{"id":2483,"date":"2026-04-08T16:22:30","date_gmt":"2026-04-08T14:22:30","guid":{"rendered":"https:\/\/on-art.news\/?p=11987"},"modified":"2026-08-14T22:00:05","modified_gmt":"2026-08-14T20:00:05","slug":"freiheit-auf-spendenbasis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/","title":{"rendered":"Freiheit auf Spendenbasis"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fragw\u00fcrdige Bundestagsresolutionen, Kampagnen und der Entzug von F\u00f6rdermitteln setzen Kunst und Wissenschaft unter Druck.<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es war wie eine <em>Self-fulfilling Prophecy<\/em>: In einem Symposium <em>Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien<\/em> wollte der W\u00fcrttembergische Kunstverein (WKV) diskutieren, inwieweit &#8222;die Androhung (und Umsetzung) des Entzugs \u00f6ffentlicher F\u00f6rderung&#8220; die Autonomie von Wissenschaft und Kunst in Gefahr bringe und was dagegen zu tun w\u00e4re. Kaum war die Veranstaltung angek\u00fcndigt, strich das Kulturamt die eineinhalb Jahre zuvor bewilligte F\u00f6rderung. Aufgrund einer \u00fcberw\u00e4ltigenden Spendenbereitschaft kam das Symposium trotzdem zustande: Innerhalb einer Woche waren die ben\u00f6tigten 15.000 Euro da.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Repression in liberalen Demokratien? Das klingt paradox. Das Symposium sollte sich, als &#8222;einer der Meilensteine&#8220; und zugleich eigenst\u00e4ndiges Projekt, einreihen in eine Serie von Ausstellungen und Veranstaltungen, in denen der Verein sein 200-j\u00e4hriges Bestehen reflektiert. Thema ist die &#8222;Konstitution des (wei\u00dfen, m\u00e4nnlichen, heterosexuellen \u2026) B\u00fcrgers als Souver\u00e4n, der sich vom Hof emanzipiert, indem er Handel treibt, politische \u00c4mter bekleidet und Kultur- und Bildungsvereine gr\u00fcndet&#8220;, wie es 2024 im F\u00f6rderantrag hie\u00df. Damaliger Arbeitstitel: <em>Von der Freiheit<\/em>, noch ohne Einschr\u00e4nkungen. Doch die Paradoxie war schon mitgedacht, da die Freiheit, so die zentrale These, von Anfang nicht f\u00fcr alle galt. Nicht f\u00fcr Frauen zum Beispiel oder f\u00fcr nicht-wei\u00dfe Menschen. Auch heute st\u00f6\u00dft die Freiheit an Grenzen. &#8222;Ausl\u00f6ser des geplanten Symposiums&#8220;, hei\u00dft es in der letzten Version, &#8222;ist die wachsende Sorge um die Freiheit, Unabh\u00e4ngigkeit und Freir\u00e4ume von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft in Deutschland und anderen liberalen Demokratien.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Absage<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Schreiben an Iris Dressler und Hans D. Christ, die Direktor:innen des Kunstvereins, begr\u00fcndet Kulturamtsleiter Marc Gegenfurtner die Absage so: Der Schwerpunkt habe sich &#8222;im Laufe der Zeit sowohl inhaltlich als auch personell forciert auf einen spezialisierten Seitenaspekt verlagert und der Veranstaltung eine deutlich politisierte Komponente und einseitige Konnotation verliehen, die im Fachbereich so nicht verortet ist.&#8220; Mit Fachbereich ist die F\u00f6rderlinie <em>Literatur und Philosophie<\/em> gemeint, wie aus einer Antwort der Pressestelle der Stadt eine Woche vor dem Termin hervorgeht. Wer das Programm des Kunstvereins kennt, w\u00fcrde sich wundern, wenn dort eine Veranstaltung ohne &#8222;politisierte Komponente&#8220; stattf\u00e4nde. Was aber ist mit dem &#8222;spezialisierten Seitenaspekt&#8220; gemeint?<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped w3 wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"2045\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5987-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2045\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5987-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5987-300x200.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5987-768x512.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5987-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5987-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-id=\"2046\" src=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5943-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2046\" srcset=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5943-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5943-300x200.jpg 300w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5943-768x512.jpg 768w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5943-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260314-WKV-IM3_5943-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\"><strong>Links<\/strong>: Emily Dische-Becker und Iris Dressler.  <strong>Rechts<\/strong>: Im Vordergrund Henrike Kohpei\u00df. Beide Fotos: Julian Rettig.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Neufassung lag dem Kulturamt seit 8. Dezember 2025 vor. Drei Teilnehmerinnen waren gegen\u00fcber dem ersten Antrag geblieben. Ansonsten hatte sich einiges ge\u00e4ndert \u2013 was bei einem solchen Projekt nicht ungew\u00f6hnlich ist. Die Stadt best\u00e4tigt, dass sich die Version vom 8. Dezember &#8222;inhaltlich geringf\u00fcgig von der Fassung unterschied, die der WKV im Februar ver\u00f6ffentlichte.&#8220; Und doch zog sie die F\u00f6rderung im Dezember noch nicht zur\u00fcck. &#8222;Die ver\u00f6ffentliche Fassung l\u00f6ste dann allerdings verschiedene Nachfragen aus&#8220;, f\u00e4hrt die Stadt in ihrer Antwort fort, &#8222;auch jenseits der bekannten Schreiben der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und der israelischen Generalkonsulin Lador-Fresher.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) Stuttgart hatte noch am Tag der Ank\u00fcndigung des Symposiums, dem 18. Februar, einen Brandbrief an den Stuttgarter Oberb\u00fcrgermeister Frank Nopper, den Kulturb\u00fcrgermeister, den Kulturamtsleiter und die Leiterin der F\u00f6rderabteilung geschickt und im Magazin <em>haGalil. J\u00fcdisches Leben in Deutschland<\/em> ver\u00f6ffentlicht: &#8222;Wir fordern von der Stadt Stuttgart: Kein Geld f\u00fcr die Relativierung von Antisemitismus!&#8220; Im WKV<strong> <\/strong>waren noch bis zum Symposium die Arbeiten von Dominique Hurth zu weiblichen NS-T\u00e4terinnen zu sehen. Angek\u00fcndigt war eine Ausstellung der Bildungseinrichtung <em>Lernort Geschichte<\/em> zur Ermordung des Auschwitz-\u00dcberlebenden Shmuel Dancyger durch die Stuttgarter Polizei im Jahr 1946. Es w\u00e4re absurd,<strong> <\/strong>dem Verein Antisemitismus vorzuwerfen \u2013 und Gegenfurtner h\u00fctete sich denn auch, diesen Begriff zu verwenden. Freilich lautete der Vorwurf der DIG nicht auf Antisemitismus, sondern auf dessen Relativierung. Gemeint ist die Infragestellung einer Definition von Antisemitismus, die seit einigen Jahren als deutsche Staatsr\u00e4son gilt. Dieser Themenkomplex stand tats\u00e4chlich im Mittelpunkt des Symposiums.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kampfbegriff Antisemitismus<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zentrale Tag des Symposiums bestand aus drei Panels, das erste <em>Zur Verengung kritischer Diskurs- und Handlungsr\u00e4ume in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft<\/em>. Kritische Stimmen gegen\u00fcber der israelischen Politik sind in den letzten Jahren zunehmend von Angriffen, Absagen, Ausladungen und dem Entzug von F\u00f6rdermitteln bedroht, wie Emily Dische-Becker in einem einleitenden Beitrag darlegte. Sie begann 2019 mit der BDS-Resolution des Bundestags. Die Bewegung <em>Boycott, Divestment and Sanctions<\/em> (BDS) entstand 2005 nach dem Ende der Zweiten Intifada, des bewaffneten Aufstands der Pal\u00e4stinenser gegen die israelische Besatzung: als friedliche Alternative des Widerstands nach dem Vorbild des s\u00fcdafrikanischen Kampfs gegen die Apartheid. Der Bundestag f\u00fchlte sich jedoch an den Boykott j\u00fcdischer Gesch\u00e4fte im Nationalsozialismus erinnert. Weil sich die <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-foreground-color\">Presseabteilung<\/mark> des J\u00fcdischen Museums Berlin in einem Tweet dazu kritisch ge\u00e4u\u00dfert hatte, wurde dessen Direktor Peter Sch\u00e4fer zum R\u00fccktritt gedr\u00e4ngt. Im folgenden Jahr wurde die Ruhrtriennale abgesagt, <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-foreground-color\">offiziell wegen der Corona-Pandemie, zugleich konnte man \u00fcberall h\u00f6ren, der eigentliche Grund sei die Auseinandersetzung um den kamerunischen Historiker Achille Mbembe gewesen, gegen den Antisemitismus-Vorw\u00fcrfe erhoben worden waren. Es ging also vermutlich wieder um BDS.