Simon Schubert, o.T. (Licht durch Fenster), 2021. Courtesy Galerie Martin Kudlek, Köln © Simon Schubert, Foto: Simon Schubert.
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Simon Schubert. Lichtlinien

Brunhilde Moll Stiftung, Düsseldorf, 12.10.25 bis 31.01.26.

Die Ausstellung Lichtlinien bietet einen Einblick in das Werk des Kölner Künstlers Simon Schubert. Ein typisches Merkmal von Schuberts Arbeit ist die Beschäftigung mit dem Raum. So thematisieren seine Papierfaltungen und Pigmentreibungen, aber auch Skulpturen oder Hologramme architektonische Räume, lange Gänge, Türen, Fenster und perspektivische Zerrbilder. Sie erinnern an Filmszenen. Sie intensivieren die Erfahrung von Ungewissheit. Sie werfen, wie malerische Illusionen, Fragen nach dem eigenen Dasein auf.

Simon Schubert betrachtet Papier aus der Perspektive eines Bildhauers. In seinen Installationen kombiniert er Zeichnung, Skulptur und andere Medien und lässt die Besucher*innen zu einem Teil seiner Arbeit werden. Ein Ausgangspunkt dieser Arbeitsweise liegt in der Auseinandersetzung mit dem Werk von Joseph Beuys und dessen Verständnis von Kunst als gesellschaftlich und sozial gestaltende Kraft. Durch präzise Faltungen verwandelt Schubert einfache Papierbögen in komplexe Reliefs, die Architekturen erahnen lassen. Er bringt die flache Oberfläche des Papiers in den Raum. Was aus der Ferne wie ein Schatten oder eine zarte Linie erscheint, entpuppt sich aus der Nähe als haptische Oberfläche, die das Licht auf subtile Weise einfängt und reflektiert oder bricht.

Auch die feinen Pigmentreibungen ermöglichen es, Nuancen von Oberflächen und Räumen sichtbar zu machen und so deren Gestaltung und Wahrnehmung auszuloten. Hologramme und skulpturale Arbeiten legen eine weitere Möglichkeit von Mehrdimensionalität offen. Auf diese Weise eröffnen sich den Betrachter*innen geheimnisvolle Welten.

Als Hommage an den international bekannten Künstler Beuys arbeitet Schubert auf ungewöhnliche Weise in und mit dessen ehemaligen Atelierräumen. Die Besucher*innen erwartet eine überraschende Schau mit subtilen Referenzen.

Simon Schubert wurde 1976 in Köln geboren. Er studierte Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf bei Professorin Irmin Kamp und war von 2001 bis 2004 Assistent des Philosophen Professor Paul Good. Schuberts Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland.

Zeitgleich zur Ausstellung Lichtlinien, die die Brunhilde Moll Stiftung im ehemaligen Atelierhaus des Bildhauers Joseph Beuys zeigt, ist Schuberts Installation Untiefen des Raums im Feld-Haus des Clemens Sels Museums Neuss bis April 2026 zu sehen.


https://brunhildemollstiftung.de/

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