Bildmotiv des Plakats der Jahresausstellung 2025.

Jahresausstellung 2025

Akademie der Bildenden Künste München, 26. Juli bis 3. August 2025

Zum Ende des Sommersemesters öffnet die Kunstakademie München wieder ihre Türen -  es ist Jahresausstellung! Eine Woche lang, vom 26.7. bis zum 3.8.2025, bietet sich die Gelegenheit, die Akademie von innen zu erleben.

Die künstlerischen Arbeiten Einzelner oder Kooperations- und Klassenprojekte repräsentieren die ganze Bandbreite der Lehre an der Münchner Kunstakademie. Viele Arbeiten entstehen in aufwendigen Herstellungsprozessen, zum Beispiel in einer oder mehrerer der 22 Studienwerkstätten. Das Spektrum reicht von den klassischen Medien wie Malerei, Skulptur, Fotografie, Bühnenbild, Schmuck und Gerät über Installationen, Sound, Performance, Medienkunst bis hin zu Architektur und Innenarchitektur.

Die Professorinnen (m/w/d) lehren mit einer Vielfalt unterschiedlichster künstlerischer Ansätze – aktuell sind das: Bernardo Bader, Gerry Bibby, Andrea Büttner, Nicolas Cheng, Julia Czirnich, Anke Doberauer, Anke Dyes, Thomas Eggerer, Florian Hecker, Gregor Hildebrandt, Katja Knaus, Peter Kogler, Schirin Kretschmann, Gabriel Kuri, Armin Linke, Juliane Melches, Olaf Nicolai, Nils Norman, Alexandra Pirici, Karen Pontoppidan, Florian Pumhösl, Ursula Rogg, Julian Rosefeldt, Sandra Schäfer, Hito Steyerl, Sebastian Tröger, Lena Unger & Jan Meier, Nicole Wermers, Tanja Widmann.

In der Lehre der Münchner Kunstakademie ist die individuelle Betreuung ein zentrales Anliegen und die Freiheit, aus einem großen praktischen und theoretischen Angebot den eigenen Weg wählen zu können.

Zur Jahresausstellung verwandeln sich die Ateliers und Studienwerkstätten im Altbau in Ausstellungsräume, wie auch der Garten, wo beispielsweise ein Graszelt auf der Wiese der Witterung ausgesetzt sein wird.

An die Eröffnung der Ausstellung mit vielen Besucherinnen (m/w/d) knüpft die Arbeit "vergoldete Pissecke" an, die Fragen des Umgangs mit öffentlichem Raum, nach Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Care-Arbeit, nach Privilegien und sozialen Rollenverteilungen stellt. Wer reinigt die Spuren des Rausches? Und wie sichtbar machen wir die, die aufräumen, was andere hinterlassen?

Diese wie andere Arbeiten setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander. Denn im Kunststudium geht es nicht in erster Linie darum, Wissen zu erlernen, sondern darum, Wissen zu erschaffen und sich dazu zu positionieren. Kunst ist ein Nährboden von Gedanken, sie fördert Diskurs und bietet eine essentielle Reflexionsebene für die Gesellschaft.

Videoinstallationen greifen Themen auf wie die allgemeine weibliche Degradierung und den prinzipiellen Ausschluss von Frauen aus höheren Ämtern in der katholischen Kirche in "2000 years"; oder als Ergebnis einer kollektiven Forschung über soziale und ökologische Themen im Rahmen einer Residenz in Johannesburg/Südafrika, "Cash for Scrap" - Geschäfte mit dem Schrotthandel.

Zahlreiche Performances wie die "Gebrauchsanweisung für Friedensmaßnahmen" verstehen diesen Zugang zur Kunst als weitere Möglichkeit, sich mit unserer Welt im Allgemeinen auseinanderzusetzen und sie zu reflektieren, Fragen über den lebendigen Körper zu stellen und zu beantworten.

Eine öffentliche Präsentation genauso wie die interne Auseinandersetzung in der Klasse beinhaltet für die Studierenden immer auch ein Betrachten des eigenen Kunstschaffens. Daher ist der Dialog mit Besucherinnen (m/w/d) essenziell für die Entwicklung einer eigenen künstlerischen Position. Bei der Jahresausstellung besteht im Gespräch mit den Studierenden die Möglichkeit, mehr zu erfahren über die künstlerischen Ideen oder die Hintergründe des Herstellungsprozesses einzelner Arbeiten.

Auch eine Form des Gesprächs stellen die Führungen von Studierenden dar - in verschiedenen Sprachen! Als Gastgeber für die Besucherinnen (m/w/d) repräsentieren sie die Studierenden aus vielen Ländern Europas und der Welt. 


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