<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwei weitere Bundestagsresolutionen vermengen auf \u00e4hnlich problematische Weise die historische Verantwortung Deutschlands mit der Politik des heutigen Staates Israel. Die Resolution <em>Nie wieder ist jetzt: J\u00fcdisches Leben in Deutschland sch\u00fctzen, bewahren und st\u00e4rken<\/em> von November 2024 und eine dritte zu <em>Antisemitismus und Israelfeindlichkeit an Schulen und Hochschulen<\/em>. Beide erweitern die Arbeitsdefinition der <em>International Holocaust Remembrance Alliance<\/em> (IHRA), die unter Antisemitismus &#8222;Hass gegen\u00fcber J\u00fcdinnen und Juden&#8220; versteht, um &#8222;israelbezogenen Antisemitismus&#8220;. Antisemitismus ist zum Kampfbegriff geworden, um Kritik an der israelischen Politik zum Schweigen zu bringen. In offenen Briefen an Politiker, zugleich ver\u00f6ffentlicht in auflagenstarken Zeitungen, greifen j\u00fcdische Organisationen wie der Zentralrat, die DIG oder auch Antisemitismusbeauftragte Personen oder Veranstaltungen an, die sie als antisemitisch bezeichnen, h\u00e4ufig angestachelt von antideutschen Blogs wie den <em>Ruhrbaronen<\/em>, die den R\u00fccktritt Sch\u00e4fers, die Absage der Ruhrtriennale oder den Verzicht Laurie Andersons auf eine Professur an der Folkwang-Universit\u00e4t, Essen, im Jahr 2024 geradezu herbeigeschrieben haben. Die Antideutschen bezeichnet der Bremer Verfassungsschutz als eine Fraktion innerhalb der gewaltbereiten Linken, die er wie folgt charakterisiert: &#8222;Hauptbestandteil antideutscher Ideologie ist die bedingungslose Solidarit\u00e4t mit der Politik des Staates Israels und dem j\u00fcdischen Volk.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fall des WKV-Symposiums hat der Journalist Hanno Hauenstein den Hergang im Detail nachgezeichnet: Am 17. Februar, noch bevor das Symposium angek\u00fcndigt war, ver\u00f6ffentlichten die <em>Ruhrbarone<\/em> einen Beitrag unter dem h\u00e4mischen Titel: <em>Israelhass und Geldsorgen: Flachkar\u00e4tertreffen in Stuttgart<\/em>. Den las Benjamin Weinthal, <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-foreground-color\">Korrespondent<\/mark> der <em>Jerusalem Post<\/em>, und twitterte los: an den Oberb\u00fcrgermeister, die Landesregierung und Michael Blume, den Antisemitismusbeauftragten des Landes, den er gleich selbst als Antisemiten hinstellte. In einem zweiten Post wetterte er auch gegen die Deutsch-Israelische Gesellschaft und deren &#8222;z. T. antizionistischen Chef&#8220;: &#8222;Warum kritisiert DIG-Stuttgart den Antisemitismus von Kretschmann, Blume und Nopper nicht?&#8220; Damit griff er nicht nur den Ministerpr\u00e4sidenten, den Oberb\u00fcrgermeister und den Antisemitismusbeauftragten an, sondern brachte vor allem die DIG in Zugzwang.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Rechtliche Grauzone<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein zweites Panel war juristischen Fragen gewidmet. Die drei Bundestagsresolutionen seien rechtlich nicht bindend, erkl\u00e4rte Ralf Michaels, Direktor des Max-Planck-Instituts f\u00fcr ausl\u00e4ndisches und internationales Privatrecht in Hamburg. Wo immer sie Einschr\u00e4nkungen nach sich zogen und diese angefochten wurden, hatten sie vor Gericht keinen Bestand. Denn die Freiheit der Wissenschaft und der Kunst, so Michaels, sei durch Artikel 5, Absatz 3 Grundgesetz besonders gesch\u00fctzt. Als &#8222;Resolution auf Kosten der Grundrechte&#8220; bezeichnen vier Autoren im <mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-foreground-color\">&#8222;Verfassungsblog&#8220; (https:\/\/verfassungsblog.de\/)<\/mark> die Resolution <em>Nie wieder ist jetzt<\/em>, im Einklang mit <em>Amnesty International<\/em>. \u201eDas Ziel, Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Antisemitismus [\u2026] auf den Weg zu bringen und j\u00fcdisches Leben in Deutschland zu sch\u00fctzen, ist ausdr\u00fccklich und uneingeschr\u00e4nkt zu begr\u00fc\u00dfen&#8220;, kommentierte die Menschenrechtsorganisation im Vorfeld. &#8222;Aber der Resolutionsantrag l\u00e4sst in seiner jetzigen Form schwerwiegende Verletzungen von Grund- und Menschenrechten und eine erhebliche Rechtsunsicherheit bef\u00fcrchten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sicherheit Israels sei deutsche Staatsr\u00e4son: Diese Aussage Angela Merkels vor der Knesset, dem israelischen Parlament, anl\u00e4sslich