie zum Beispiel &#8222;Ich meine, das nervt uns auch zum Teil, da haben die dann das Segelboot stehen und jetzt geht es mit den Wohnmobilen los&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Klang der Landschaft<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Landschaften werden aufgebrochen, ausgebeutet, versiegelt. Wie aber h\u00f6ren sich verwundete Landschaften an? H\u00f6rt man sie seufzen, st\u00f6hnen, \u00e4chzen? Im Jahr 2023 entstand der Film &#8222;SOUNDS FOR A WOUNDED LANDSCAPE&#8220; von Oliver Gather und Frauke Berg. Der Film widmet sich dem Braunkohletagebau Garzweiler und dem daraus resultierenden riesigen Riss in der Landschaft. Gleich einer Wunde durchzieht er die nat\u00fcrliche Umgebung, degradiert die Landschaft zur Ausbeutungsmasse zugunsten der Gewinnung von Rohstoffen. Die K\u00fcnstler:innen folgen der Spur der Zerst\u00f6rung, treten bis heran an die Abbruchkante und erfassen Garzweiler ebenfalls auf der Sound-Ebene. In seinem neuesten Arbeitszyklus &#8222;En plein Air \/ Unter freiem Himmel&#8220; greift Gather ankn\u00fcpfend an das Projekt in Pulheim zudem das Motiv des Wohnmobils anhand von Betonmodellen, Filmen und Aquarellen erneut auf. In b\u00fcrgerlicher Wohnsiedlung verk\u00f6rpert es die Sehnsucht nach Mobilit\u00e4t und nomadischem Dasein. Dabei bilden die Wohnmobile wiederum Luxusobjekte, sind kostspielige Statussymbole, vereinen scheinbar gegenteilig geartete Freiheit mit Bequemlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"926\" data-id=\"1907\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/portrait-1024x926.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1907\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/portrait-1024x926.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/portrait-300x271.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/portrait-768x694.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/portrait.jpg 1117w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Portr\u00e4t Oliver Gather<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die k\u00fcnstlerische Forschung ist innerhalb institutionell verankerter Wissenschaften eine im Vergleich noch eher junge Disziplin. Im Angesicht drohender globaler Krisen nimmt die Bedeutung jedoch kontinuierlich zu, scheint sinnliches Wissen als Erg\u00e4nzung forschender Praxis unabdingbar zu werden. Neben dem Einsatz konventioneller Methoden gehen Kunstschaffende wie Oliver Gather oftmals an ihre eigenen Grenzen, folgen der eigenen Intuition, verwenden poetische Bildsprache. Obwohl Kunst und Wissenschaft zumeist als widerstrebende Positionen verstanden werden, dienen die unerm\u00fcdliche Suche nach Antworten, ein experimenteller Ansatz sowie neue Perspektiven auf die Realit\u00e4t als Grundlagen beider Felder. Gather vereint das nicht zuletzt mit seiner Lehrt\u00e4tigkeit zwischen k\u00fcnstlerischen und soziologischen Fragestellungen an der Hochschule D\u00fcsseldorf.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oliver Gathers experimentelle Feldforschungen zwischen Kunst und Wissenschaft. Oliver Gather erwartet uns schon in seinem im ersten Stock eines D\u00fcsseldorfer Hinterhofs gelegenen Atelier. In den lichten R\u00e4umen finden sich zahlreiche Modelle von Miniatur-Hochsitzen oder aber in Beton gegossene Wohnmobile. Meist sind es Studien, Vorstufen, Begleitprodukte oder Dokumentationen, die als Relikte im Studio verbleiben, da sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1903,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[35,768,1089,1131],"autor":[1627],"class_list":["post-2457","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-features","tag-aktionskunst","tag-kuenstlerische-forschung","tag-oliver-gather","tag-performance","autor-julia-stellmann"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der K\u00fcnstler als Ethnologe - on art Magazine<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Oliver Gather ist ein deutscher Aktionsk\u00fcnstler, der sich im Bereich &quot;k\u00fcnstlerischer Forschung&quot; engagiert. Zu seinen j\u00fcngeren Projekten geh\u00f6rt der &quot;Schmuckeremit im Edelsteingarten&quot;, das in einem Stadtteil von Pulheim bei K\u00f6ln stattfand und um die dortigen Lebensbedingungen kreiste.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der K\u00fcnstler als Ethnologe - on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Oliver Gather ist ein deutscher Aktionsk\u00fcnstler, der sich im Bereich &quot;k\u00fcnstlerischer Forschung&quot; engagiert. Zu seinen j\u00fcngeren Projekten geh\u00f6rt der &quot;Schmuckeremit im Edelsteingarten&quot;, das in einem Stadtteil von Pulheim bei K\u00f6ln stattfand und um die dortigen Lebensbedingungen kreiste.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-01-16T11:15:12+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-08-14T20:00:05+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image-1-2048x1416-ausschnitt-1024x575.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"575\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"16 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\"},\"headline\":\"Der K\u00fcnstler als Ethnologe\",\"datePublished\":\"2026-01-16T11:15:12+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:05+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/\"},\"wordCount\":2185,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/image-1-2048x1416-ausschnitt.jpg\",\"keywords\":[\"Aktionskunst\",\"k\u00fcnstlerische Forschung\",\"Oliver Gather\",\"Performance\"],\"articleSection\":[\"Features &amp; Reviews\"],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/\",\"name\":\"Der K\u00fcnstler als Ethnologe - on art Magazine\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/image-1-2048x1416-ausschnitt.jpg\",\"datePublished\":\"2026-01-16T11:15:12+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:05+00:00\",\"description\":\"Oliver Gather ist ein deutscher Aktionsk\u00fcnstler, der sich im Bereich \\\"k\u00fcnstlerischer Forschung\\\" engagiert. Zu seinen j\u00fcngeren Projekten geh\u00f6rt der \\\"Schmuckeremit im Edelsteingarten\\\", das in einem Stadtteil von Pulheim bei K\u00f6ln stattfand und um die dortigen Lebensbedingungen kreiste.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/image-1-2048x1416-ausschnitt.