Yalla – Arabisch-Jüdische Beziehungen
Ausstellung im Jüdischen Museum München, 29.04.2026−28.02.2027.
Die Geschichte von Jüdinnen und Juden in Nordafrika und Westasien ist von enger kultureller Nähe zu ihrem vielfältigen arabischen Umfeld und von gegenseitiger Bereicherung ebenso geprägt wie von Brüchen, Ausgrenzung und Gewalt. Sie erzählt von Nachbarschaft und Austausch, von gemeinsamen Sprachen, Musik- und Denktraditionen.
Diese geteilte Vergangenheit wurde jedoch im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend ideologisch überformt oder verdrängt. Erst mit dem wachsenden Selbstbewusstsein der „Misrachim“, also Jüdinnen und Juden aus arabisch geprägten Kultur- und Sprachräumen im heutigen Israel, rückte diese Vergangenheit wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein. An die Fragen nach Selbstverständnis und historischer Erinnerung knüpft die Ausstellung an. Sieben Künstler*innen jüdischer Herkunft mit familiären Wurzeln in verschiedenen Regionen Nordafrikas und Westasiens erkunden in ihren Arbeiten jüdische Identitäten in diesem Spannungsfeld.

Ihre Werke verbinden persönliche Erinnerungen mit historischen Erfahrungen. Sie erzählen von Exil und Verlust, von gesellschaftlicher Marginalisierung und von Brüchen in der Weitergabe von Geschichte.
So entsteht ein vielstimmiger Raum, in dem Vergangenheit nicht abgeschlossen ist, sondern bis in die Gegenwart nachwirkt. Zugehörigkeit erscheint dabei als eine bewegliche und oft widersprüchliche Erfahrung − zwischen Kulturen, Sprachen und Erinnerungen.
Künstlerinnen: Eliyahu Fatal_Eli Petel, Hori Izhaki, Dana Flora Levy, Dor Zlehka-Levy, Joseph Sassoon Semah, Mona Yahia, Tamir Zadok, Liron Lavi Turkenich
Kuratorinnen: Anika Reichwald, Hanno Loewy (Hohenems), Ulrike Heikaus (München)
Kuratorin Kulturvermittlung: Sapir von Abel (München)
Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Kooperation mit dem Jüdischen Museum München.
Yalla – Arabisch-Jüdische Beziehungen. Ausstellung im Jüdischen Museum München, 29.04.2026−28.02.2027
The Park as Lover
Seit Juni in Düsseldorf: Die fünfte Ausgabe des Lantz'schen Skulpturenparks, kuratiert von Katharina Klang.
Vom Werk zum Display
Ein innovatives Digitalprojekt der Kunsthalle Mannheim und des Kunstmuseums Stuttgart
Das neue Labyrinth
Bis zum 29. September präsentiert das Museum Insel Hombroich Erwin Heerichs Labyrinth energetisch saniert und in neuer Schönheit.