des 60-j\u00e4hrigen Bestehens des Landes im Jahr 2008, werde neuerdings ungeachtet gravierender Kriegsverbrechen im Gazastreifen immer mehr in den Dienst einer einseitigen Parteinahme zugunsten Israels gestellt, monierte der Historiker Ren\u00e9 Wildangel, der ein Expertenpapier <em>Jenseits der Staatsr\u00e4son<\/em> mit verfasst hat<em>. <\/em>&#8222;Die vage definierte politische Doktrin, die den vordemokratischen Begriff der &#8218;Staatsraison&#8216; wiederbelebt hat&#8220;, hei\u00dft es da, &#8222;hat die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die israelische Regierung \u00fcber die rechtlichen und moralischen Verpflichtungen Deutschlands, \u00fcber nationale und europ\u00e4ische Interessen, die Grundrechte der Pal\u00e4stinenser, das Schicksal der israelischen Geiseln und regionale Friedens\u00adbem\u00fchungen gestellt.&#8220; Staatsr\u00e4son sei ein &#8222;ideologischer Kampfbegriff&#8220; geworden, kritisierte Wildangel, der einen Mitverfasser, Philip Holzapfel zitierte, der viele Jahre im Ausw\u00e4rtigen Dienst t\u00e4tig war. &#8222;D\u00fcrfen sich deutsche Beamte gegen die &#8218;Staatsr\u00e4son&#8216; stellen?&#8220; fragte dieser im vergangenen November im Nachrichtenmagazin<em> Der Spiegel<\/em>. Seine Antwort: &#8222;Selbstverst\u00e4ndlich&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings gibt es keinen einklagbaren Anspruch auf F\u00f6rderung. Es sei eine Grauzone entstanden: eine Atmosph\u00e4re der Angst und Vorsicht, da nie ganz klar sei, wie die Grenzen des Sagbaren verlaufen: so beschrieb die Juristin und K\u00fcnstlerin Lily Abichahine die Situation, die zugleich, von Berichten aus ihrem Familien- und Freundeskreis ausgehend, die dramatische Lage in ihrem Herkunftsland Libanon schilderte. Eine Million Menschen befinden sich dort nach den israelischen Angriffen auf der Flucht. Beirut ist \u2013 wieder einmal \u2013 Ziel von Bombenangriffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie aber kommt es, dass sich Deutschland so stark mit den Juden und Israel identifiziert, und welche Rolle spielen dabei die Menschenrechte? Danach fragte ein drittes Panel unter dem Bandwurm-Titel <em>Phantasmen und Symptome der &#8222;Wiedergutwerdung&#8220;. Zu den Aporien des Anti-Antisemitismus in der deutschen Erinnerungskultur<\/em>. Die Figur des Juden sei von zentraler Bedeutung f\u00fcr das Selbstbild des wiedervereinigten Deutschland, argumentiert Hannah Tzuberi. Die heute in Deutschland lebenden Juden sind \u00fcberwiegend in den 15 Jahren nach der Wiedervereinigung aus der ehemaligen Sowjetunion zugewandert. Ab 1991 konnten sie als so genannte Kontingentfl\u00fcchtlinge einreisen, ohne individuell Asyl beantragen zu m\u00fcssen, wie die Judaistin und Islamwissenschaftlerin ausf\u00fchrte, die in Berlin die erste orthodox-j\u00fcdische Schule in Deutschland seit 1945 leitet. Nicht aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden, sondern, wie schon in den letzten Jahren der DDR, aufgrund der Verantwortung f\u00fcr die deutsche Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Parlamentarier stimmten daf\u00fcr, hielt Tzuberi fest: Diesmal wollte Deutschland alles richtig machen. Die Juden waren vertrieben oder vernichtet worden? Nun waren sie wieder da. Tzuberi spricht von der &#8222;Wiedergutwerdung&#8220; im Gegensatz zur Wiedergut<em>machung<\/em>: Es ging nicht um die Juden, sondern um das Selbstbild der Deutschen. &#8222;J\u00fcdisches Leben zu sch\u00fctzen&#8220;, so ihr Fazit, in Anspielung auf die zweite Bundestagsresolution <em>Nie wieder ist jetzt: J\u00fcdisches Leben in Deutschland sch\u00fctzen<\/em> [&#8230;], &#8222;ist nicht notwendig wegen der Menschenrechte, sondern dient der Wiedergutwerdung der Deutschen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie aktuell das Thema bleibt, zeigt sich an den Vorkommnissen, die allein in den Wochen seit Ank\u00fcndigung des Symposiums die Medien besch\u00e4ftigten. Am selben Tag, an dem die <em>Ruhrbarone<\/em> den WKV attackierten, beschuldigte die israelische Generalkonsulin Talya Lador-Fresher in der <em>J\u00fcdischen Allgemeinen<\/em> die M\u00fcnchner Kammerspiele des Antisemitismus: wegen einer Veranstaltung zu Gaza. In der Woche darauf h\u00e4tte in Berlin in der Reihe <em>Goethe-Institut im Exil<\/em> eine Lesung pal\u00e4stinensischer