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/01\\\/image-1-2048x1416-ausschnitt.jpg\",\"width\":2280,\"height\":1280,\"caption\":\"Oliver Gather, Waldskulptur, 2019. F\u00fcr ein Waldst\u00fcck bei Laisa entstanden in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Battenberg. Foto: Christian Ahlborn.\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/01\\\/16\\\/der-kuenstler-als-ethnologe\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Start\",\"item\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Der K\u00fcnstler als Ethnologe\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"name\":\"on art Magazine\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\",\"name\":\"re-book marketing & kommunikation\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"width\":615,\"height\":65,\"caption\":\"re-book marketing & kommunikation\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/on_art_news\\\/\",\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/onartmagazine\",\"https:\\\/\\\/www.threads.com\\\/@on_art_news\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/on-art-news.bsky.social\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\",\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Frank Niederl\u00e4nder\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/author\\\/fniederlaender\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der K\u00fcnstler als Ethnologe - on art Magazine","description":"Oliver Gather ist ein deutscher Aktionsk\u00fcnstler, der sich im Bereich \"k\u00fcnstlerischer Forschung\" engagiert. Zu seinen j\u00fcngeren Projekten geh\u00f6rt der \"Schmuckeremit im Edelsteingarten\", das in einem Stadtteil von Pulheim bei K\u00f6ln stattfand und um die dortigen Lebensbedingungen kreiste.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Der K\u00fcnstler als Ethnologe - on art Magazine","og_description":"Oliver Gather ist ein deutscher Aktionsk\u00fcnstler, der sich im Bereich \"k\u00fcnstlerischer Forschung\" engagiert. Zu seinen j\u00fcngeren Projekten geh\u00f6rt der \"Schmuckeremit im Edelsteingarten\", das in einem Stadtteil von Pulheim bei K\u00f6ln stattfand und um die dortigen Lebensbedingungen kreiste.","og_url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/","og_site_name":"on art Magazine","article_publisher":"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","article_published_time":"2026-01-16T11:15:12+00:00","article_modified_time":"2026-08-14T20:00:05+00:00","og_image":[{"width":1024,"height":575,"url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image-1-2048x1416-ausschnitt-1024x575.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Frank Niederl\u00e4nder","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"Frank Niederl\u00e4nder","Estimated reading time":"16 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/"},"author":{"name":"Frank Niederl\u00e4nder","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5"},"headline":"Der K\u00fcnstler als Ethnologe","datePublished":"2026-01-16T11:15:12+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:05+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/"},"wordCount":2185,"publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image-1-2048x1416-ausschnitt.jpg","keywords":["Aktionskunst","k\u00fcnstlerische Forschung","Oliver Gather","Performance"],"articleSection":["Features &amp; Reviews"],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/","url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/","name":"Der K\u00fcnstler als Ethnologe - on art Magazine","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image-1-2048x1416-ausschnitt.jpg","datePublished":"2026-01-16T11:15:12+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:05+00:00","description":"Oliver Gather ist ein deutscher Aktionsk\u00fcnstler, der sich im Bereich \"k\u00fcnstlerischer Forschung\" engagiert. Zu seinen j\u00fcngeren Projekten geh\u00f6rt der \"Schmuckeremit im Edelsteingarten\", das in einem Stadtteil von Pulheim bei K\u00f6ln stattfand und um die dortigen Lebensbedingungen kreiste.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/#primaryimage","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image-1-2048x1416-ausschnitt.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/image-1-2048x1416-ausschnitt.jpg","width":2280,"height":1280,"caption":"Oliver Gather, Waldskulptur, 2019. F\u00fcr ein Waldst\u00fcck bei Laisa entstanden in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Battenberg. Foto: Christian Ahlborn."},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/01\/16\/der-kuenstler-als-ethnologe\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Start","item":"https:\/\/on-art.news\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Der K\u00fcnstler als Ethnologe"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/on-art.news\/#website","url":"https:\/\/on-art.news\/","name":"on art Magazine","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/on-art.news\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization","name":"re-book marketing &amp; communication","url":"https:\/\/on-art.news\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","width":615,"height":65,"caption":"re-book marketing & kommunikation"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","https:\/\/www.facebook.com\/onartmagazine","https:\/\/www.threads.com\/@on_art_news","https:\/\/bsky.app\/profile\/on-art-news.bsky.social"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5","name":"Frank Niederl\u00e4nder","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","caption":"Frank Niederl\u00e4nder"},"url":"https:\/\/on-art.news\/en\/author\/fniederlaender\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2457","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2457"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2457\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15387,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2457\/revisions\/15387"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1903"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2457"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2457"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2457"},{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=2457"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}