Autor:innen stattfinden sollen. Doch das Institut cancelte gleich die gesamte Reihe. Wenige Tage sp\u00e4ter rief Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den Aufsichtsrat der Berlinale zu einer Sondersitzung zusammen, weil er die Intendantin Tricia Tuttle absetzen wollte. In der darauffolgenden Woche strich er drei der 118 mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichneten Buchl\u00e4den von der Liste. Drei Tage nach dem Symposium musste sich Donatella Fioretti, die Rektorin der D\u00fcsseldorfer Kunstakademie, vor dem Landtag rechtfertigen, weil sie ihren Studierenden nicht untersagt hatte, die pal\u00e4stinensische K\u00fcnstlerin Basma al-Sharif einzuladen. Weitere zwei Tage sp\u00e4ter wurde wegen derselben K\u00fcnstlerin das <em>European Media Art Festival<\/em> in Osnabr\u00fcck angegriffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber l\u00e4sst sich Weimers eigenm\u00e4chtiges Vorgehen in Sachen Buchhandlungspreis \u00fcberhaupt mit den Antisemitismus-Vorw\u00fcrfen in einen Topf werfen? F\u00fcr Sami Khatib liegt der entscheidende Punkt in der Aussetzung von Grundrechten. In der Nichtbeachtung der Menschenrechte und des Internationalen Rechts in Gaza und im besetzten Westjordanland erkennt er einen Pr\u00e4zedenzfall. Der Philosoph, Professor an der Hochschule f\u00fcr Gestaltung in Karlsruhe, bezeichnet Pal\u00e4stina als &#8222;Geschichtszeichen&#8220; im Sinne von Immanuel Kant. Dieser stellt in einem Abschnitt seiner 1793 bis 1798 verfassten Schrift <em>Der Streit der Fakult\u00e4ten<\/em> die Frage: &#8222;Ob das menschliche Geschlecht im best\u00e4ndigen Fortschreiten zum Besseren sei&#8220;. Im Zuge seiner Er\u00f6rterung sucht er nach einem Beleg, einem Zeichen, das auf ein solches &#8222;Fortschreiten zum Besseren&#8220; hindeute und findet dieses in der Franz\u00f6sischen Revolution. F\u00fcr Khatib ist dagegen Pal\u00e4stina ein negatives Geschichtszeichen, das anzeige, in welchem Ma\u00df die Menschheit bereit sei, ihre eigenen Regeln (des Internationalen Rechts, der Menschenrechte, des V\u00f6lkerrechts) zu ignorieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Treibende Praxis<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tricia Tuttle und Donatella Fioretti sind nicht zur\u00fcckgetreten. Die Stadt Osnabr\u00fcck hat die Vorw\u00fcrfe gegen das Festival gepr\u00fcft und keine rechtliche Handhabe gefunden, die Einladung oder die F\u00f6rderung zu widerrufen. Als Lador-Fresher ihre Vorw\u00fcrfe gegen die M\u00fcnchner Kammerspiele erhob, hatte die Diskussion, die sie beanstandete, l\u00e4ngst stattgefunden. Das Goethe-Institut ist wiederum seit Jahren mit massiven K\u00fcrzungen konfrontiert. W\u00e4hrend in Deutschland eine Lesung pal\u00e4stinensischer Autor:innen offenbar als riskant eingesch\u00e4tzt wird, schl\u00e4gt dem Institut in anderen L\u00e4ndern wegen Deutschlands Israel-N\u00e4he Unverst\u00e4ndnis entgegen. Die Lesung fand trotzdem statt, wenn auch ohne Goethe-Institut und an einem anderen Ort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Niemand ist gezwungen, auf politischen Druck mit vorauseilendem Gehorsam zu reagieren. Doch wie Henrike Kohpei\u00df, Philosophie-Postdoktorandin an der Leuphana-Universit\u00e4t in L\u00fcneburg, im ersten Panel angemerkt hatte, bestehe &#8222;eine extreme Unsicherheit, welche Ordnungen noch Bestand haben.&#8220; W\u00e4hrend die Institutionen schweigen, aus Angst vor Druckmitteln, hatten ihre Studierenden 2024 aus Protest gegen die fl\u00e4chendeckende Bombardierung von Gaza das Institut f\u00fcr Sozialwissenschaften der Humboldt-Universit\u00e4t besetzt, was sie mit der Besetzung des Frankfurter Instituts f\u00fcr Sozialforschung im Jahr 1968 verglich. Sie nennt das &#8222;treibende Praxis&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was muss geschehen, um die Freiheit der Kunst zu sch\u00fctzen? Dies wurde in einer offenen, bunt gemischten Diskussionsrunde am Sonntagvormittag lebhaft diskutiert. Fioretti hatte nach den Angriffen versucht, die J\u00fcdische Gemeinde D\u00fcsseldorf zum Gespr\u00e4ch zu bitten. Auch Christ und Dressler bedauern in einem Schreiben an Gegenfurtner, die DIG habe nicht das Gespr\u00e4ch gesucht. Doch wer andere in offenen Briefen und Zeitungen \u00f6ffentlichkeitswirksam diffamiert, sucht nicht den Ausgleich. Michaels riet dringend davon ab, sich zu rechtfertigen, n\u00f6tig sei vielmehr, sich zu organisieren: Wer angegriffen wird, brauche Rat und juristischen Beistand: um zu wissen, wie er oder sie sich dagegen wehren kann. Michaels hat mit anderen, von einer Chatgruppe ausgehend, die <em>Allianz f\u00fcr kritische und solidarische Wissenschaft<\/em> (KriSol) ins Leben gerufen: eine Plattform, die ber\u00e4t, Rechtsgutachten verfasst, Stellungnahmen und offene Briefe verschickt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwas \u00c4hnliches braucht es auch in der Kunst, davon sind Dressler und Christ \u00fcberzeugt. Sie wollen eine eigene Plattform aufbauen, entweder unter dem Dach von KriSol oder als eigenst\u00e4ndiges Netzwerk. Diskutiert wurde auch, ob nicht bestehende Interessenvertretungen wie die Gewerkschaften oder die Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine in die Pflicht genommen werden k\u00f6nnten. Konsensf\u00e4hig war, dass es sinnvoll w\u00e4re, die Auseinandersetzung in diese Verb\u00e4nde hineinzutragen, die sich allerdings auf diesem Gebiet bisher noch wenig hervorgetan h\u00e4tten. Und die Meinungen zum Reizthema Israel \/ Pal\u00e4stina sind geteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Entzug von F\u00f6rdermitteln l\u00e4sst sich freilich auf juristischem Weg schwer beikommen, da es keinen Anspruch auf F\u00f6rderung gibt. W\u00e4hrend die Planungen f\u00fcr das Symposium liefen, standen dem gesamten Kulturbereich, in Stuttgart wie in anderen St\u00e4dten, gravierende Einschnitte bevor, von denen auch der WKV stark betroffen war. Aber gibt es einen Zusammenhang zwischen den Haushaltskonsolidierungen und den politisch bedingten Streichungen, sei es wegen Antisemitismus oder aus anderen Gr\u00fcnden?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin hat in beiden F\u00e4llen eine Vorreiterrolle gespielt. Anfang 2024 hat Kultursenator Joe Chialo versucht, die st\u00e4dtische F\u00f6rderung \u00fcber eine Antidiskriminierungsklausel an ein Bekenntnis zu Israel zu binden. Er hat zudem unter anderem <em>Forensis<\/em>, dem Berliner Ableger der Rechercheagentur <em>Forsensic Architecture<\/em> aus London, die F\u00f6rdermittel gestrichen. <em>Forensic Architecture<\/em>, gegr\u00fcndet von dem israelischen Architekten Eyal Weizman, untersucht Menschenrechtsverst\u00f6\u00dfe im Auftrag der Opfer, in Pal\u00e4stina, aber auch anderswo. Die Berliner Gruppe wurde ins Leben gerufen, um deutsche F\u00e4lle zu bearbeiten, vom NSU-Mord in Kassel bis zum historischen Genozid an den Herero und Nama. Der Berliner Senat hat aber auch schon 2024 die Kulturausgaben \u00fcberproportional gek\u00fcrzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Emily Dische-Becker, die an den Recherchen zu den rassistischen Morden in Hanau beteiligt war, die der WKV 2024 in der Ausstellung <em>Three Doors<\/em> vorgestellt hat, beantwortet die Frage so: &#8222;Angesichts der Versuche des Berliner Senats, politische Gesinnungstests einzuf\u00fchren&#8220;, sagt sie im Online-Magazin <em>The Diasporist<\/em>, &#8222;kann die gleichzeitige Streichung von Mitteln f\u00fcr den Kulturbereich auch als &#8218;defunding Dissens&#8216; verstanden werden&#8220;: als Entzug der F\u00f6rderung f\u00fcr abweichende Meinungen.<\/p>\n\n\n\n<hr style=\"--wb-separator-margin-top:0px;--wb-separator-margin-bottom:0px\" class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Symposium <em><a href=\"https:\/\/www.wkv-stuttgart.de\/programm\/2026\/veranstaltungen\/freiheit\/\">Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien<\/a><\/em>, W\u00fcrttembergischer Kunstverein, 13. bis 15. M\u00e4rz 2026. Kuratiert von Iris Dressler und Hans D. Christ. Mit Lily Abichahine, Katja Diefenbach, Emily Dische-Becker, Denise Ferreira da Silva (zoom), Hanno Hauenstein, Sami Khatib, Henrike Kohpei\u00df, Ralf Michaels, Hannah Tzuberi, Ren\u00e9 Wildangel und anderen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fragw\u00fcrdige Bundestagsresolutionen, Kampagnen und der Entzug von F\u00f6rdermitteln setzen Kunst und Wissenschaft unter Druck. Es war wie eine Self-fulfilling Prophecy: In einem Symposium Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien wollte der W\u00fcrttembergische Kunstverein (WKV) diskutieren, inwieweit &#8222;die Androhung (und Umsetzung) des Entzugs \u00f6ffentlicher F\u00f6rderung&#8220; die Autonomie von Wissenschaft und Kunst in [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2044,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[103,355,1523],"autor":[1634],"class_list":["post-2483","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-features","tag-antisemitismus","tag-dietrich-heissenbuettel","tag-zensur","autor-dietrich-heissenbuettel"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Freiheit auf Spendenbasis - on art Magazine<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Bericht \u00fcber das Symposium &quot;Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien&quot;, das 13. bis 15. M\u00e4rz 2026 im W\u00fcrttembergischen Kunstverein in Stuttgart stattfand.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Freiheit auf Spendenbasis - on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Bericht \u00fcber das Symposium &quot;Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien&quot;, das 13. bis 15. M\u00e4rz 2026 im W\u00fcrttembergischen Kunstverein in Stuttgart stattfand.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"on art Magazine\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-04-08T14:22:30+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-08-14T20:00:05+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2-1024x575.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1024\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"575\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Frank Niederl\u00e4nder\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"16 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\"},\"headline\":\"Freiheit auf Spendenbasis\",\"datePublished\":\"2026-04-08T14:22:30+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:05+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/\"},\"wordCount\":2857,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/04\\\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2.jpg\",\"keywords\":[\"Antisemitismus\",\"Dietrich Hei\u00dfenb\u00fcttel\",\"Zensur\"],\"articleSection\":[\"Features &amp; Reviews\"],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/\",\"name\":\"Freiheit auf Spendenbasis - on art Magazine\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/04\\\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2.jpg\",\"datePublished\":\"2026-04-08T14:22:30+00:00\",\"dateModified\":\"2026-08-14T20:00:05+00:00\",\"description\":\"Bericht \u00fcber das Symposium \\\"Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien\\\", das 13. bis 15. M\u00e4rz 2026 im W\u00fcrttembergischen Kunstverein in Stuttgart stattfand.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/04\\\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/04\\\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2.jpg\",\"width\":2280,\"height\":1281,\"caption\":\"Der W\u00fcrttembergische Kunstverein in Stuttgart. Foto: Julian Rettig.\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/2026\\\/04\\\/08\\\/freiheit-auf-spendenbasis\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Start\",\"item\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Freiheit auf Spendenbasis\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"name\":\"on art Magazine\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#organization\",\"name\":\"re-book marketing & kommunikation\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/09\\\/141201_re-book_logo.jpg\",\"width\":615,\"height\":65,\"caption\":\"re-book marketing & kommunikation\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.instagram.com\\\/on_art_news\\\/\",\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/onartmagazine\",\"https:\\\/\\\/www.threads.com\\\/@on_art_news\",\"https:\\\/\\\/bsky.app\\\/profile\\\/on-art-news.bsky.social\"]},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5\",\"name\":\"Frank Niederl\u00e4nder\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Frank Niederl\u00e4nder\"},\"url\":\"https:\\\/\\\/on-art.news\\\/en\\\/author\\\/fniederlaender\\\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Freiheit auf Spendenbasis - on art Magazine","description":"Bericht \u00fcber das Symposium \"Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien\", das 13. bis 15. M\u00e4rz 2026 im W\u00fcrttembergischen Kunstverein in Stuttgart stattfand.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Freiheit auf Spendenbasis - on art Magazine","og_description":"Bericht \u00fcber das Symposium \"Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien\", das 13. bis 15. M\u00e4rz 2026 im W\u00fcrttembergischen Kunstverein in Stuttgart stattfand.","og_url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/","og_site_name":"on art Magazine","article_publisher":"https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","article_published_time":"2026-04-08T14:22:30+00:00","article_modified_time":"2026-08-14T20:00:05+00:00","og_image":[{"width":1024,"height":575,"url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2-1024x575.jpg","type":"image\/jpeg"}],"author":"Frank Niederl\u00e4nder","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"Frank Niederl\u00e4nder","Estimated reading time":"16 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/"},"author":{"name":"Frank Niederl\u00e4nder","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5"},"headline":"Freiheit auf Spendenbasis","datePublished":"2026-04-08T14:22:30+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:05+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/"},"wordCount":2857,"publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2.jpg","keywords":["Antisemitismus","Dietrich Hei\u00dfenb\u00fcttel","Zensur"],"articleSection":["Features &amp; Reviews"],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/","url":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/","name":"Freiheit auf Spendenbasis - on art Magazine","isPartOf":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2.jpg","datePublished":"2026-04-08T14:22:30+00:00","dateModified":"2026-08-14T20:00:05+00:00","description":"Bericht \u00fcber das Symposium \"Zur Kritik der Freiheit und ihrer Repression in liberalen Demokratien\", das 13. bis 15. M\u00e4rz 2026 im W\u00fcrttembergischen Kunstverein in Stuttgart stattfand.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/#primaryimage","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20260316-WKV-IM3_6395-ausschnitt-2.jpg","width":2280,"height":1281,"caption":"Der W\u00fcrttembergische Kunstverein in Stuttgart. Foto: Julian Rettig."},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/on-art.news\/en\/2026\/04\/08\/freiheit-auf-spendenbasis\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Start","item":"https:\/\/on-art.news\/en\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Freiheit auf Spendenbasis"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/on-art.news\/#website","url":"https:\/\/on-art.news\/","name":"on art Magazine","description":"","publisher":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/on-art.news\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/on-art.news\/#organization","name":"re-book marketing &amp; communication","url":"https:\/\/on-art.news\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","contentUrl":"https:\/\/on-art.news\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/141201_re-book_logo.jpg","width":615,"height":65,"caption":"re-book marketing & kommunikation"},"image":{"@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.instagram.com\/on_art_news\/","https:\/\/www.facebook.com\/onartmagazine","https:\/\/www.threads.com\/@on_art_news","https:\/\/bsky.app\/profile\/on-art-news.bsky.social"]},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/on-art.news\/#\/schema\/person\/c6cd030d38ee4d4a4a8f10c0c3b8eab5","name":"Frank Niederl\u00e4nder","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/e6bc193d3ce8aa166998920a53bdecb046e810a5bb132c84deb953382e845dec?s=96&d=mm&r=g","caption":"Frank Niederl\u00e4nder"},"url":"https:\/\/on-art.news\/en\/author\/fniederlaender\/"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2483"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2483\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15419,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2483\/revisions\/15419"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2044"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2483"},{"taxonomy":"autor","embeddable":true,"href":"https:\/\/on-art.news\/en\/wp-json\/wp\/v2\/autor?post=2483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}